London: Jair Bolsonaro mit dem Preis „Rassist des Jahres“ ausgezeichnet

21.11.2019 - Alicia Blanco

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch, Portugiesisch verfügbar.

London: Jair Bolsonaro mit dem Preis „Rassist des Jahres“ ausgezeichnet
(Bild von APIB / Screenshot: Indigene Führer verleihen den Preis in London, 14.11.2019)

Seit Oktober hat eine Delegation indigener Führer*innen aus Brasilien 18 Städte in 12 europäischen Ländern bereist, um die schweren Menschenrechtsverletzungen an ihren Völkern sowie die Umweltzerstörung seit dem Amtsantritt von Präsident Jair Bolsonaro im Januar dieses Jahres anzuprangern.

Am 14. November zeichnete die Delegation mit Unterstützung von Survival International Jair Bolsonaro vor der brasilianischen Botschaft in London mit dem Preis „Rassist des Jahres“ aus.

Sonia Guajajara, eine der Leiterinnen der Delegation, sagte mit einem Lächeln: „Es könnte heute viele Gewinner geben, aber derjenige, der sich entschieden hat, sie alle zu vertreten, ist Präsident Bolsonaro“.

Wie sie es während ihrer gesamten Reise getan haben, klagten die indigenen Völker auf diese Weise die Situation an, in der sie sich befinden, und bekräftigten ihre Entschlossenheit, ihre Rechte auch weiterhin zu verteidigen.

Intervention vor dem Europäischen Parlament in Brüssel, Belgien, 05.11.19. Foto: Mídia Índia

„Die Welt muss wissen, was in Brasilien passiert. Deshalb sind wir hier“, sagte Dinamamam Tuxá.

Angela Kaxuyana fügte hinzu: „Wir werden nicht nachgeben. (….) Und wir werden nicht nur für das Überleben der indigenen Völker kämpfen: Wir werden für das Überleben der gesamten Menschheit kämpfen, das in der Verantwortung jedes einzelnen der hier Anwesenden liegt“.

Durchgeführt von APIB (Articulation of Indigenous Peoples of Brazil) in Zusammenarbeit mit Organisationen der Zivilgesellschaft zielte die Kampagne „Indigenes Blut: Kein einziger Tropfen mehr“ darauf ab, die brasilianische Regierung und die Agrarunternehmen unter Druck zu setzen, die internationalen Abkommen über Klimawandel und Menschenrechte, die Brasilien unterzeichnet hat, einzuhalten. Dazu gehört das Pariser Klima-Abkommen, das Übereinkommen 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), das eigentlich vorherige Konsultationen mit den betroffenen indigenen Völkern garantiert, die Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte indigener Völker sowie die New Yorker Wald-Erklärung von 2014.

Die Delegation hatte zuvor im Zuge ihrer europäischen Tour Italien, den Vatikan, Deutschland, Schweden, Norwegen, Holland, Portugal, Belgien, die Schweiz und Frankreich besucht. Nach dem Aufenthalt in London ist sie nach Madrid gereist, der letzten Station ihrer europäischen Tour.

Weitere Informationen über die Delegation und ihre Europa-Tour gibt es auf der Webseite www.nenhumagotamais.org (auf Portugiesisch, Spanisch und Englisch).

Kategorien: Europa, Indigene Völker, Menschenrechte, Ökologie und Umwelt, Südamerika
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