Auf den Flügeln des Versuchs – Interview mit Trudi Lee Richards

20.04.2017 - Berlin - Pressenza Berlin

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Französisch verfügbar.

Auf den Flügeln des Versuchs – Interview mit Trudi Lee Richards

Trudi Lee Richards schrieb 12 Jahre lang an einer Biographie über Silo, bürgerlicher Name Mario Rodriguez Cobos. Dieser bemerkenswerte Argentinier war ein brillianter Denker, produktiver Schriftsteller, erfolgreicher Turner und charismatischer Redner, der in den 1960er Jahren einige Anhänger für seinen revolutionären Vorstoß einer gewaltfreien sozialen und persönlichen Veränderung gewinnen konnte.

Er entwickelte eine Denkströmung, die unter dem Namen Neuer oder Universeller Humanismus bekannt wurde, er begründete die, auf freiwilliger Arbeit, basierende internationale Humanistische Bewegung, die im Jahre 2000 mehr als eine Millionen Anhänger auf 5 Kontinenten hatte. Im neuen Jahrtausend veröffentliche er das Werk „Silos Botschaft“ und initiierte damit die Geburt der internationalen Gemeinschaft von Silos Botschaft sowie die Gründung der Studien- und Reflexionsparks auf der ganzen Welt. Im Rahmen des, von der Humanistischen Bewegung organisierten, Weltweiten Marsches für Frieden und Gewaltfreiheit im Jahre 2009 hielt er eine Rede auf dem Treffen der Friedensnobelpreisträger in Berlin.

Wer ist Silo, der „Weise der Anden“, und warum sollte jemand, der niemals von ihm gehört hat, seine Biographie lesen?

Silo ist das Pseudonym von Mario Luis Rodriguez Cobos, einem Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts, Denker und spiritueller Vordenker aus Südamerika. Seine Geschichte sollte jeden interessieren, der sich folgende Fragen stellt:  Warum sind wir hier? Wie können wir der Gewalt ein Ende setzen? Endet das Leben mit dem Tod?

Er war ein ganz gewöhnlicher Mensch. 1938 in Mendoza, Argentinien geboren, übernahm er in jungem Alter den landwirtschaftlichen Familienbetrieb, heiratete ein Mädchen aus der Gegend, zog zwei Söhne groß und schrieb in seiner Freizeit Bücher. Seine Nachbarn kannten ihn als Familienmensch,  eine gütige und freundliche Person mit einem großartigen Sinn für Humor und einer Vorliebe für Erdbeereis. Er starb im Jahre 2010 zuhause im Beisein seiner Freunde und Familie, nachdem er sein ganzes Leben in derselben Provinzstadt verbracht hatte.

Aber Silo war auch ein außergewöhnlicher Mensch, ein weit gereister und weltbekannter Denker und Schriftsteller, Dichter und Mystiker. Viele sehen in ihm einen der wichtigsten spirituellen Vordenker unserer Zeit.

Sein weitreichendes Erbe beinhaltet:

  • 15 Hauptwerke, die in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurden, ebenso unzählige Reden und kürzere Arbeiten in verschiedenen Genres.
  • Die Gemeinschaft von Silos Botschaft, eine weltweite spirituelle Strömung für Frieden und Gewaltlosigkeit, inspiriert von seinem letzten großen schriftlichen Beitrag mit dem Titel „Silos Botschaft“.
  • Die weltweite, auf freiwillige Arbeit beruhende Humanistische Bewegung für eine soziale und persönliche Veränderung durch aktive Gewaltlosigkeit
  • Silos Schule, die sich der Erhaltung und Weiterentwicklung von essentiellem menschlichen Wissen widmet
  • Das weltweite Netzwerk der „Studien- und Reflexionsparks“, Stätten des Friedens und der Gewaltlosigkeit auf 5 Kontinenten, die offen für Menschen jeglicher Herkunft und Glaubensrichtung sind.

Warum wird Silo „der Weise der Anden“ genannt?

