Die Alten sind schuld

29.10.2020 - Claus Meyer

Die Alten sind schuld
(Bild von Gerd Altmann auf Pixabay | CC0)

Ich gehöre zu den Älteren und fühle mich mitverantwortlich für das heutige Verhalten der Menschheit.

Nach Ende des Krieges war die erste Aufgabe, Trümmer zu beseitigen und Wohnungen und Betriebe wieder herzustellen. Arbeitslose gab es so gut wie gar nicht, jedoch kümmerten sich die Männer um die Versorgung und die Frauen um Familie und Haushalt. Allgemein konnte man von einer gewissen Zufriedenheit aller ausgehen. Das Familienleben stand dabei immer im Vordergrund. Wer wirklich einmal arbeitslos war, wurde durch ein echtes Arbeitslosengeld entschädigt. Wie zu erwarten, stellte man dann immer mehr den Fortschritt in den Vordergrund und merkte dabei nicht, dass das soziale Miteinander immer mehr vernachlässigt wurde. Hier beginnt das große Versagen, das menschliche Miteinander wurde gegen Entertainment und technischen Fortschritt getauscht, je mehr, desto besser. Leider machten damals keine großen Geister darauf aufmerksam, dass hiermit ein menschliches Versagen der Psyche aller vorgelegen hat. Man wurde stolz auf das Wirtschaftswunder. Man glaubte, durch immer mehr Technik die Freude am Leben zu verbessern.

Welche riesigen Veränderungen zwischenzeitlich stattgefunden haben, ist wohl Vielen bis heute noch nicht klar geworden. Die Steigerung des Brutto-Sozial-Produkts war der große Aufhänger. Damit verbunden war eine notwendige Zunahme von Leistungen, nur um das Vermögen Weniger zu vermehren. Das Großkapital war und blieb immer der große Gewinner. Viele Arbeiten sind dann durch Maschinen und durch die Digitalisierung übernommen worden. Alle Einkommen wurden so aufgeteilt, dass alle Unselbständigen immer in der Angst leben müssen, den Arbeitsplatz zu verlieren. Die sozialen Leistungen des Staates werden so gering gehalten, um die Faulpelze zu Arbeiten zu zwingen, die sonst keiner machen möchte. Gleichzeitig hat das Großkapital immer mehr Kleinbetriebe vernichtet, eine Steigerung von Lohnabhängigen.

Vor lauter Arbeitseifer ist dabei manchmal ein Luxusleben entstanden, das rücksichtslos Natur und Erde ausbeutet. Auf der Strecke geblieben ist das soziale Miteinander, der Kontakt fand hauptsächlich nur noch über digitale Medien statt und man war auch noch stolz, wie viel Varianten hier möglich sind. Das ist das große Versagen der Alten, auch sie hatten keine Zeit, die sozialen Kontakte zu pflegten. Sie waren leider nicht in der Lage, Menschen weiterhin zu sozialen Wesen zu wandeln, viel wichtiger war Wirtschaftswachstum und Brutto-Inlands-Produkt.

Die Oberschicht, hauptsächlich gebildet aus den ganz Wohlhabenden, kann so heute durch die große Umverteilung sogar Regierungen beeinflussen, sie können festlegen, wie gut es den unterschiedlichen Schichten gehen soll. Ausgezeichnet hat sich dafür das heutige Geldsystem erwiesen. Jeden Tag werden neue Gesetze zur Eindämmung abweichender Meinungen erlassen, so kann man ein Volk zu guten Untertanen erziehen. Der neue Ausdruck dafür ist „Betreutes Denken“. Die gewünschte Einheitsmeinung wird von einkommensabhängigen Mitarbeitern der Medien geschaffen, die nur so ihren Arbeitsplatz erhalten können.

Die Entartungen nehmen immer weiter zu. Da beschließt die NATO in Zeiten der Klimakrise sich für einen Weltraumkrieg mit großen finanziellen Mitteln vorzubereiten. Da werden wegen der Pandemie Firmen unterstützt, die gerade zu den größten Klimaschädlingen gehören. Aber kein Aufschrei aus dem Volk, es ist wirklich dressiert, alles hinzunehmen. Mit ein wenig mehr Vernunft hätte die Pandemie der Anlass für die Umstellung sein können, um das zu verändern, dass das Klimaproblem statt Unterhaltung und Luxus im Vordergrund stehen müsste. 50% aller Tierarten sind von Menschen ausgerottet worden. Die EU betreibt gerade alles, um auch noch die Landwirtschaft zu zerstören, mit riesigen Geldmitteln soll sie nach ihren Wünschen gestaltet werden. Als ob die Landwirte nicht viel besser wüssten, was gute Bodenbearbeitung bedeutet.

Also Entartung auf ganzer Linie. Es darf aber doch nicht sein, dass Natur und Boden nur wegen des Menschen in so kurzer Zeit ruiniert wurde, dass Menschen sich nur noch über elektronische Hilfsmittel miteinander verständigen, dass menschlichen Kontakten so wenig Wert beigemessen wird.

Wenn nicht kurzfristig eine Gesinnungsänderung eintreten wird, dann muss man große Bedenken haben, ob wohl unsere schon lebenden Nachkommen Schwierigkeiten beim Überleben haben werden.

Wenn wir das doch begreifen würden, wäre viel gewonnen. Ist das nicht ein Zeichen von großem Luxus und auch Dekadenz, wenn Menschen nur noch durch finanziell vergütete Unterhaltung ihre Freizeit verbringen müssen, weil ihnen nichts Besseres einfällt. Wenn trotz der bestehenden vielen Unterernährten andere unbedingt die Nachbarplaneten anfliegen wollen, sie sollten sich echt schämen.

Kategorien: Europa, Meinungen, Ökologie und Umwelt, Wirtschaft
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