Anlässlich des Internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten findet am 12. Februar 2026 vor dem Brandenburger Tor (Mittelinsel Pariser Platz) in Berlin eine Kunstaktion mit Kundgebungen statt. Der Aufbau der Installationen beginnt um 13 Uhr, die Kundgebungen starten ab 15 Uhr.

Organisiert von DonnerHerzig. Mitwirkende sind:

  • Friedensglockengesellschaft Berlin V.
  • Terre des Hommes
  • IWPG International Women’s Peace Group Berlin
  • Ute Bella Donner (Aktionskünstlerin); Umbrella Peace Art mit Installationen und Mitmachaktionen
  • Kani Alavi, Initiator der Künstlerinitiative East Side Gallery, wird ein großflächiges Bild
  • Pablo Gomez, Artivisten V.

Wie ein mahnendes Stoppschild lenkt das Zeichen der roten Hand die Aufmerksamkeit auf eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen:

Das in Artikel 2 Absatz 4 der Charta der Vereinten Nationen verankerte Gewaltverbot sowie zahlreiche weitere Bestimmungen der UN-Charta und der UN-Kinderrechtskonvention (KRK) werden täglich missachtet und gebrochen. Schwere und schwerste Verstöße gegen diese grundlegenden Normen werden nahezu jeden Tag öffentlich bekannt.

Laut Schätzungen werden weltweit etwa 250.000 Minderjährige von Armeen und bewaffneten Gruppen als Kindersoldatinnen und -soldaten missbraucht. Viele von ihnen werden zu Gräueltaten gezwungen.

Kinder gelten in den Augen von Rekrutierenden als „pflegeleichter“ und „kostengünstiger“ als erwachsene Soldat:innen. Sie lassen sich leichter manipulieren und können sich kaum zur Wehr setzen. Häufig werden Kinder mit Gewalt zum Kämpfen gezwungen; viele schließen sich jedoch auch aus Armut und Perspektivlosigkeit „freiwillig“ einer Armee oder bewaffneten Gruppe an. Besonders Mädchen und junge Frauen sind betroffen: Sie werden häufig Opfer sexualisierter Gewalt, und viele werden zu Zwangsehen mit Kämpfern gezwungen. (https://www.bmz.de/de/service/lexikon/kindersoldaten-14596)

Laut Deutschem Bundestag (Drucksache 21/2430) dienten mit Stand August 2025 ca. 1.500 Kindersoldatinnen bei der Bundeswehr.

Wir unterstützen die vordringlichen Empfehlungen des UN-Kinderrechtsausschusses: Anhebung des Alters für den Eintritt in die Bundeswehr und ein Werbeverbot gegenüber Kindern, die bessere Unterstützung von geflüchteten ehemaligen Kindersoldat*innen und ein Verbot von Waffenexporten in Länder in denen Kinder rekrutiert werden (vgl. UN-Kinderrechtsausschuss, Absatz 45).

Organisatoren: Ute Bella Donner und Roland Herzig Pressekontakt: freundefuerfrieden@gmx.de
0176 344 816 53, Ute Bella Donner
0157 820 028 78, Roland Herzig

Fotos: Roland Brecht, Ute Bella Donner