Was sind eigentlich Schulden?

11.05.2020 - Claus Meyer

Was sind eigentlich Schulden?
(Bild von smava.de)

Schulden sind immer etwas Unangenehmes, wenn nicht mehr. Schulden leiten sich wohl von Schuld ab. Ein anständiger Mensch macht eben keine Schulden. Staaten machen immer Schulden. Ohne Schulden wäre kein Geld im Umlauf, wir leben in einem Schuldgeldsystem, ohne Schulden kein Geld. Alles Geld ist geliehenes Geld.

Es sind Banken, die dieses Geld aus dem Nichts zaubern und dafür auch noch Zinsen nehmen. Und diesem Schuldgeldsystem haben sich fast alle unterworfen. Staaten können Kredite nie zurück zahlen, so setzt hier Zinseszinseffekt ein, der zu einer exponentielle Steigerung der Gesamtschulden führt. Wenn also versucht wird, die „schwarze Null“ zu schaffen, also keine zusätzliche Neuverschuldung zu schaffen, dann kann nur „Sparen“ die Lösung sein. Sparen bedeutet Einsparungen bei den Geringverdienern und den Armen. Da zeigt sich die Schädlichkeit, die von Jahr zu Jahr zunimmt. Dagegen ist das mit einer stetigen Steigerung vom finanziellen Gewinn der Geldgeber verbunden.

Betrachten wir einmal die Euro-Länder, so sind diese alle hochverschuldet. Griechenland muss deshalb so stark leiden, weil die Kreditgeber deutsche Banken waren und zu deren Rettung wurden die Schulden Griechenland aufgedrückt, mit vielen Sparauflagen verbunden. Erinnern wir uns auch an die Bankenkrise 2008, auch hier hat man die Schulden den Geringverdienern angelastet. Wieder einmal treffen die Schulden die unschuldigen Minderbemittelten, es macht sie zu Sklaven der Geldgeber. Da gerade bei der Staatsverschuldung keine Tilgung stattfinden kann, muss es zu steigenden Zinsen führen. Diese erzwingen immer neue Kredite und nehmen wegen der Zinseszinsen exponentiell zu. Bis vor Kurzem haben alle Euro-Länder einigermaßen versucht, die dort aufgestellten Regeln einzuhalten. Die BRD war sogar stolz auf die schwarze Null, also keine Neuverschuldung.

Und dann kam die Coronakrise. Zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr wurden fast alle Arbeiten und menschliche Kontakte untersagt. Das bedingte die Schließung vieler Betriebe. Es fehlten in Unternehmen die Einnahmen und somit auch die Einkommen der Beschäftigten. Damit nicht gleich Konkurse oder Arbeitslosigkeit die Folge war, wurden jetzt die Schleusen der Gelderzeugung für Kredite oder auch als reine Zuschüsse geöffnet. Das war der Regierung sehr wichtig, sie glaubt, so den Zustand von Wirtschaft und Betrieben zu erhalten. Alle diese Gelder sind von der Regierung als neuen Kredit, also Schulden, gewonnen, mit Zinsen belastet. Über die Tilgung wird nicht nachgedacht und die EZB spielt mit. Wie soll aber die Tilgung überhaupt möglich sein, wenn schon die Altschulden nicht getilgt werden könnten. Die Wirtschaft wird nicht wieder so anlaufen, wie sie abrupt beendet wurde. Weiterhin wird diese Neuverschuldung des Staates auch nicht alle Betriebe retten können, es werden auch einige im Konkurs enden.

Da im Augenblick allein die Eindämmung der Pandemie im Vordergrund der Regierung steht, werden die nicht lösbaren Finanzprobleme einfach ausgeblendet. Auch die Flüchtlingsprobleme sind wie vom Erdboden verschwunden. Noch viel wichtiger wäre es, das Klimaproblem viel stärker in Angriff zu nehmen, es wartet nicht. Nach Ende per Pandemie ist es unmöglich, danach so weiter zu machen wie vor dem Ausbruch.

Da hat sich in allen Ländern ein ziemlicher Schuldenberg aufgebaut, der nicht tilgbar ist und so in einem finanziellen Desaster enden muss. Es geht wie immer zu Lasten der Minderbemittelten und Armen. Da ist zu hoffen, dass die Vernunft siegen und einfach ein Neubeginn mit einem besseren Geldsystem begonnen wird.

