Unter dem Motto „Frauen und indigene Frauen in Lateinamerika – auf dem Weg zu Gleichstellung und Demokratie“ kamen in Guatemala rund hundert weibliche Führungskräfte aus dem Gastgeberland sowie aus Bolivien, Mexiko, Chile und Costa Rica zusammen. Während der zweitägigen Konferenz analysierten die Teilnehmerinnen die aktuelle Lage und hielten fest: Die Gleichstellung sowie die politische Alternanz und Inklusion von Frauen und indigenen Frauen und Völkern sind eine dringende historische Forderung.

In Guatemala stellen Frauen 51 % der Gesamtbevölkerung und sogar 54 % der Wahlberechtigten. Obwohl sie die Mehrheit bilden, sind von den derzeit 160 Abgeordneten der aktuellen Legislaturperiode nur 32 weiblich – und nur eine einzige von ihnen ist indigener Herkunft.

Zum Abschluss der Veranstaltung (ein kurzes Video auf Spanisch finden Sie hier) forderten die guatemaltekischen Führungskräfte die sofortige und wirksame Verankerung der Grundsätze von Parität, Alternanz und der Einbeziehung indigener Völker im Wahl- und Parteiengesetz. Zudem verlangten sie ein Ende der politischen Gewalt gegen Frauen in all ihren Formen, einschließlich rassistischer, symbolischer und digitaler Gewalt. Ihr Appell war unmissverständlich:

„Wir sind die Realität – wir fordern Parität! Hälfte der Macht – für uns gedacht!“. Ohne Frauen und indigene Frauen gibt es keine Demokratie!

Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde von Kornelia Henrichmann vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!