Chile nach 100 Tagen des Protests

28.01.2020 - Santiago de Chile - Redacción Chile

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch, Französisch verfügbar.

Chile nach 100 Tagen des Protests
(Bild von sozialen Netzwerken)

Es kam ein echter Sommerkarneval auf der Plaza de la Dignidad (ehemals Plaza Italia) zusammen, mit bunten Wagen, die den schwarzen Hund Matapacos*, das Modell von La Moneda** und andere Bilder der letzten 100 Tage Kampf des Volkes in Santiago darstellten.

Wie üblich standen die Protestierenden der ersten Linie in den umliegenden Straßen den Carabineros gegenüber, um die gewaltlose und fröhliche Demonstration der Menschen zu ermöglichen. Sie trotzten dem Tränengas, das die Polizei in den Straßen Lastarria und Portugal, nur einige Blocks vom Epizentrum des Protests entfernt, massiv einsetzte.

Eine Kolonne avancierte mit ihren Plakaten vom Hauptgebäude der „Universität von Chile“ und demonstrierte für „NO+AFP“ (nie mehr chilenisches Rentenversicherungssystem) und gegen das Projekt, das die Regierung derzeit erarbeitet. Trotz Schwierigkeiten konnten sie mit ihren riesigen Plakaten auf die Plaza de Dignidad treten und den Standpunkt bekräftigen, den sie schon seit langem vertreten.

Außerdem kamen am Nachmittag mehrere Künstlerkollektive zusammen, die der Demonstration ihre farbigen, freudigen und rhythmischen Noten gaben. Damit trugen sie zu einer gemeinsamen Identität bei und unterstützten den gigantischen Kampf für die Umgestaltung des Systems.

Unter den Tausenden Versammelten schützten die jungen Männer der ersten Linie vor den Carabineros und ermöglichten dem Richter Baltazar Garzón Zugang. Er war gerade heute in Santiago, um am Internationalen Seminar über Menschenrechte teilzunehmen.

*“Negro Matapacos“, auf Deutsch in etwa „Schwarzer Bullenkiller“, war ein chilenischer Hund, der bei den Protesten der Studierenden 2010/2011 in Santiago bekannt wurde.
** „La Moneda“ ist der chilenische Präsidentenpalast und war die ehemalige Münzprägeanstalt Chiles.

Übersetzung aus dem Spanschen von Laura Schlaphorst vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige! 

Die Fotoreportage zeigt Bilder aus sozialen Netzwerken und von den Fotografen Roberto Pérez, Paula Sánchez und Sergio Bastías:

Kategorien: Fotoreportagen, Gewaltfreiheit, Südamerika
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