Black History – Meine Gegenwart – Unsere Zukunft

23.02.2021 - Mabelle Freyer - Pressenza Muenchen

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch verfügbar.

Black History – Meine Gegenwart – Unsere Zukunft


Prolog.
 
Genauso wie du, musste ich
mich gegen Millionen von
anderen Samenzellen
durchkämpfen.
Genauso wie du, wuchs und
gedeihte ich, 9 Monate lang,
unter dem Herzen eines
weiblichen Menschen.
Genauso wie du, betrat ich die
Welt rein und frei von jeglichen
Sünden.
Aber weißt du was uns eventuell
unterscheidet?
Unsere Blutgruppen aber nicht
die Farbe dieser.

Diese Welt gehört Ihnen. Wir dürfen darin leben, sofern wir es uns verdienen.

Diesen Satz habe ich schon mal in einem Buch gelesen.
Jedes Mal schießen mir dir Haare aus der Haut und ich bin den Tränen so nah, zu nah.
Muss ich denn wirklich meinen Töchtern noch Heute beibringen, dass JEDER das Recht auf ein Leben, ganz ohne Demut und Erniedrigung, ganz ohne Ausgrenzung und Gewalt, ganz ohne Angst und Zensur, ganz ohne Rassismus… hat?

Wie kann das sein, dass ich heute als schwarze junge Frau hier stehe und gewisse Emotionen diesbezüglich jedes Mal in mir dominieren?

Zum einen bin ich verdammt stolz, auf die diversen schwarzen Idole und Pioniere, die mir auf unzähligen goldenen Tabletts serviert werden.
Ich darf mich an ihrer Willenskraft orientieren und denen für die Ewigkeit dankbar sein. Was sie bislang erreichen konnten, verleiht mir heute ein um Längen privilegierteres Leben.

Nichtsdestotrotz schmerzt mich unendlich sehr, dieser unzumutbare Weg bis hierher.
Dabei ist das eigentliche Ziel noch so unwissend weit entfernt.

In der Generation unserer Eltern war das imaginäre Buch der schwarzen Historie noch stramm mit einer Kordel voller Dornen umschlungen und fest gespannt.
Jeder der sich bislang traute, dieses Buch in die Hand zu nehmen oder sogar zu entfesseln, war bereit mit blutender Hand der Wahrheit ins Auge zu blicken und dem ein Ende zu setzen.
Gewaltfrei nach Harmonie, Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt zu streben.
Danke.

Genauso wie meine Brüdern, Schwestern, Onkel und Tanten, habe ich heute die Chance, mich dafür zu positionieren, wofür ich lebe.
Egal ob durch Kreativät, Talent, Durchhaltevermögen, Intelligenz, Lebensfreunde oder ein Leben ganz ohne Maske, es liegt einzig und allein in meiner Hand.

Diese Geschichte ist so wert- und scherzvoll zugleich.
Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt.
Diese Geschichte ist so unglaublich lehrreich.
Diese Geschichte markiert diese eine Pointe.
Diese Geschichte fing unzumutbar an und endet bedingungslos geliebt.


Über die Autorin: Mabelle Freyer, 24, reflektiert als Content Creator auf Instagram ihre innere und äußere Erfahrungswelt als junge Frau, Mutter von zwei Kindern, Weltbürgerin aus Deutschland mit afrikanischen Wurzeln.
Der vorliegende Beitrag entstand im Kontext des diesjährigen Black History Month.
Kategorien: Gewaltfreiheit, Kunst, Menschenrechte, Migranten, Vielfalt
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