Die Henry Jackson Society und die Verflechtungen mit der britischen Politik im Fall Julian Assange

27.09.2020 - Free Assange Committee Germany - Pressenza Berlin

Die Henry Jackson Society und die Verflechtungen mit der britischen Politik im Fall Julian Assange

Wer oder was ist die HJS? HJS steht für „Henry Jackson Society“ – eine neo-konservative, eine rechtsstehende Vereinigung in Großbritannien mit einem weitreichenden politischen Einfluss.

Eines der vorrangigsten Ziele der HJS ist es, den Journalisten Julian Assange für immer mundtot zu machen. Dafür ist ihnen jedes Mittel recht.

Wie weit der politische Einfluss dieses gefährlichen und demokratiefeindlichen Interessenverbandes geht, zeigt sich an der Liste ihrer Mitglieder und derer, die mit dieser Organisation verbunden sind. Die wichtigsten Schlüsselfiguren dieses perfiden, intrigranten und heimlich ausgeheckten Plans sind die folgenden Personen:

  • Der britische Aussenminister Dominic Raab
  • Die britische Innenministerin Priti Patel
  • Die Chef-Richterin in dem Fall Julian Assange, Lady Emma Arbuthnot – ihr untergeordnet ist die den Prozess durchführende Magistratsrichterin Vanessa Baraitser
  • Der ehemalige Verteidigungsminister von Großbritannien Lord James Arbuthnot, der Ehegatte von Emma Arbuthnot
  • Alexander Arbuthnot, der Sohn von Lady und Lord Arbuthnot
  • Sajid Javid, ehemaliger Innenminister von Großbritannien

Es gibt sicher weitere Personen und Organisationen, welche Julian Assange gerne tot sehen möchten.

Doch nun ein kurzer Einblick über die Hintergründe der soeben genannten Personen:

Die britische Innenministerin Priti Patel würde die Auslieferung an die U.S.A. unterschreiben, wenn das in dem aktuell in London veranstaltetem Schauprozess beschlossen werden sollte. Frau Patel war von 2013 bis 2016 neben James Arbuthnot ebenfalls im Leitungsgremium der Henry Jackson Society.

Im Oktober 2019 traf sie in Washington DC William Barr, den Generalbundesanwalt der U.S.A., welcher als Chef des Justizministeriums für die Verurteilung von Julian Assange zuständig ist.

Sajid Javid, der im Sommer 2019 als damaliger Innenminister die Auslieferungsforderung der U.S.A. unterzeichnete, nahm an insgesamt 6 geheimen Treffen in den U.S.A. teil, auf denen u.a. bei einem Glas Champagner die Ermordung Julian Assanges besprochen wurde (z.B. wurde auch darüber diskutiert ihn zu erwürgen).

Die investigative journalistische Organisation „Declassified UK“ deckte auf, dass 2018 ein Mitarbeiter der Henry Jackson Society in der Dienststelle des damaligen Innenministers Sajid Javid angestellt war.

Doch nun zu Lady Emma Arbuthnot, einer schillernden Person.

Sie sorgte dafür, dass Julian Assange am 11. April 2019 (also vor nun fast 1 1/2 Jahren) mit Gewalt aus der ecuadorianischen Botschaft in London gezerrt und in das Hochsicherheitsgefängnis für Terroristen Belmarsh, in London Woolwich, verschleppt wurde.

Die Begründung für die Einkerkerung hieß lapidar: „Wegen des Nicht-Einhaltens von Kautionsauflagen“.

Im September 2019 war diese Strafe schon längst abgegolten. Trotzdem ist Julian Assange weiterhin im Hochsicherheitsgefängnis für Terroristen HMP Belmarsh in London Woolwich eingekerkert.

HMP steht übrigens für „Her Majesty’s Prison“. Die Queen hat sich bisher mit der Begründung, sie würde sich nicht in politische Angelegenheiten einmischen, zu Julian Assange nicht geäußert. Das ist eine interessante Feststellung, denn es wird ja seitens der Anklage immer noch behauptet, es handele sich nicht um eine politisch motivierte Auslieferungsforderung der U.S.A.

Lady Emma Arbuthnot nahm zusammen mit der Handelministerin Liz Truss 2014 an einem 2-tägigen Off-the-Record-Treffen in Bilbao in Spanien teil.

Die Kosten dafür wurden von einer Organisation mit dem Namen Tertulias übernommen, dessen Vorsitzender James Arbuthnot (der Mann von Lady Arbuthnot) war.

