Irans #MeToo Bewegung stellt das Patriarchat und westliche Stereotypen in Frage

11.10.2020 - IDN InDepthNews

Dieser Artikel ist auch auf Englisch verfügbar.

Irans #MeToo Bewegung stellt das Patriarchat und westliche Stereotypen in Frage
Mehran, Iran (Bild von mostafa meraji, unsplash)

Es wurde eine iranische #MeToo Bewegung genannt, und das ist sie auch. Tausende von Frauen im Iran – und einige Männer – gehen online, um über die sexuellen Übergriffe und Belästigungen zu sprechen, die sie erlebt haben. An einem historischen Wendepunkt im Kampf der iranischen Frauen für ihre Rechte ist es von entscheidender Bedeutung, die Bewegung klar in ihren lokalen und globalen Kontext zu stellen, anstatt sie im Hinblick auf die bekannten Binären von Ost und West zu verorten, wie es ein Großteil der Berichterstattung in den kommenden Wochen und Monaten tun wird.

Dies ist ein Artikel, welcher seit Jahren im Entstehen begriffen ist, obwohl ich nie gedachte hätte, dass es eine revolutionäre Online-Verpflichtung geben würde, Namen zu nennen und sich gegen #Vergewaltigung (#Tajavaz), #sexuelle Belästigung (#Azar-e Jensi) und #Straftäter (#Motajaves) auszusprechen. Die mutigen Frauen, die sich – im Gegensatz zu mir – gegen ihre Schänder ausgesprochen haben, hätten wahrscheinlich genauso wenig damit gerechnet. Es ist jetzt schon über zwei Wochen her: immer noch strömen Hashtags durch das Internet, die weitere Namen nennen, und es scheint nicht so, als würden sie bald aufhören. „Lasst und einen ‚Hashtag Sturm‘ aufbauen“, hieß es in einem Tweet.

Als Medienanthropologin und Akademikerin der Geschlechterforschung habe ich diesen Ausbruch von Wut und Schmerz von Anfang an verfolgt, aber ich merkte, wie schwierig es für mich war, damit anzufangen, darüber zu schreiben, da es zum Teil meine Geschichte ist – die Geschichte meiner acht Jahre als Journalistin im Iran. Es hat mich nicht überrascht, viele Namen von Männern zu sehen, die ich nie wagte, für ihre Handlungen anzuprangern, von denen ich viele als Kollegen und Freunde betrachtete, die „wohlwollende“ sexuelle Anspielungen und/oder Annäherungsversuche machen würden, die einem sagen würden, man solle „lockerer“ werden, nicht „provinziell“ oder „altmodisch“ sein – unter Verwendung eines Diskurses, der die befreite großstädtische Moderne – nicht (wohlgemerkt) Religion oder Tradition – mit weiblicher sexueller Unterordnung assoziiert. Man erwartete von mir wiederum, dass ich „aufgeklärt“ und „modern“ genug sei, all dies als männlichen Scherz zu betrachten, um ihre Gefühle zu schützen.

Es hat eine dramatische Veränderung dessen gegeben, worüber man jetzt sprechen kann und in welchen Kontext es gesetzt wird. 2018, nach den Enthüllungen von Harvey Weinstein, veröffentlichte Sharq (The East), eine berühmte Mitte-links Zeitung im Iran, einen Artikel von Mahzad Elyassi. Dies war der erste Artikel, der nicht nur #MeToo wiederspiegelte, sondern auch eine lokale Verbindung herstellte und Elyassis eigene Erfahrung teilte, wie sie als 21-Jährige Anfang der 2000er Jahre sexuelle Avancen eines berühmten iranischen Filmregisseurs abwehren musste, der in dem Artikel nicht genannt wurde.

In unseren Gesprächen der letzten Tage, als ich sie nach den Reaktionen auf ihr Stück damals fragte, sagte sie mir, die Resonanz sei im Grunde gleich null; eine Frau teilte ihre eigene Geschichte mit, wollte sich aber nicht äußern. In einen Nachfolgeartikel einige Zeit später kam Elyassi zu dem Schluss, dass „wir (Iraner) vielleicht noch nicht bereit dafür sind“, dass #MeToo, zumindest zu dem Zeitpunkt, nur für privilegierte Weiße war. Wie sie darauf hinweist, scheint die gegenwärtige Bewegung im Iran tatsächlich Frauen sowohl aus kleineren als auch aus größeren Städten einzubeziehen und umfasst eine Reihe von politischen wie auch wirtschaftlichen Hintergründen. In diesem Sinne ist sie stärker intersektional als die ursprüngliche Bewegung von 2018.

