Vom Fliegerhorst zur Friedenswiese II.

15.08.2018 - Onno Oncken - Pressenza Berlin

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch, Katalanisch verfügbar.

Vom Fliegerhorst zur Friedenswiese II.
(Bild von Onno Oncken)

Die zwei Amerikaner und eine Handvoll Aktivisten im Friedenscamp droben in Büchel protestierten auch am 7. August 2018 vor dem Fliegerhorst des Geschwaders 33 weiter für eine Welt ohne Atomwaffen.

Der evangelische Pfarrer Engelke begann seine Fastenaktion schon am 28. Juli. Zu den Gedenktagen von Hiroshima und Nagasaki findet zudem vielerorts ein Protestfasten statt, in den Jahren zuvor beispielsweise in Burgfield in England und in Paris.

Beim Fasten sind nicht alle dabei. Jeder wählt seine Protestform selbst und kann im Rahmen gewaltfreier Aktion oder des zivilen Ungehorsams frei entscheiden, wie weit er oder sie gehen möchte und es mit einer Bezugsgruppe besprechen…

An diesem Dienstag blieb es wegen der überschaubaren Anzahl Demonstranten bei Mahnwachen und einer spontanen einseitigen Blockade des Haupttors, was bei einigen Schwertransportern kurzzeitig Irritationen auslöste.

Im Übrigen fahren viele Soldaten allein im Auto den Berg hinauf. Wer also wütend wird, weil am Verkehrsknoten wieder eine friedliche Versammlung stattfindet und der Verkehr nur im Schritttempo voran kommt, der möge doch auch einmal in Betracht ziehen, dass Fahrgemeinschaften oder eine Busfahrt durchaus entlasten.

Allen Beteiligten ist bewusst, dass 2000 Arbeitsplätze in Büchel eine große Nummer ist. Wir wollen jedoch keine Atomwaffen, diese sind keine Verteidigungswaffen und verfehlen damit zunächst einmal ihren Zweck. Der gemietete Bauzaun vor dem Haupttor, der unnötige Steuergelder verschwendet und es den Demonstranten erleichtert die Zufahrt zu blockieren, ist ebenfalls absurd. Wer das nicht glaubt, möge sich doch mal vom Kommandanten die Spritkosten für die Hubschrauber Suchaktion erklären lassen, die durch das Eindringen auf das Gelände in die Höhe getrieben wurden. Man darf im Übrigen auf das gerichtliche Nachspiel gespannt sein.

Zweiter Tag nach dem Hiroshima Gedenktag:

Am Mittwoch waren einige stetig gegen den Krieg engagierte Menschen oben am Fliegerhorst in Büchel. Sie versuchen ihre Steuern nur für Friedensarbeit und nicht für Rüstung und Krieg einzubehalten und fordern hingegen eine Friedenssteuer. Das heißt im weitesten Sinne, das Recht, dass jeder frei entscheiden darf, ob seine Steuern für militärische Zwecke und Rüstung genutzt werden oder eben nicht. Der Fiskus reagiert hier mit rigiden Pfändungen. Mit dabei waren auch ein Pärchen Quäker.

Das Haupttor wurde während des Schichtwechsels komplett blockiert. Bundeswehr und Army Angehörige müssen diese Kritik aushalten und die Politik ist an ihre Versprechungen gebunden oder es wird an empfindlicher Stelle eben Öffentlichkeit hergestellt.

Die nukleare Teilhabe ist keine Pflicht!

Vom Fliegerhorst zur Friedenswiese I.
Vom Fliegerhorst zur Friedenswiese III.

Kategorien: Frieden und Abrüstung
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