Zum ersten Mal bin ich dem Begriff „der Weise der Anden“ in dem Dokumentarfilm mit selbigem Titel von Daniel Zuckerbrot begegnet. Es ist eine passende Formulierung – denn von Kindesbeinen an und im Laufe seines ganzen Lebens waren die Anden ein wichtiges spirituelles Epizentrum für Silo. 1969 hielt er seine erste öffentliche Rede in Punta de Vacas, einem abgeschiedenen Ort in der Nähe des Aconcagua, der Jahre später zum Studien- und Reflexionspark Punta de Vacas wurde. Dort lebte und arbeitete Silo mit Mitgliedern seiner Schule  bis kurz vor seinem Tod im Jahre 2010.

Du hast gesagt du habest deinen  eigenen Weg aus dem Leiden herausgefunden,  als du über die Humanistische Bewegung gestoplert bist. Was hat sich für dich danach verändert?

Es war verrückt. Bis ich im Jahre 1984 auf die Humanisten stieß, hatte ich mich so ziemlich vor allem gefürchtet – vor Krankheit, vor dem Tod und davor die Menschen zu verlieren, die ich liebte. Nachdem ich anfing mit den Humanisten zu arbeiten, verschwand auf einmal unerklärlicherweise meine zwanghafte Angst.

Der kalte Krieg hatte damals seinen Höhepunkt erreicht, und der Gedanke, dass die Bombe fallen würde und ich mitansehen muss, wie meine geliebten Zwillingsbabys bei lebendigem Leibe vor meinen Augen verbrennen, versetzte mich in Panik. Ich war verzweifelt, und diese Humanisten sagten, wir könnten Dinge verändern – also habe ich mich ihnen angeschlossen.

Durch die Arbeit mit Ihnen hat sich meine Energie verändert. Dadurch, dass ich auf die Straße ging und mit Menschen über Frieden und Gewaltlosigkeit redete, hörte ich auf, mich auf mich selbst und meine eigenen Probleme zu konzentrieren. Ich fing an meine Energie nach außen, auf andere und die Welt auszurichten. Dies veränderte meine Wahrnehmung davon, wer ich bin: es brachte mich mit etwas in meinem Inneren in Verbindung, mit einer inneren Stärke und Güte, die ich vorher nicht wahrgenommen hatte.

Wie Silo so oft sagte: Es gibt „etwas Großartiges und Gutes“ in jedem von uns. Diese „Etwas“ ist in uns – aber es ist auch größer, als wir es sind. Es ist stark, weise, gütig und fröhlich und total unerschrocken.

Ich glaube die meisten von uns leiden, weil sie nicht in Verbindung mit diesem Großartigen und Guten stehen. Wenn irgendetwas schief geht, sehen wir uns als hilflose Opfer des Unglücks, oder wir fühlen uns, als ob wir etwas falsch gemacht haben müssen…

Aber wenn wir uns mit unserer inneren Stärke und Güte in Verbindung setzen und anfangen diese wachzurufen und das üben, wird unsere Verbindung damit immer stärker – so wie Muskeln, wenn man sie benutzt. Und das hilft uns mit dem Bau eines neuen Schwerkraftzentrums zu beginnen. Dann fangen wir an zu fühlen wir sind ok, wir müssen nicht nach Hilfe von außen suchen, von anderen Menschen oder von irgendeinem äußeren Gott – denn alle Hilfe, die wir benötigen, ist bereits in uns vorhanden.

Trudi Lee Richards, Dichterin, Schriftstellerin und Übersetzerin

Warum hast du 12 Jahre damit verbracht eine Biographie über Silo zu schreiben, und wie hat das Schreiben dieses Buches dein Leben beeinflusst?

Meine panische Angst zu verlieren war eine große Erleichterung, ein unglaubliches Geschenk. Es hat mich befreit, mein Bestes zu geben, was mir große Freude bereitet hat. Danach wollte ich nichts mehr, als mein Glück mit anderen zu teilen. Ich habe dies jahrelang auf verschiedenste Weise versucht, indem ich mich für den persönlichen und sozialen Wandel durch aktive Gewaltlosigkeit in der Humanistischen Bewegung eingesetzt habe.