Der erste Hashtag-Sturm wurde Anfang August schnell um zwei Fälle herum aufgebaut, der zweite betraf einen international bekannten Künstler, einen jener „nationalen Schätze“, die im Iran meistens Männer sind. Diese Fälle lösten Empathie, aber auch Wut über Frauen aus, die „mehr Follower“ wollen, die „Aufmerksamkeit suchen“ und „alles tun, was nötig ist“ – was in diesem Fall vorsätzlich „Lügen“ und das Erfinden von Geschichten bedeutete.

Diese Beleidigungs- und Missbrauchsmuster sind bekannt. Es handelt sich um „toxische Männlichkeit“, um den bekannten Begriff zu verwenden, als einem integralen Bestandteil der vermittelten globalen Kultur. (Dies setzt natürlich voraus, dass es innerhalb des Geschlechtssystems eine „gesunde“ Männlichkeit gibt oder gab, im Gegensatz dazu, ein „gesundes“ menschliches Wesen zu werden). Es spricht für die Idee der „populären Frauenfeindlichkeit“, wie Sarah Banet-Weiser sie genannt hat, die den „populären Feminismus“ in der globalen „Ökonomie der Sichtbarkeit“ der Medien begleitet.

Anders als in der USA handelte es sich bei den ersten Enthüllungen mit dem Hashtag #rape jedoch nicht um eine einflussreiche Berühmtheit, sondern um einen Kunsthochschulabsolventen und Buchhandelsassistenten, der später von der Polizei verhaftet wurde. Dieser „gewöhnliche Kerl“ lud weibliche Kollegen und Freunde zum Essen und Trinken mit hausgemachtem Wein ein und nutze die Gelegenheit, ihnen eine Droge in ihr Getränk zu schütten. Die Frauen wachten in seinem Bett auf, ohne sich an viel von der vorangegangen Nacht zu erinnern. Eine Frau berichtete von ihrem Scham, ihrer Angst und der Tatsache, dass sie jahrelang geschwiegen hatte.

Innerhalb weniger Stunden kam es zu einem Ausbruch ähnlicher Geschichten, wobei Frauen erzählten, wie er sie danach verbal erniedrigte. Als die Polizei schließlich beschloss, einzugreifen und die Opfer zu ermutigen, sich zu melden, musste sie ausdrücklich festhalten, dass sie keine Personen wegen illegalen (unverheirateten) Sex oder Alkoholkonsum festnehmen würden, so dass sich niemand Sorgen machen musste.

Angesichts der Tatsache, dass die Islamische Republik eine politische Institution ist, die die Scharia anwendet und Frauen zwingt, sich öffentlich zu verschleiern, löste dieser Ansatz in den sozialen Medien eine heftige Debatte darüber aus, wie man mit einem politisch regressiven System in einer Weise umgehen kann, die nicht die vollständige Ablehnung seiner Forderungen beinhaltet. Eine weitere, viel diskutierte Komplikation war die wahrscheinliche Folge, wenn die Vorwürfe gegen den Mann aufrechterhalten würden, da die gesetzliche Strafe für Vergewaltigung die Hinrichtung ist.

Zuerst waren die Antworten auf diesen Fall, sowohl von Männern als auch on Frauen warmherzig einfühlsam und mitfühlend gegenüber den Opfern – es gab nur sehr wenige „sie hätten es merken müssen“ Kommentare oder Aussagen, dass eine Einladung zum Tee- oder Weintrinken nur ein anderer Ausdruck für „Netflix and chill“ ist. Innerhalb weniger Tage gab es neue Hashtags, wie z.B. #sexuelleBelästigung, bei denen Frauen Geschichten von Übergriffen und Misshandlungen posten, die eine viel „alttäglichere“ Qualität hatten. Während dieser zweiten Welle kam es zu einer Veränderung der emotionalen Atmosphäre, zu neuen Streitigkeiten in  den Online-Kommentaren.

Dieses Mal gab es viele Kommentare, vor allem, aber nicht ausschließlich von Männern, die darauf hinwiesen, dass „Frauen es zu weit treiben“ – dass Frauen normale sexuelle Annäherungsversuche als Belästigung „missverstehen“, neben Bemerkungen in der Art von: „Wenn sie nicht wollte, dass ich sie küsse, warum hat sie das nicht deutlich gesagt“. Die Phrase „verharmlose es nicht“ wurde auf verschiedenen Plattformen üblich und zog rhetorisch eine Grenze zwischen Vergewaltigung als ernsthafte Angelegenheit und Behauptungen über sexuelle Belästigung, die nicht nur als weniger schwerwiegend, sondern auch als Inszenierung eines Anspruchs auf eine „unverdiente“ Opferrolle dargestellt wurden.

