Unter dem Titel „Die Krise und globale Unsicherheit überwinden: Die Menschheit in Aktion“ findet am 24. und 25. Januar 2026 die vierte Vollversammlung des Humanistischen Weltforums statt.

Das zentrale Thema dieser Versammlung soll die aktuellen Schwierigkeiten widerspiegeln, mit denen Gesellschaften weltweit konfrontiert sind, und zugleich den Glauben an die Fähigkeit der Menschheit stärken, neue Wege zu finden. „Die Menschheit in Aktion“ ist eine klare Aufforderung, über Diskurse und Debatten hinauszugehen und gemeinsam zu handeln.

Der Begriff „globale Krise und Unsicherheit” bezieht sich sowohl auf die aktuelle Situation in den verschiedenen Bereichen der Welt als auch auf das, was Einzelpersonen und Völker in ihrem Inneren empfinden. Der erste Tag dieser IV. Versammlung wird den notwendigen Raum für den Dialog und die Suche nach einem gemeinsamen Horizont schaffen, der das Handeln in einer Zeit der Verwirrung und sozialen Entmutigung erleichtert.

Außerdem werden Berichte über wichtige Aktivitäten vorgestellt, die vom Humanistischen Weltforum gefördert wurden. Präsentiert wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Humanistischen Seminars für Ostafrika, das vom 15. bis 22. August in Eldoret, Kenia, stattfand. An dem Seminar nahmen Delegationen aus Tansania, Uganda, Ruanda, Burundi, Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien und verschiedenen Regionen des Gastgeberlandes teil. In diesem Sinne werden auch die Schlussfolgerungen des Internationalen Forums „Können Generationenbewegungen die systemische Korruption beenden?” dargestellt. Dieses Forum wurde von verschiedenen Universitäten und Wissenschaftlern aus den Philippinen und Indonesien sowie von humanistischen Aktivisten aus Nepal unterstützt.

Am zweiten Tag dieses vierten weltweiten Treffens werden in rund zwanzig thematischen Arbeitsgruppen Vorschläge und Maßnahmen erarbeitet. An diesen Arbeitsgruppen beteiligen sich Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten.

Sie befassen sich mit Schlüsselthemen wie Frieden und Abrüstung, Gesundheit, Bildung, der Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt, der tatsächlichen Lage der Menschenrechte, dem Kampf gegen Klimakatastrophen, Bedrohungen der Demokratie, der Verschärfung der Ungleichheit, von gewalttätigen Konflikten, Zwangsumsiedlungen und der Forderung nach einer guten Regierungsführung. Einige dieser Arbeitsgruppen bestehen bereits seit Längerem.

Weitere Themen sind Wirtschaft, das universelle Grundeinkommen, der Vorschlag einer Weltbürgerversammlung, Sport als Instrument für Frieden und Entwicklung, die noch ausstehende Notwendigkeit der Dekolonialisierung, die Geschichte des Friedens, die Erforschung und Förderung der humanistischen Haltung in den verschiedenen Kulturen sowie die Untersuchung sich entwickelnder revolutionärer psychosozialer und spiritueller Phänomene.

Ein besonderes Merkmal der humanistischen Methodologie der gleichzeitigen sozialen und persönlichen Transformation sind die Praktiken und konzeptionellen Bezüge, die in der Arbeitsgruppe für innere Entwicklung behandelt werden. Diese Arbeitsgruppe wurde bei der vorherigen Versammlung ins Leben gerufen.

Eine Neuheit bei dieser Versammlung ist die Einrichtung eines Arbeitskreises, der sich mit Musik, Kunst und Kultur als wesentliches Mittel zur Förderung von Frieden und Gewaltfreiheit befasst.

Die Sitzungen beginnen an beiden Tagen um 10 Uhr (Zeitzone Argentinien/Chile/Brasilien). Die entsprechenden Zeiten für jeden Ort der Welt können hier überprüft werden.

Obwohl die Versammlung überwiegend virtuell stattfindet, um die Kommunikation zwischen weit entfernten Orten zu erleichtern, schlagen die Organisatoren vor, sich in benachbarten Gemeinschaften persönlich zu treffen, um über einen gemeinsamen Verbindungsknotenpunkt an der Versammlung teilzunehmen.

Das auf einen Vorschlag des Denkers und Aktivisten Silo zurückgehende Humanistische Weltforum tagte erstmals 1993 in Moskau und hat sich zum Ziel gesetzt, Standpunkte zu globalen Problemen aus einer strukturellen und dynamischen Perspektive zu untersuchen und zu entwickeln.

Auf diese Weise möchte das Forum zu einem Instrument für Information, Austausch, Dialog und Aktion zwischen Menschen, Bewegungen und Institutionen aus den unterschiedlichsten Kulturen der Welt werden. Im Gegensatz zu Gipfeltreffen und Veranstaltungen, deren Wirkung oft nach wenigen Tagen verpufft, hat das Humanistische Weltforum einen permanenten Charakter.

Die Einladung zur IV. Versammlung lautet, diese aktivistische Energie zu teilen, die Konvergenz zu stärken und das Gefühl der Möglichkeit durch Beispiele und Vorschläge von Gemeinschaften, Bewegungen und Menschen zu vertiefen, die aktiv Lösungen schaffen.

Letztendlich geht es darum, das Beste aus jedem Einzelnen und aus der Menschheit als Ganzes in dieser komplexen Phase der Geschichte zu bewahren und zu vereinen.

Die Teilnahme an der Versammlung des Humanistischen Weltforums steht allen Personen und Organisationen offen, sofern sie keine gewalttätigen oder diskriminierenden Haltungen fördern oder unterstützen.

Eine Anmeldung zur virtuellen Teilnahme ist über die Webseite möglich.

Wenn Sie neue Arbeitskreise anregen oder weitere Informationen oder Anliegen äußern möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an das Humanistische Weltforum: info@worldhumanistforum.org.

Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde von Kornelia Henrichmann vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!