Hate News vs. Free Speech – Polarisierung und Pluralismus in den georgischen Medien

09.12.2020 - Pressenza Berlin

Hate News vs. Free Speech – Polarisierung und Pluralismus in den georgischen Medien

HATE NEWS vs. FREE SPEECH bringt Journalisten, Aktivisten und Medienexperten aus Georgien und Deutschland zusammen, um Strategien zur Bekämpfung von Fehlinformationen, Hassreden und der Manipulation durch soziale Netzwerke sowie zur Stärkung der Meinungsfreiheit zu diskutieren.

Im Rahmen des 2020-Projekts „HATE NEWS vs. FREE SPEECH: Polarisierung und Pluralismus in georgischen Medien“ arbeiten Disruption Network Lab und die georgische Non-Profit-Organisation Regional Democratic Hub – Caucasus an einem Programmaustausch zwischen Deutschland und Georgien zusammen.

Medien sind in Georgien stark polarisiert. Die Mehrheit der Bevölkerung nennt nach wie vor die traditionellen Medien als Hauptinformationsquelle, wobei die politischen Einflüsse offensichtlich sind. Im Zeitalter der sozialen Medien hat sich der Informationszyklus jedoch beschleunigt, so dass die Kontrolle der traditionellen Medien über die tägliche Berichterstattung geschwächt wurde.

Trotz des Aufkommens pluralistischer Medien spaltet die politische Polarisierung die Gesellschaft in zwei Teile, was sich auf die sozialen Medien auswirkt, die versuchen, die öffentliche Agenda zu bestimmen. Soziale Medien werden oft als Instrument zur Verbreitung von FakeNews und falschen Informationen benutzt, um die Gesellschaft zu manipulieren und zu beeinflussen.

Auch angesehene Medien vernachlässigen oft die ethischen Grundsätze der Medien. Hassnachrichten und Hassreden in verschiedenen traditionellen und nichttraditionellen Medien sind keine Seltenheit. Am deutlichsten wird dies in den Wahlperioden, die fast jedes Jahr abgehalten werden.

Was verursacht polarisierten Pluralismus? Woher kommt das Problem und was sollte getan werden, um die Medien sowohl allgemein anerkannt als auch ethisch vertretbar zu machen? Welche Art von Regulierungs- und Selbstregulierungsmechanismen gibt es, um Fehlinformationen, Hassreden und die Manipulation sozialer Netzwerke zu verhindern? Medienexperten aus Georgien und Deutschland werden auf dieser Konferenz gemeinsam an der Beantwortung dieser Fragen arbeiten.

Im anschließenden Workshop „Anatomie einer Verschwörungstheorie“, der die Bildungsveranstaltungen des Projekts abschließt, werden die Teilnehmer aus Tiflis und Berlin zahlreiche Beispiele bekannter und weniger bekannter Verschwörungstheorien aus aller Welt recherchieren und analysieren, um zu verstehen, warum sie funktionieren, warum sie sich so schnell verbreiten und welche Strategien ihre Wirkung verringern könnten.

Die Redner: Nata Dzvelishvili (Exekutivdirektorin bei Indigo Publishing, GE), Tamar Kintsurashvili (Exekutivdirektorin der Media Development Foundation, außerordentliche Professorin an der Ilia State University, GE), Nino Rizhamadze (Leiterin des Social Media Monitoring Project, Internationale Gesellschaft für faire Wahlen und Demokratie, GE), Micheil Benidse (Chef der Partei, Georgia Information Integrity Program bei Zinc Network, GE), Rafael Goldzweig (Forschungskoordinator, Democracy Reporting International -DRI, DE), Eka Rostomaschwili (Koordinatorin für Advocacy und Kampagnen bei Transparency International, GE/DE), Giorgi Tabagari (Bürgeraktivist, Direktor von Tbilisi Pride, GE), Nino Danelia (Leiterin der Abteilung für Journalismus und Medienforschung an der Staatlichen Universität Ilia, Gründerin der Koalition für Medienanwaltschaft, Gründerin der georgischen Frauenbewegung, GE), Josephine Ballon (Legal Head von HateAid, DE), Varoon Bashyakarla (Datenwissenschaftlerin, Tactical Tech’s Data & Politics Project, DE), Alistair Alexander (Wissenschaftler, Trainerin und Beraterin, IE/DE), Maya Talakhadze (Regionaler demokratischer Knotenpunkt – Kaukasus, GE), Tatiana Bazzichelli (Gründungsdirektorin, Disruption Network Lab, IT/DE), Lieke Ploeger (Community Director, Disruption Network Lab, NL/DE).

Medienexperten aus Georgien und Deutschland werden diese Fragen beantworten.

Konferenz: 12. Dezember 2020 – 11.30-17.30 Uhr. Live aus Studio 1, Kunstquartier Bethanien, Berlin, und Tiflis, Georgien.
Werkstatt: 13. Dezember 2020, 11.00-14.00 Uhr. STATE Studio, Berlin, und Tiflis, Georgien.

Details und Registrierung: https://www.disruptionlab.org/hate-news-vs-free-speech

Kategorien: International, Kultur und Medien, Menschenrechte, Pressemitteilungen
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