Nichtsdestotrotz verfeinert die Bewegung ständig ihre Strategien und bildet sich als Reaktion darauf weiter. Am 25. August begannen Geschichten über einen früheren Chef von mir in Umlauf zu kommen, der ihn beschuldigte, Frauen unter Druck gesetzt zu haben, damit sie Sex mit ihm hatten. Als Antwort auf diejenigen, die einwandten, dass die Frauen nicht gezwungen wurden, mit ihm zu schlafen, gab es häufig Kommentare über den Zwang, der sich aus „ungleichen Machtverhältnissen“ ergibt. Die Menschen erinnern sich gegenseitig ständig daran, nicht die Schuld als Opfer bei sich zu suchen.

Trotz oder wegen ihrer Unterschiede fühlen sich Frauen im ganzen Iran – und in der Diaspora – solidarisch miteinander, was dadurch ermöglicht wird, dass man über den Schmerz und das Leid des Frauenseins in einem frauenfeindlichen Umfeld spricht. Wenn in den westlichen Medien bei der Berichterstattung über den Irans die Komplexität fehlt, so fehlt auch die Art der Umfassung, die die globalen, transnationalen Gemeinsamkeiten der Erfahrungen von Frauen mit Unterdrückung und deren Widerstand hervorhebt.

Ich erzähle diese Ereignisse nicht nur, weil Geschichten wichtig sind, sondern weil es darauf ankommt, wer die Geschichten erzählt. Iranische Frauen sind aktive Wissensproduzentinnen; sie suchen nicht nach einer Sprecherin, die ihre Erfahrungen vertritt oder erzählt. Wir lassen uns auch nicht auf exotische Spektakel reduzieren, die für ein westliches Publikum außergewöhnlich verletzlich anmuten.

Sowohl unsere Verwundbarkeit als auch unsere Formen des Handelns als Frauen sind alles andere als einzigartig. Als solche ist diese Bewegung Teil eines globalen Ausbruchs von Wut gegen männliche Privilegien. Wir können ihn als populären Feminismus bezeichnen, als Feminismus der sozialen Medien… aber dieser Feminismus, in dessen Mittelpunkt die individuelle Stimme und die Selbstbefähigung stehen, hat – flüsternd gesagt – eine gewisse Universalität.

„Hashtags sind doch emanzipierend; niemand kann nach dem iranischen #Metoo etwas anderes sagen“, wie jemand getwittert hat. Die Möglichkeiten der sozialen Medien erlauben und ermöglichen zwar viel Privatsphäre – die „Ökonomie der Sichtbarkeit“ hat zum Teil mit Selbstkommodifizierung zu tun -, aber sie birgt auch das Potenzial für marginalisierte Stimmen, eine alternative Öffentlichkeit zu schaffen – eine intime Öffentlichkeit, die auf gemeinsamen Gefühlen basiert und das Persönliche mit dem Politischen und das Nationale mit dem Transnationalen verbindet, um den frauenfeindlichen Erzählungen entgegenzutreten, die versuchen würden, diese Stimmen durch Methoden zum Schamgefühl oder die Drohung, beschämt zu werden, zu ersticken.

Sicher, wie Feministinnen in vielen Ländern seit langem argumentieren, wäre es besser, wenn Frauenrechtlerinnen sich physisch treffen, Strukturen, Forderungen und eine Marschroute vereinbaren, Sprecherinnen und Sprecher wählen könnten, und zwar in einer offenen und demokratischen Art und Weise. Die Möglichkeit der sozialen Medien, schneller und mit mehreren Leuten zu kommunizieren, sollte uns dazu veranlassen, die Kritik an „spontanen“ Bewegungen zu überdenken, die nicht nur von feministischen Aktivistinnen im Iran, sondern von der globalen Linken im Allgemeinen unterschätzt wurde.

Anstelle des Bildes der Islamischen Republik Iran als allumfassende autoritäre Einheit, wie es im Westen so oft gerahmt wird, sehen wir ein viel komplexeres Bild des Kampfes gegen sexuelle Übergriffe und Belästigung. In einem Artikel der Washington Post wurden die Proteste von Frauen als gegen „das Regime selbst“ gerichtet dargestellt. Ja, die Bewegung hat sich innerhalb der Islamischen Republik herausgebildet, aber ihre Orientierungspunkte sind, wie ich argumentiert habe, zu einem großen Teil global und universell: Die Hauptreferentin der Frauen, die sich zu Wort meldet, ist weder der Staat noch das Regime; es sind die sehr frauenfeindlichen und patriarchalischen Strukturen sowohl am Arbeitsplatz als auch in der Gesellschaft, in die das Leben dieser Frauen eingebettet ist. Und ja, zu den Angeklagten gehören Kleriker und Angestellte des staatlichen Rundfunks, aber viele von denen, die in der Schusslinie stehen, haben nichts direkt mit dem „Regime“ zu tun.