Aber als Silos Botschaft herauskam, hat sie mich mehr als jedes andere seiner Werke tief berührt. Es war das Geschenk der Geschenke. Sie eröffnet einen einfachen und zugänglichen Weg, tief in uns hinein zu gehen – in Kontakt mit dem Heiligen und Tiefgründigen in uns zu kommen. Sie zeigt uns, dass wir nicht getrennt oder alleine sind, dass wir alle tief verbunden sind, dass alles möglich ist, wenn wir in Einheit leben.

Dieses kleine Buch ist so universell, so zugänglich, dass ich wusste, es könnte vielen Menschen helfen, wenn sie es nur kennen lernen.

Dann habe ich erkannt, dass ich helfen könnte auf seine Arbeit aufmerksam zu machen, wenn ich Silos Geschichte aufschreiben würde. Ich liebe das Schreiben, daher könnte ich auf eine sehr einheitliche, freudige Weise etwas zurückzugeben – einen wichtigen Beitrag beim Verbreiten seiner zurzeit sehr notwendigen wunderschönen Arbeit zu leisten. Ich habe Silo geschrieben und vorgeschlagen, seine Biographie zu schreiben – und zu meiner Freude, hat er eingewilligt!

Eigentlich war das Schreiben an diesem Buch ein tiefgreifender Prozess für mich – spannend, frustrierend, herausfordernd und ich habe gelernt, mich in Bescheidenheit zu üben. Silo hatte mich gewarnt, dass er mir nicht helfen würde und mich gebeten, seine Familie nicht zu behelligen. Es gab wenig schriftliche Aufzeichnungen über sein Leben – aber es gibt viele Menschen, die ihn kannten, daher bin ich viel gereist und habe viele Emails geschrieben. Ich habe jeden seiner Bekannten kontaktiert, den ich finden konnte und der seine Erfahrung mit ihm teilen wollte.

Es war komplizierter, als ich mir es je hätte denken können! Ich habe bald realisiert, dass es so viele gegensätzliche Geschichten über Silo gibt,  so dass es keinen Weg gibt, die „Wahrheit“ zu schreiben – im Sinne von einer akkuraten objektiven Wiedergabe seines Lebens. Ich probierte mehrere verschiedene Vorgehensweisen aus, warf tonnenweise Material weg. Zeitweise dachte ich, die einzige Möglichkeit sei, einen Roman zu schreiben. Jedenfalls entschied ich mich am Ende dafür all diese Geschichten zu einem Netzwerk aus nachweisbaren Fakten zu stricken und klar zu machen, dass nichts, was ich aufgeschrieben habe der absoluten Wahrheit entspricht– jede Geschichte, jede Anekdote, entspricht nur der Wahrnehmung einer Person, der Erinnerung einer Person , zwangsläufig eingefärbt von ihrer eigenen Erfahrung.

Warum hast du das Buch „Auf den Flügeln des Versuchs“ genannt?

Dieser Titel ist mit einem zentralen Thema von Silo verbunden: dem Scheitern. 1969 reisten Silos Freunde durch ganz Argentinien und Chile, um die Nachricht zu verbreiten, dass Silo in Punta de Vacas, hoch in den Anden, eine Rede halten würde. Sie sagten, seine Lehre sei eine Lehre  „für die Gescheiterten“. Etwa 200 junge Menschen waren dort und Silo sprach zu Ihnen über „Die Heilung des Leidens“. Er beschrieb die lawinenartige Gewalt auf  der Welt  und ermahnte seine Zuhörer Frieden in sich selbst zu finden und dann anderen zu überbringen.

Diese Rede begründete die Humanistische Bewegung, die seitdem daran arbeitet dem Einzelnen und der Gesellschaft Frieden durch aktive Gewaltlosigkeit zu bringen.

1999, 30 Jahre später, hielt Silo wieder eine Rede in Punta de Vacas. In dieser Rede erkannte er an, dass die Humanistische Bewegung gescheitert war, und dass der Anti-Humanismus gesiegt hatte – jedenfalls für den Moment. Gleichzeitig wurde aber auch etwas Neues geboren: „die erste Universelle Zivilisation in der Menschheitsgeschichte…“

2004, sprach Silo zum dritten Mal, diesmal vor Tausenden, in Punta de Vacas. Seine eröffnenden Worte ließen jeden in schallendes Gelächter ausbrechen: „Wir sind gescheitert“, sagte er, „aber wir bleiben beharrlich!“.

