Silo – ein Film über den Gründer der Humanistischen Bewegung

27.02.2019 - Pressenza Berlin

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch verfügbar.

Silo – ein Film über den Gründer der Humanistischen Bewegung

Die Idee einer gleichzeitigen Veränderung sowohl auf persönlicher als auch auf sozialer Ebene, die der Mann aus Mendoza, Argentinien, Mario Luis Rodriguez Cobos, besser bekannt als Silo, seit den 60er Jahren an seine Millionen von Anhängern in aller Welt verbreitet, kommt in einem Film von Leandro Bartoletti ins deutsche Kino. Der Film rettet Silos Arbeit und sein humanistisches Denken vor der fortwährenden Kritik und den Anschuldigungen des Sektierertums.

Millionen Menschen auf der Welt ist Silo bekannt als ein revolutionärer Denker, der eine spirituelle und politische Bewegung in Gang gesetzt hat, die Grenzen überwand und sich von Argentinien bis Indien verbreitete. Für viele andere jedoch, vielleicht weil sie es schlecht verstanden haben, vielleicht wegen politischer Missgunst, war er der Anführer einer Sekte, ein geschickter Manipulierer und Demagoge.

Dennoch zeigt Barolettis Film, dass – besonders in Argentinien – Silo entweder noch unbekannt ist oder aber ein echtes Geheimnis darstellt. Und so rekonstruiert er sein Leben und seine Arbeit (dazu sichtete er über 200 Stunden Aufnahmen, Dateien, Fotos und Zeugnisse von Silo selbst) und präsentiert in chronologischer Reihenfolge eine ausführliche und umfassende Geschichte, durch die die Stimmen der Schauspieler Gaston Pauls and Osmar Nuñez führen.

Der Film, zeigt laut Bartoletti den Weg des Gründers einer „heute noch lebendigen und aktiven Bewegung, da viele Menschen nach einem Sinn suchen, etwas das weder die Kirchen noch die Religionen bieten können. Sie suchen nach anderen Wegen und ich glaube, dass der „Siloismus“ die Antwort sein kann. Er ist die Möglichkeit eines Sinnes, nach dem viele Menschen Ausschau halten.“

„Silos Vorschlag ist sehr einfach: Eine soziale und persönliche Veränderung, eine gleichzeitige Veränderung. Silo schlug vor, dass beide Veränderungen Hand in Hand laufen sollten. Deshalb betonte er die innere Veränderung, politische Aktivitäten und die gesellschaftliche Veränderung der Wirklichkeit“ sagte der Filmemacher bezüglich der Ziele, die Silo von seiner Heimatstadt Mendoza aus vorschlug.

„Sein Leben diesem Vorhaben zu widmen war für mich sehr interessant. Darum, denke ich, haben wir heute die besten Voraussetzungen, um über Silo zu sprechen, denn heutezutage sind die Menschen offener, ohne Vorurteile anderen Vorschlägen zuzuhören. Die Menschen bitten um eine Vielfalt an Stimmen und sie wollen nur eine Version der Wirklichkeit“ stellte Bartoletti fest.

Selbst wenn er seine humanistische Spiritualität und seine Botschaft von Frieden und Gewaltfreiheit seit 1962 inmitten eines revolutionären Aufbrausens und von antikapitalistischen Kämpfen verbreitet hat, wurde Silo 1972 zu einer öffentlichen Figur nach der Veröffentlichung seines Buches „Der innere Blick“, in dem er vorschlug „die Sinnleere des Leben in Sinn und Erfüllung zu verwandeln“, und nach einer öffentlichen Rede, die er in Punta de Vacas mitten in den Bergen vor wenigen Hundert Anhängern hielt.

Es folgten sein Rückzug in die Berge, um zu schreiben und zu meditieren; die gewaltigen Propagandakampagnen und Verfolgungen; seine esoterischen Untersuchungen auf der griechischen Insel Korfu, seine großen Reisen durch Indien, seine Freundschaft mit Gorbatschow und die Ingangsetzung des Friedensmarsches, der im Jahre 2010 durch die ganz Welt reiste.

Deutsche Premiere im Ladenkino in Berlin
Mittwoch, 6. März 2019, um 19.45 Uhr
Gärtnerstrasse 19, 10245 Berlin
Spanisch mit deutschen Untertitel

 

Kategorien: Gewaltfreiheit, Humanismus und Spiritualität
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