Heute darben nur wegen des Geldsystems schon sehr viele Menschen auf der ganzen Welt. Die Coronakrise trägt wesentlich dazu bei, den Wirtschaftskreislauf noch weiter einzuengen. Es kann und darf aber auch nicht alles wieder so laufen wie geendet. Hoffen wir auf die Einsicht, es muss durch etwas Besseres ersetzt werden. Schulden und Schuldzinsen sind die Gründe, die immer wieder Menschen in große Schwierigkeiten gebracht haben, dem muss wirklich ein Ende gesetzt werden.

Dabei bietet sich doch eine ganz Art an, mit Geld umzugehen. Da macht der Staat sich sein Geld selbst ohne Zinsen, er kann ja schlecht die Zinsen an sich selbst zahlen. An Geldmangel scheitern dann keine Aufgaben für die Gemeinschaft. So übernimmt der Souverän selbst die Kontrolle über das eigene gesamte Geld. Und es ist zu erwarten, besser als die heutigen Banken. Heute verwalten es profitorientierte Personen. Ob allen Bürgern wohl klar ist, dass sie mit diesen Schulden belastet sind, wahrscheinlich nicht. Die Schulden haben doch nicht sie, sondern hat die Regierung gemacht. Der einzelne Bürger glaubt, damit nichts zu tun zu haben. Und was verbirgt sich nun eigentlich dahinter. Das ist ein sonderbares Gebilde. Die Regierung macht die Schulden, die Untertanen müssen dafür haften, fühlen sich aber nicht davon betroffen. Dieses Verfahren zieht sich schon Jahrhunderte durch die Welt. Und die Finanzierer bemühen sich eifrig, es dabei zu belassen.

Und so könnte ein Leben ohne Schulden aussehen:

Die Einführung der direkten Demokratie ist Voraussetzung, solche Veränderung einzuleiten. Diese neue Art Geldschöpfung darf nur die Aufgabe einer von der direkten Demokratie gewählten Einrichtung eines jeden Staates sein. Steuern haben allein die Aufgabe, die gesamte Geldmenge zu reduzieren, also zu viel im Umlauf befindliche Gelder abzuschöpfen. Mit Steuern können so Energie vergeudende Gewohnheiten eingeschränkt werden. In der direkten Demokratie obliegt es allen Bürgern, die Verantwortung für das Volkswohl zu übernehmen. So lernen sie wieder das sich kümmern. Mit der Einführung des bedingungslosen Grund-Einkommens ändern sich die Einstellung zu Arbeit und Beschäftigung und dem sozialen Miteinander.

Arbeitslosigkeit, Konjunktur oder Wirtschaftswachstum sind dann kein Thema mehr. Nicht Umsatzsteigerung, sondern allein die Versorgung aller mit dem Wichtigsten ist die Aufgabe der Wirtschaft. Alles kann zur Rettung von Klima und der Natur unter geringster Schädigung im Vordergrund stehen. Eine Freiheit der Medien könnte sicher einen wertvollen Beitrag dazu leisten.

Gerade jetzt sollte ein bedingungsloses Grundeinkommen die Probleme viel besser lösen. Diese vielen Anträge auf Kurzarbeit hätte man einsparen können, so macht man alle zu Bittstellern. Die psychischen Sorgen um den Arbeitsplatz wären erst gar nicht entstanden. Ein wenig weiter gefasst, in den afrikanischen Ländern könnte die Armut dadurch beseitigt werden, das soziale Gewissen reicht sicher noch nicht so weit. Man darf nicht daran denken, dass solch eine Epidemie noch einmal auftreten könnte.

Dieses Schuldgeldsystem hat den Sozialstaat zerstört, noch nie sind die Bürger wie Sklaven in diese völlige Abhängigkeit von der Regierung geraten. Nur so haben Superreichen ihre Macht immer weiter ausgebaut. Das darf nicht so weitergehen. Wann endlich begreift und reagiert die Mehrheit. Das muss eine Verpflichtung gegenüber den Nachkommen sein. Hoffen wir auf die Einsicht und die Macht vieler Bürger.

Kategorien: Meinungen, Politik, Wirtschaft
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