Als sich alle beruhigt hatten, fuhr er mit einigen der tiefgründigsten und bewegendsten Worte, die er jemals sagen würde, fort:

„Wir sind gescheitert, und wir werden weiterhin scheitern, noch ein- und tausendmal wieder, denn wir werden von den Flügeln eines Vogels namens „Versuch“ getragen, der uns über die Enttäuschung, die Schwächen und die Kleinigkeiten hinweg trägt.“

Später in dieser Rede sagte er: „Ja, es wird Frieden geben, und man wird aus einer Notwendigkeit heraus verstehen, dass eine universelle menschlichen Nation bereits Gestalt annimmt.“

Ich war dort, stand an diesem ausgedörrten Berghang, als er diese Worte sprach – und als er sagte, „Es wird Frieden geben“ begannen wir alle zu weinen und zu lachen und aus Freude und Erleichterung zu strahlen.

Nicht dass wir dachten, er sei ein Prophet – aber er war unser Freund, jemand, den wir liebten und ungemein schätzten. Wir hatten gesehen, wie er jahrzehntelang angesichts scheinbarer Hoffnungslosigkeit unermüdlich arbeitete, ohne jemals aufzugeben, und immer die Sicherheit teilen, die er aus Erfahrung bezog, dass alles gut werden würde, dass „wenn man die Handlungen der inneren Einheit wiederholt, nichts einen aufhalten kann…“.

Deshalb heißt diese Biographie „Auf den Flügeln des Versuchs“. Denn mehr als alles andere, war es eine kämpferische, tiefgehende und trotzdem geduldige Absicht, die Silo antrieb. Er gab niemals auf, sogar nach wiederholtem Scheitern, angesichts von so starkem Gegenwind und entsetzlicher Gewalt.

Silos Absicht war verwurzelt in seiner klaren und unerschütterlichen Bestimmung, in seinem tiefgehenden Glauben ans Leben und an die Zukunft – ein Glaube, der nicht naiv war, sondern auf seiner eigenen Lebenserfahrung basierte. Dieselbe Absichtlichkeit inspiriert weiterhin bis zum heutigen Tage unzählige seiner Anhänger, die immer noch Gewaltlosigkeit der Gewalt, Liebe dem Hass und Vergebung der Verbitterung vorziehen.

In unserer Gesellschaft, in der Erfolg so eine große Rolle spielt, ist Silos Bereitschaft zuzugeben, dass das Projekt die Erde menschlich zu machen gescheitert ist, sehr ungewöhnlich. Warum hat er diese Haltung eingenommen?

Silo hatte erkannt, dass Erfolg nicht alles ist. Wir denken, wir werden glücklich sein, wenn wir erfolgreich sind – aber der Kampf um Erfolg endet immer in Frustration. Wenn wir keinen Erfolg haben, leiden wir, weil wir versagt haben. Wenn wir Erfolg haben, ist unser Glück immer nur vorrübergehend und provisorisch – wir wissen die Dinge verändern sich immer und verlieren werden wir früher oder später immer.

Die große Frage ist, wie kann man von innen heraus glücklich sein, ohne von äußerem Erfolg abhängig zu sein. Silo sagte, Leiden entsteht durch Widerspruch und wir können lernen den Widerspruch zu überwinden, wenn wir den Erfolg aufgeben, wenn wir zugeben, dass wir gescheitert sind.

In seiner Rede über „Die Suche nach einem Objekt“, sprach er über Scheitern und Widerspruch und die Arbeit der „leeren Hand“:

„Man kann nicht beginnen ernsthaft an sich selbst zu arbeiten, bis man erkannt hat, dass es keinen Ausweg gibt, dass dein Leben ein Teufelskreis ist, ein kontinuierlicher Widerspruch ohne Bedeutung. So einfach ist das… Wir wollen den Widerspruch überwinden, das Leiden überwinden. Wir definieren unsere Arbeit nicht als die Arbeit der vollen Hand, sondern der leeren Hand…“

Um ein Beispiel zu geben, erzählte er eine Geschichte über Affen:

„Wisst ihr, wie sie bestimmte Affen fangen: sie legen etwas Reis in einen Baumstamm mit einem kleinen Loch, dann steckt der Affe seine Hand in das Loch, nimmt den Reis, und dann kann er seine Hand nicht mehr rausziehen. Er erkennt, dass sie ihn fangen werden, aber er will nicht loslassen, was er in seiner Hand hält. Der Affe leidet unter diesem großen Widerspruch.“

Silo hat oft darüber gesprochen wie wichtig es ist das Leiden und den Schmerz zu überwinden und auch über aktive Gewaltlosigkeit und persönliche Entwicklung als ein Mittel um soziale Veränderungen zu erreichen. Warum waren ihm diese Themen so wichtig?

Silo hat gesehen, wie Menschen um ihn herum versuchten, das Leiden aus eine bestimmte Art und Weise zu überwinden.

Manche konzentrierten sich auf soziale Veränderungen und versuchten die Welt zu verändern während sie gleichzeitig ihre eigenen innerlichen, persönlichen und spirituellen Bedürfnisse ignorierten. Sie endeten im Burn-out und gaben verbittert und desillusioniert auf.

Andere waren auf „spiritueller Suche“ und strebten danach, ihr eigenes persönliches Leiden zu beenden, aber ignorierten das Leiden der anderen und die wachsende Krise der Welt um sie herum. Sie isolierten sich und wurden neurotisch, weil sie panisch über ihre eigenen persönlichen Probleme nachdachten. Ich war eine davon.

Silo wusste, dass keine dieser Herangehensweisen funktionierte. Er sah das Leben als globale Struktur, in der das Innere und das Äußere zwei Seiten derselben Münze sind. Er wusste, dass der einzige Weg, tiefe und anhaltende Veränderungen – persönlicher oder sozialer Art – zu bewirken, darin liegt, an beidem gleichzeitig zu arbeiten. Weil sdas nicht wirklich getrennt und isoliert ist– wir leben in derselben Welt, wir teilen die gleiche essentielle Menschlichkeit.

Deswegen ist es ein so zentrales Thema in Silos Lehre „andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte“. Nur so kann man anderen und sich selbst gleichzeitig helfen.

In Silos Botschaft gibt es eine wundervolle Erfahrung, die sich „Wohlbefinden“ nennt, bei der alle zusammen für das Beste für ihre Freunde und Lieben bitten, die harte Zeiten durchmachen. Wann immer ich an dieser Erfahrung teilnehme, fühle ich mich selbst besser, weil wir wirklich in der Tiefe verbunden sind. Wenn man andere gut behandelt, behandelt man sich selbst gut. Das ist der Weg ein kohärentes Leben zu leben – ehrlich gegenüber sich selbst, den anderen und der Welt zu sein.

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Trudi Lee Richards ist eine Dichterin, Schriftstellerin und Übersetzerin aus Nordkalifornien. In den ´70ern, als der Bachelor in Englischer Literatur von der Stanford University ihre Ratlosigkeit über den Sinn des Lebens nicht aufzulösen vermochte, setzte sie ihre Segel um sich auf eine Suche zu begeben, die sie schließlich zu den Arbeiten von Silo führte. Sie trat der Humanistischen Bewegung bei, wurde eine gewaltfreie Aktivistin, gab eine unabhängige Zeitung heraus, veranstaltete wöchentliche Treffen und reiste weit, während sie ihre drei Kinder aufzog. In den frühen 2000er Jahren ließ sie sich in Nordkalifornien nieder um zu schreiben, über das Leben zu reflektieren, Bach auf dem Keyboard zu spielen und eine Gemeinschaft von Freunden, die durch Silos Botschaft inspiriert wurden, zu unterstützen. Ihre Gedichte und andere Veröffentlichungen, unter anderem Soft Brushes with Death (Sanfte Begegnungen mit dem Tod), Experiences on the Threshold (Erfahrungen an der Schwelle) und Fish Scribbles (Gekritzel eines Fisches), finden sich auf www.wingedlionpress.org zusammen mit den Werken anderer Siloisten aus der ganzen Welt.v

Kategorien: Humanismus und Spiritualität, Interviews
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