Wirklich zurück in die Welt vor dem Coronavirus?

23.03.2020 - Claus Meyer - Pressenza Berlin

Wirklich zurück in die Welt vor dem Coronavirus?
Banksy Graffiti "Es tut mir leid, dass der von Ihnen bestellte Lebensstil derzeit nicht vorrätig ist." (Bild von Sergey Kozak via flickr)

Da hat doch die Coronakrise einmal aufgedeckt, in welch einem Luxus wir uns heute bewegen. Alle verbotenen oder eingeschränkten Aktionen zeigen, wie viel unnützen Schaden wir der Erde jeden Tag zufügen. Ist es möglich, dass die Erde diese Coronakrise nutzt, um auf sich aufmerksam zu machen und sich zu wehren.

Ob wir wohl daraus lernen werden. Es zeigt, dass ein Großteil unseres Umgangs aus einer Vergeudung von Ressourcen und Energien besteht, Beides müssen wir doch minimieren, um unseren Nachkommen noch einen lebenswerten Umgang zu gewährleisten. Hoffentlich begreift die Mehrzahl der Erdbewohner das. Neben der Bekämpfung dieser Krankheit muss doch jetzt begonnen werden, darüber nachzudenken, wie wir in Zukunft des Miteinander verbessern können. Leider stieren die Medien wie die Maus auf die Schlange und auch die Politik befasst sich nur mit dem aktuellen Zustand. Dass so viele Menschen ihre Freizeit mit solch ideenlosem Entertainment verbringen, muss doch endlich einmal überdacht werden. Hier könnte es doch zu einem wirklichen Neuanfang im Umgang miteinander führen.

Dieser so problembehaftete Allgemeinzustand, die Klimaprobleme werden nicht erwähnt, da gäbe genügend Anlass, jetzt mit Überlegungen zu beginnen, wie wir in Zukunft miteinander umgehen wollen. Die meisten großen Energieverschwender wurden jetzt aufgedeckt. So sollten wir nicht weitermachen dürfen. Eigentlich wäre das Klimaproblem ein Grund, uns Möglichkeiten zuwenden, die nicht mit solchem Energie- und Ressourcenaufwand verbunden sind. Muss nicht wieder die Familie Vorrang vor dieser Sucht nach Technik und Entertainment bekommen. Muss nicht die Natur und deren geschenkte Hilfe viel mehr Wertschätzung erhalten. Muss nicht diese unmenschliche Behandlung von Tieren beendet werden. Der heutige Wirtschaftsliberalismus hat alle guten Ansätze zerstört. Es darf nicht sein, dass wir uns den Luxus leisten und Fachkräfte anwerben, die im Herkunftsland so dringend gebraucht werden.

Sonderbarerweise scheint Geld im Augenblick problemlos zu beschaffen sein. Die EZB wirft mit Geldmengen nur so um sich. Sie möchte jedoch damit Banken retten, die eigentlich heute schon bankrott sind. Dieses Geldsystem gehört zu den größten Schädlingen der Neuzeit und des Neoliberalismus, es hat doch gerade diese Verschwendungssucht angereizt. Dieses Geldsystem hat immer nur zu einer Umverteilung aller Gelder von Arm zu Reich geführt. Durch diese Überbewertung von Geld hat dazu geführt, dass wenige Reiche die Kontrolle der Welt übernommen haben, diese sind aber nur an der Vergrößerung des eigenen Besitzes interessiert.

Mit der Corona-Krise sind alle anderen Krisen scheinbar nicht mehr vorhanden. Da ist die Geld- und Bankenkrise, die Klimakrise und deren Bekämpfung, da ist die Flüchtlingskrise, die nicht mehr zu existieren scheint. Ist das nicht ein Versagen der heutigen Regierungen. Frau Barbara Buchmann nennt es die Torheit der Regierenden.

Jetzt muss das Volk wirklich das Heft in die Hand nehmen, alle Regierenden haben nun schon Jahrzehnte versagt. Sie werden es auch nicht in Zukunft können, solange sie sich diesem Geldsystem unterworfen haben, sie werden davon aber nicht lassen können. Die Untertanen werden weiterhin nur dann zu guten Demokraten deklariert, wenn sie sich den Vorschriften voll unterwerfen. Leider ist die Meinungsfreiheit so weit eingeschränkt, Wir wollen aber doch nicht, dass unsere Nachkommen in ein System gepresst werden, das sich diesem neoliberalen System bedingungslos unterwirft. Wollen wir uns wirklich nur um uns selbst kümmern. Die heutige Krise, in der jeden Tag weitere Einschränkungen und Kontrollen das Gefüge durcheinander gebracht haben, muss der richtige Anlass sein, wieder zu einem menschenwürdigen Dasein zurück zu finden.

von Claus Meyer

Kategorien: Gesundheit, Meinungen, Politik, Wirtschaft
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