Offener Brief an die Bischöfe und das gesamte Volk Gottes.

Eine Gruppe von Menschen aus verschiedenen Organisationen in Spanien, die mit der katholischen Kirche verbunden sind und sich für aktive Gewaltfreiheit einsetzen, hat beschlossen, einen offenen Brief zu verfassen – an die Bischöfe Spaniens, an alle, die in den vielfältigen Berufungen der Kirche seelsorgerische Verantwortung tragen, und an das gesamte Volk Gottes.

Wir sind überzeugt, dass wir gegenwärtig einen entscheidenden Moment erleben, in dem wir Christinnen und Christen uns noch klarer für den Frieden und gegen strukturelle Ungerechtigkeiten einsetzen müssen. Es reicht nicht mehr aus, die zunehmenden Verletzungen und Angriffe auf die Würde von Menschen und Völkern lediglich sichtbar zu machen und anzuprangern. Die Situation verlangt nach unserer Auffassung eine ganzheitliche, zutiefst evangelische Antwort.

Die Erfahrungen des vergangenen Jahrhunderts in vielen Teilen der Welt zeigen, dass Gewaltfreiheit die wirksamste und zugleich geschwisterlichste soziale und politische Praxis ist, um den großen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Wir glauben daher, dass jetzt der Moment gekommen ist, innerhalb der Kirche in Spanien gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um die transformativen Möglichkeiten der Gewaltfreiheit zu erschließen.

Das ist eine gemeinschaftliche Aufgabe, die Pädagogik, Begegnungen, Workshops, Trainings und viel „politische Nächstenliebe“ erfordert.

In diesem Brief rufen wir zu bewussten und konkreten Anstrengungen auf, um die Gewaltfreiheit auf vielfältige Weise zu fördern. Wir bitten die Bischöfe, Hirtenbriefe zu verfassen, Fortbildungsprogramme zu entwickeln und Schulungen zur aktiven Gewaltfreiheit in Pfarreien, Schulen, Priesterseminaren, katholischen Studienzentren, theologischen Instituten und katholischen Universitäten zu fördern sowie zentrale Gedenktage der Gewaltfreiheit zu begehen.

Zugleich ermutigen wir alle in der Seelsorge tätigen Personen, Bewegungen, Organisationen und die gesamte christliche Gemeinschaft, die aktive Gewaltfreiheit kreativ in ihre Seelsorgeprogramme zu integrieren. Darüber hinaus bitten wir die Bischofskommission für soziale Kommunikation um wirksame Unterstützung – in Abstimmung mit der Kommission für seelsorgerische Sozialarbeit und humanitäre Hilfe –, um die Präsenz von Zeugnissen gelebter Gewaltfreiheit im Licht des Evangeliums in den Medien der Bischofskonferenz zu stärken und das ganze Potenzial der kirchlichen Soziallehre in diesen Fragen sichtbar zu machen.

Wir alle – die derzeitigen Unterzeichnenden ebenso wie jene, die sich Tag für Tag anschließen – verpflichten uns, gemeinsam und aktiv an der Verwirklichung dieses Ziels zu arbeiten. Um mitzumachen, klicke auf diesen Link (https://chk.me/oAJV5YP) oder scanne diesen QR-Code.

Das Dokument findest du hier (https://chk.me/NewcL2D) oder über diesen anderen QR-Code.

Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde von Domenica Ott vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!