Der Ecuadorianische Staat zensiert Pressenza Radio International – En la Oreja

12.10.2019 - Quito - Buenos Aires - Santiago de Chile - Putumayo - Redacción Ecuador

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Griechisch verfügbar.

Der Ecuadorianische Staat zensiert Pressenza Radio International – En la Oreja

Wir wurden zensiert. Sie haben mich zensiert. Das Programm, das wir seit fünf Jahren auf dem Radiosender Pichincha Universal machen, darf im Auftrag von Präsident Lenin Moreno nicht mehr ausgestrahlt werden.

Dieser Affront ist der Endpunkt, nachdem die Anweisung erlassen wurde, ausschließlich das wiederzugeben, was im nationalen öffentlichen Radio gesendet wird. Der Grund dafür ist, die Realität weiterhin verfälscht darzustellen und zu verbergen. Nicht nur im Land, sondern auch vor der Welt.

Unser Format hat immer die internationale kontrahegemoniale Agenda in den Vordergrund gestellt und engagierten Aktivist*innen, Analyst*innen und Journalist*innen, die über transformative und anklagende Aktionen auf der ganzen Welt berichten, Stimme und Sichtbarkeit gegeben. Wir können uns rühmen, Protagonist*innen der Kämpfe auf allen Kontinenten interviewt zu haben.

Die Fähigkeit, dem Publikum von Pichincha Universal die Themen von verborgenen Orte näher zu bringen, die aber mit dem Alltagsleben und Werk der Ecuadorianer zu tun hatten, ließ unser Programm immer populärer werden und die Zuhörerschaft immer weiter wachsen.

Eine Kolumbianerin, ein Argentinier, ein Italiener, eine Spanierin und ein Brite haben die internationalen Freitage von „En la Oreja“ geprägt. Verbunden mit Quito, aber auch von Buenos Aires, Santiago de Chile und anderen Orten, aus nah oder fern, aber immer mit einem Blick, der über die Kurzsichtigkeit des konventionellen Journalismus hinausgeht.

Pichincha Universal vertraute uns vor fünf Jahren und tut dies auch weiterhin, trotz der Höhen und Tiefen und Komplikationen, denen die Station im Laufe der Jahre begegnet ist. Ich selbst habe mich um die Rubrik „Die Welt“ gekümmert, die einen universalistischen Blick auf den Newsroom und die Nachrichten bietet. Nach dem Versuch, den Sender Anfang dieses Jahres zum Schweigen zu bringen, haben wir es geschafft zu überleben und sind weiterhin im Äther. Aber die Befehle bleiben die gleichen: Schikanen und Zensur.

Solidarität und Engagement mit dem ganzen großartigen Team von Fachleuten, die in Universal Pichincha arbeiten, und auch mit dem großen Publikum, das uns immer Ermutigung, Dank und sehr interessante Beiträge geboten hat. Niemand gibt hier auf.

Eine sehr große Umarmung, aus tiefstem Herzen,
Mariano Quiroga und die Kolleg*Innen von “Pressenza Internacional – En La Oreja” Nelsy Lizarazo, Domenico Musella und Blanca Diego.

Übersetzung aus dem Spanischen von Jairo Gómez

Kategorien: Kultur und Medien, Meinungen, Südamerika
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