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Gesellschaft

«Die männlichen Formen waren nie geschlechtsneutral»

Der Duden macht bei Personen Schluss mit dem generischen Maskulinum: Die «Ärztin» ist nicht mehr die «weibliche Form von Arzt». Barbara Marti für die Online-Zeitung INFOsperber Die Duden-Redaktion überarbeitet im Online-Wörterbuch die Personen- und Berufsbezeichnungen. Zur männlichen Form kommt explizit…

Verloren in Details: Monothematische Fokussierung

Wir alle kennen das: Menschen, die sich zu sehr in ein Thema verstricken, wirken auf ihre Umwelt immer absonderlicher und irgendwann, ab einem bestimmten Stadium sind sie und ihre Umwelt kaum noch kommunikationsfähig. Wer ehrlich ist, hat es auch schon…

Jobcenter: Das Anforderungsprofil für das Kanzleramt

Bei der Betrachtung von Anforderungsprofilen verschiedener Berufsgruppen fällt auf, dass die normative Kraft der Vorstellung überwältigend ist. Nicht, dass es nicht erforderlich wäre, bei der Formulierung von Ansprüchen nicht ehrgeizig zu sein, doch liest man viele Ausschreibungen von Stellen, dann…

Die Bausteine für soziales Verständnis

Empathie und Perspektivübernahme im menschlichen Gehirn. Empathie und die Perspektive anderer einnehmen können – durch diese zwei Fähigkeiten sind wir in der Lage nachzuvollziehen, was im Kopf von anderen vor sich geht. Obwohl beide Begriffe ständig im Umlauf sind, ist…

Leistungsprinzip vs. Solidarität – Michael J. Sandels allzu einfache Deutung

Der US-amerikanische Moralphilosoph Michael J. Sandel erklärt sich in seinem Buch „Vom Ende des Gemeinwohls“ den Niedergang des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch die Dominanz des Leistungsprinzips. Auch wenn er berechtigt diverse Fehlentwicklungen anspricht, macht er es sich mit dieser Fixierung auf einen…

Reich beschenkt und so verantwortlich

Es muss an einem Samstagabend gewesen sein. Ich erinnere mich an die Studenten, die in der Bahnhofseingangshalle lautstark das Wochenende begrüßten und zu ihrer eigenen Musik tanzten, während mir die Anzeigetafel bestätigte, dass ich gerade den letzten Anschlusszug nach Hause…

Vom unerreichbaren Ort des unerreichbaren Glücks

Die 80er Bewegung im Spiegel des Schweizer Spielfilms. Gemäss weit verbreiterter Interpretation „brachen“ die Unruhen von 1980 „aus heiterem Himmel“ über Zürich und andere Schweizer Städte „herein“. Diese Sicht der Dinge lässt sich jedoch nicht halten: Alle wichtigen Themen, Metaphern,…

Die Perfidie des Selbstbetrugs

Es ist zu vermuten, dass das Phänomen allgemein bekannt ist. Man führt sein Leben, geht seiner Wege und denkt, so sei das im Allgemeinen. Der Schluss, dass die eigene Weise das sei, was als normal zu gelten habe, ist relativ…

Das herrschende Bewusstsein von der Gesellschaft – Warum Gerechtigkeit nicht im Zentrum steht

„Die Schwierigkeit tief fassen ist das Schwere. Denn seicht gefasst, bleibt sie eben die Schwierigkeit.“ (Wittgenstein) Beliebt ist es, Ungleichheiten in modernen westlichen Gesellschaften als Ungerechtigkeit anzusehen, an der jede(r) eigentlich Anstoss nehmen müsse. Wer so vorgeht, blendet die weit…

Haben oder Sein: Erich Fromm und die Krise des Menschen im 21. Jahrhundert

„Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“. Warum diese Einstellung noch einmal kritisch überprüft werden sollte, diskutiert Florian Maiwald in seinem neuen Gastbeitrag. Unter Bezugnahme auf Erich Fromm sollten wir insbesondere lernen, die Existenzweise des „Seins“ wieder schätzen zu lernen.…

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