In Wahrheit lässt dieser Moment der iranischen Frauen feministische Erzählungen, die Lehren aus dem „liberalen“ Westen ziehen wolle, deutlich als Ladenhüterin erscheinen. In dem Artikel der Washington Post, der von Masih Alinejad, dem bekannten iranischen Menschenrechtskämpfer gegen den Zwangs-Hijab, und der Schriftstellerin Roya Hakakian mitverfasst wurde, ist eine zentrale Behauptung, dass die iranische #MeToo die Illusion entlarvt, dass der Hijab Frauen vor missbrauchenden Männern hätte schützen können – als ob die Frauen, die ihre Geschichten veröffentlichen, dies nicht schon wüssten. Ihr Standpunkt ist im Wesentlichen, dass die Islamische Republik – ausnahmsweise – auf dem Missbrauch von Frauen beruht – als ob Staatsmacht und Patriarchat in den westlichen Ländern oder sogar anderswo nicht miteinander verflochten wären.

Die Rechtstaatlichkeit gelte im Westen, aber nicht im Iran. Dies ist eine irreführende Vereinfachung: Sie leugnet oder reduziert die Komplexität der Bewegung und ihre Ursprünge im Iran – und sie weist gleichzeitig die geschlechtsspezifische und rassistische Problematik der Justizsysteme im Westen zurück. Ich bin misstrauisch gegenüber dieser Besitznahme der iranischen Frauenbewegung für eine politische Agenda, die uns so darstellt, als ob wir immer versuchen würden, aufzuholen und vom Westen zu lernen.

Angesichts der Tatsache, dass #MeToo als Hashtag, eine Bewegung und ein empörender Eindruck im Oktober 2017 in den USA entstand, als Tausende von Frauen sich gegen ihre Missbraucher aussprachen, und dass dies nach dem Protestmarsch für Frauen- und Menschenrechte in Washington im Januar 2017 folgte, der durch Trumps Bemerkungen über das ‚Pussy-Grabbing‘ provoziert wurde, ist allein schon die Verwendung des Begriffs ‚Me Too‘ durch iranische Frauen eine Zurechtweisung für diejenigen, die den Westen als das Reich der Freiheit und den Osten als den Ort der Frauenunterdrückung identifizieren würden. Es ist dieselbe Regierung, die die Rechte der Frauen „zur Waffe umwandelt“ (wie Niki Akhavan es 2018 formulierte), um den Iran aus ihren eigenen geopolitischen Gründen als einen einzigartig repressiven Staat darzustellen.

Was hat dies für die Frauenbewegung gegen den sexuellen Missbrauch weltweit zu bedeuten? Zunächst einmal muss jede transnationale feministische Solidaritätsbewegung, die ihr Salz wert ist, anerkennen, dass die „Barbarei“ zu Hause beginnt, wo auch immer das ist – und „zu Hause“ kann sowohl im persönlichen als auch im nationalen Sinne verstanden werden. Dabei müssen zwei Dinge hinter sich gelassen werden: Erstens der „weiße Retter“-Komplex – die Vorstellung, „braune Frauen vor braunen Männern zu retten“; zweitens ein vorgetäuschter „antiimperialistischer“ Nativismus, der seine unterdrückerische Agenda als „Authentizität“ „unserer“ Traditionen ausgibt.

Wir brauchen eine globale Solidaritätsbewegung, die effektiv zwischen „Heimat und Welt“ vermittelt (um Rahul Rao in Anlehnung an Rabindranath Tagore zu zitieren), die den nationalen Partikularismus verachtet, aber nicht den Fehler macht, all ihr Vertrauen in eine liberale internationale Ordnung zu setzen, die seit jeher eine Dimension kolonialer Gewalt beinhaltet. Wie Frantz Fanon erkannte, baut die internationale Solidarität auf einem Dialog mit und zwischen den Auseinandersetzungen auf nationaler Ebene auf. [IDN-TiefenNews – 15. September 2020]

Von Sara Tafakori, der Artikel wurde auf openDemocracy erstveröffentlicht. Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Maria Kaschner vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!


Sara Tafakori hat vor kurzem ihre Doktorarbeit an der Universität von Manchester, Großbritannien, abgeschlossen, wo sie auch über die Politik von Geschlecht und Sexualität im Nahen Osten lehrte. Sie wuchs im Iran auf und lebte dort, wo sie als Journalistin und Reporterin für nationale Zeitungen und Zeitschriften arbeitete.

Kategorien: Gender und Feminismen, Kultur und Medien, Meinungen, Menschenrechte, Mittlerer Osten
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