Am Samstagabend, dem 3. Januar 2026, versammelten sich am Pariser Platz in Berlin mehrere Hundert kurzfristig mobilisierte Solidaritäts- und Friedensgruppen zu einer Kundgebung vor der US-Botschaft. Anlass war der Protest gegen den US-Angriff auf Venezuela sowie gegen die Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Frau.

In ihrer Rede verurteilte Sevim Dağdelen, Mitglied des Deutschen Bundestages und außenpolitische Sprecherin des BSW, den Umgang der USA mit Venezuela als schweren Bruch des Völkerrechts. Sie kritisierte scharf militärische Drohungen, Sanktionen und jede Form von Regimewechselpolitik und stellte klar, dass Entführungen, Zwangsmaßnahmen und Gewalt keine legitimen Mittel internationaler Politik seien. Dağdelen betonte das Recht Venezuelas auf Souveränität und Selbstbestimmung und warnte vor den katastrophalen humanitären Folgen von Interventionen und Wirtschaftskrieg für die Zivilbevölkerung.

Zur Kundgebung aufgerufen hatten Solidaritätsgruppen mit Venezuela, Kuba und Lateinamerika sowie Gruppen der Friedenskoordination Berlin.

Die Kundgebung verstand sich als Zeichen internationaler Solidarität und als Appell für Diplomatie, Deeskalation und Gewaltfreiheit statt Machtpolitik und Interventionismus.