Nach dem Streik am Freitag, dem 23. Januar, der Tausende von Menschen in Minneapolis zusammenbrachte, griff eine Woche später der Ruf nach einer vollständigen Blockade gegen die Brutalität der ICE-Behörden auf Städte in den gesamten Vereinigten Staaten über: New York, Chicago, Denver, Portland, Los Angeles, San Francisco, Las Vegas – und natürlich Minneapolis.
Hier richtete sich die Demonstration gegen das Bundesgebäude Bishop Henry Whipple, das für viele Aktivist:innen als Symbol der Gewalt der Immigration and Customs Enforcement (ICE) gilt, und sie wurde von bekannten Musiker:innen begleitet. Rage Against the Machine spielte ein Konzert, dessen Erlös den Familien von Renée Good und Alex Pretti zugutekam — zwei Menschen, die bei Einsätzen von Bundesbehörden durch tödliche Gewalt ihr Leben verloren hatten und deren Namen nun Teil der wachsenden nationalen Kritik an staatlicher Gewalt sind.
Zu der Veranstaltung gesellte sich außerdem ein besonderer Gast, Bruce Springsteen, dessen Song „Streets of Minneapolis”, eine Anklage gegen die Gräueltaten der ICE, nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch international zum Song der Stunde geworden ist.
Wie die vielerorts verbreiteten Bilder und Proteste zeigen, hat Minneapolis die Namen von Renée Nicole Good und Alex Jeffrey Pretti nicht vergessen – zwei Menschen, die im Januar 2026 von Bundesagent:innen erschossen wurden und inzwischen sowohl für die brutale Praxis der Immigration and Customs Enforcement (ICE) als auch für die Welle des zivilgesellschaftlichen Widerstands im ganzen Land stehen.
Unterdessen sorgt der Fall des Journalisten und ehemaligen CNN-Moderators Don Lemon für Besorgnis und Empörung: Lemon war am 18. Januar bei einer Protestaktion anwesend, die einen Gottesdienst in der Cities Church in St. Paul, Minnesota, unterbrach. Er wurde verhaftet, angeklagt und anschließend ohne Kaution freigelassen. Die Anklage lautet auf Verschwörung sowie auf die Beeinträchtigung der durch den Ersten Verfassungszusatz garantierten Rechte der anwesenden Gläubigen.
Lemon hat geltend gemacht, dass er ausschließlich in Ausübung seiner journalistischen Tätigkeit und nicht als Teilnehmer an dem Protest dort war, und nachdem er freigelassen wurde, hat er versprochen, die Vorwürfe vor Gericht anzufechten und bekräftigt, dass „man mich nicht zum Schweigen bringen wird”, wobei er die Bedeutung einer freien und unabhängigen Presse hervorhob.
Organisationen zur Verteidigung der Pressefreiheit und Rechtsexperten haben ihre Besorgnis über die Festnahme und die Anklage zum Ausdruck gebracht und darauf hingewiesen, dass dies ernsthafte Fragen über die Grenzen der journalistischen Berichterstattung in angespannten und politisch polarisierten Kontexten aufwirft (siehe EuropaPress).




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Übersetzung aus dem Italienischen von Reto Thumiger vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam. Wir suchen Freiwillige!









