Ein Bann ist gebrochen

03.03.2020 - Mark Lesseraux

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Italienisch verfügbar.

Ein Bann ist gebrochen
(Bild von Rafael Edwards)

Für den größten Teil der vergangenen 50 Jahre – also solange ich mich zurückerinnern kann (ich bin 51 Jahre alt), galt eine „rote Linie“ in den USA, die – obwohl kaum direkt thematisiert – nicht zu übertreten war. Diese „Linie“ war die stillschweigende kollektive Übereinkunft, dass alle größeren Veränderungen sich innerhalb eines engen Korridors von Möglichkeiten zu bewegen hatten, die vom de facto allmächtigen „System“ festgelegt wurden. Dieses „System“, diese scheinbar in Stein gemeißelte Ansammlung unausgesprochener Grenzen, umfasst alles von den Medien, über Politik hin zur Kunst und natürlich vor allem alles, was mit der Wirtschaft zusammenhängt … was im Prinzip so ziemlich alles einschließt. Erst bis vor kurzem dachten wir, dass wir keine andere Wahl hätten, als den Vorgaben dieses Systems zu folgen.

Und doch hat sich definitiv seit einiger Zeit etwas verschoben. Es scheint, als wäre ein Bann gebrochen. Ich lasse erst einmal die möglichen Gründe hierfür beiseite und komme direkt zu meiner Wahrnehmung:

Wir, also die USA, wachen langsam auf. Du und ich – wir brauchen keine Umfragen oder allwissende Gelehrte, um uns zu sagen, was wir fühlen, was wir denken sollen oder was wir brauchen. Ich hätte nie geglaubt, dass ich das einmal sagen würde, aber die USA – also wir – haben jetzt die Chance, ein Leuchtfeuer zu werden, das der Welt den Weg ans sichere Ufer weist. Einer Welt, die sich in den dunklen Gewässern der Bedeutungslosigkeit und des „schizophrenen Individualismus“ verirrt hat. Ja, diese Erkenntnis, dieses Erwachen scheint über das provinzielle, über die menschengemachten Grenzen hinauszugehen, die bisher als Mittel von Spaltung und Kontrolle gedient haben.

Die Menschen fangen tatsächlich an zu sehen, dass es der nächste Entwicklungsschritt unserer Spezies ist zu erkennen, dass wir eine weltweite Menschenfamilie sind und dass es unsere Bestimmung ist, einander als solche zu behandeln. Wir können weiter ohne Grenzen lernen und uns entfalten, während wir unsere Diversität zelebrieren und füreinander sorgen. Die Menschen erkennen, dass das die Stellschraube ist, an der wir jetzt drehen MÜSSEN. Es wird auch zunehmend vielen klar, dass wohlmeinende Politiker wie Bernie Sanders das nicht alleine schaffen können, sondern dass wir alle unseren Anteil leisten müssen, um es tatsächlich zu erreichen. Das ist VIEL größer als allein Politik und unser Wahlverhalten. Es geht vielmehr um die Schaffung eines gesamten neuen Wertesystems. Sollte ich es in einem Satz zusammenfassen, so würde ich es so formulieren: Nichts über dem Menschen und kein Mensch unter einem anderen.

Es ist unser gemeinsames Schicksal, auf einander und auf unsere Umwelt zu achten, miteinander zu wachsen. Denn diese „Tendenz“ zu Solidarität und Mitgefühl ist unsere eigentliche menschliche Richtung. Auf dieses Thema möchte ich in künftigen Artikeln näher eingehen.

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Silvia Sander vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!

Kategorien: Humanismus und Spiritualität, Meinungen, Nordamerika, Politik
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