Julian Assange wurde später (also nach 2015) von der spanischen Sicherheitsfirma „Undercover Global“ im Auftrag der C.I.A. rund um die Uhr und nach Strich und Faden ausspioniert (sogar auf der Toilette). Der Journalist und Filmemacher Juan Passarelli zeigte in seinem Film „The War on Journalism. The case of Julian Assange“, dass auf allen Fenstern der ecuadorianischen Botschaft Aufkleber angebracht wurden, einsetzbar für die Verwendung eines sogenannten „Long Range Laser Window Bounce Listeners“. Mit diesem System ist es möglich, auf weite Entfernung mit Hilfe eines Lasers Gespräche zu belauschen. Eine weite Entfernung war dafür allerdings gar nicht notwendig, da den Besitzern der der Botschaft gegenüberliegenden Wohnungen großzügige Angebote für eine Anmietung gemacht wurden.

Lord James Arbuthnot saß jahrelang im politischen Gremium der Henry Jackson Society. Genau zu der Zeit, im November 2017, als seine Frau die Anklage wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen gegen Julian Assange vorbereitete, veranlasste er mit Hilfe der Henry Jackson Society eine Erhöhung der Millitärhaushaltes für Großbritannien.

WikiLeaks und Julian Assange wären im dabei sicherlich in die Quere gekommen. Wir können uns nicht des Verdachts erwehren, dass auch Lord James Arbuthnot ein privates Interesse verfolgte, den Investigativjournalisten Julian Assange loszuwerden. Die Machenschaften der Henry Jackson Society wurden schon vorher durch Veröffentlichungen von WikiLeaks offengelegt.

Alexander Arbuthnot steht mit einer vom britischen Geheimdienst gegründeten Firma in Verbindung, deren Großteil der Angestellten ehemalige Mitarbeiter von US-Geheimdiensten sind.

Die britische Regierung unter Leitung von Boris Johnson sieht hinter alledem keinen Interessenskonflikt in diesem absurden kafkaesken Schauprozess um Julian Assange. Jeder klar denkende Mensch kann erkennen, dass die Anklage der U.S.A. versucht, mit einem vorgeschobenen Argument nach dem anderen ihre Anschuldigungen zu rechtfertigen.

Das britische Außenministerium lehnte jahrelang den Asylstatus von Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft ab und bezeichnete ihn wortwörtlich als einen „miserablen kleinen Wurm“.

Am 21. Juli diesen Jahres trafen sich der britische Außenminister Dominic Raab und der Premierminister Boris Johnson mit dem Ex-CIA-Chef und US-Außenminister Mike Pompeo in der Downing Street 10 in London an einem „runden Tisch“, organisiert von der Henry Jackson Society.

Dominic Raab ist neben Priti Patel und James Arbuthnot ebenfalls aktuelles Ratsmitglied in der Henry Jackson Society.

Die HJS wurde durch WikiLeaks Veröffentlichungen als das enttarnt, was sie ist:

Ein verlängerter Arm der US-amerikanischen Geheimdienste mit Sitz in Großbritannien.

Das ist nicht nur Stoff für eine Verschwörung, das IST eine der größten Verschwörungen innerhalb der Regierung eines europäischen Landes, mit sogenannten europäischen Werten, welche sie jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, ja jede Sekunde mit Füßen treten.

Wir von freeAssange.eu für Julian Assange sagen:

STOP!

Wir fordern die sofortige Beendigung des Auslieferungsprozesses gegen Julian Assange und seine sofortige Freilassung, sowie den Rücktritt der gesamten korrupten britischen Regierung.

Die Verfolgung, Verurteilung und systematisch geplante Ermordung des Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Julian Assange muss sofort aufhören und allen verantwortlichen Verschwörern der Prozess vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gemacht werden.


Quellen:

www.dailymaverick.co.za/article/2020-09-04-as-british-judge-made-rulings-against-julian-assange-her-husband-was-involved-with-right-wing-lobby-group-briefing-again+st-wikileaks-founder/

www.dailymaverick.co.za/article/2020-02-21-revealed-chief-magistrate-in-assange-case-received-financial-benefits-from-secretive-partner-organisations-of-uk-foreign-office/

www.opendemocracy.net/en/opendemocracyuk/revealed-uk-home-office-paid-80000-to-a-lobby-group-which-has-funded-conservative-mps/

Kategorien: Europa, International, Kultur und Medien, Menschenrechte
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