Die UN fordert mehr Unterstützung für die grüne Mauer Afrikas

11.07.2020 - Rom - Inter Press Service

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch, Französisch verfügbar.

Die UN fordert mehr Unterstützung für die grüne Mauer Afrikas
Ein 8.000 Kilometer langer aufgeforsteter Streifen kann Afrika wie eine grüne Mauer durchqueren, um das Fortschreiten der Wüstenbildung aufzuhalten, den Klimawandel einzudämmen und die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen zu verbessern. (Bild von UNCCD)

Die UN verkündete, dass die Bemühungen um die Errichtung der Grünen Mauer, einer Initiative zur Wiederherstellung von rund 100 Millionen Hektar verwahrloster Landschaften in Afrika, einen größeren politischen Willen und weitere Geldmittel erfordern.

„Wir müssen eine grüne und nachhaltige Wirtschaft fördern, und zusätzlich müssen wir die Wiederherstellung und den Nutzen, den sie für die Lebensgrundlagen bringt, vergrößern“, sagte FAO- Direktor Qu Dongyu.

Die FAO und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen betrachten die Grüne Mauer als das wichtigste Programm für nachhaltige Entwicklung, das auf dem afrikanischen Kontinent als Antwort auf die Herausforderungen der voranschreitenden Wüstenbildung und des Klimawandels umgesetzt wird.

Es handelt sich dabei um ein im Jahr 2007 von der Afrikanischen Union ins Leben gerufenes Programm, an dem 20 ihrer Mitgliedstaaten beteiligt sind und das darauf abzielt, bis 2030 rund 100 Millionen Hektar in einer Länge von 8000 Kilometern entlang der südlichen Sahara und der Sahelzone, dem halbtrockenen Gürtel, der den Kontinent von Senegal bis Dschibuti durchzieht, aufzuforsten und wiederherzustellen.

Das Programm hat zum Ziel durch die Schaffung von 10 Millionen grünen Arbeitsplätzen und die Speicherung von 250 Millionen Tonnen Kohlendioxid, den Klimawandel und den Verlust der biologischen Vielfalt einzudämmen und gleichzeitig das Leben von Millionen Menschen zu verbessern.

Bis heute wurden 20 Millionen Hektar Land wiederhergestellt. Um das geplante Ziel bis 2030 zu erreichen, müssten jedes Jahr mindestens 8,2 Millionen Hektar Land wiederhergestellt werden, was geschätzte jährliche Kosten von 3.6 Milliarden Dollar verursacht.

Zu den bereits erreichten Errungenschaften gehört die Wiederherstellungsinitiative mit einer massiven Anpflanzung von Bäumen auf 15 Millionen Hektar verwahrlostem Land in Äthiopien, begleitet von Programmen zur Verbesserung der Landbesitzverhältnisse.

In den ersten zehn Jahren des Programms wurden im Senegal 25 000 Hektar verwahrlostes Land wiederhergestellt und mehr als 11 Millionen Bäume gepflanzt.

In Nigeria hat sich die Wiederinstandsetzung bereits auf über 5 Millionen Hektar ausgeweitet, mit Programmen, die zur Schaffung von 20 000 Arbeitsplätzen geführt haben.

In Burkina Faso, Mali, Niger und im Sudan waren mehr als 120 Gemeinschaften an der Wiederherstellung von rund 4 500 Hektar trockenem und verwahrlostem Land beteiligt, das mit mehreren Millionen Setzlingen und Samen von 50 einheimischen Baumarten bepflanzt wurde.

Die FAO berichtete, dass sie in den letzten 5 Jahren zur Wiederherstellung von mehr als 50 000 Hektar unfruchtbaren Landes in mehr als 400 Gemeinden in mehreren Ländern beigetragen und so die Lebensgrundlage von fast einer Million Menschen verbessert hat.

Die UN-Organisationen konzentrieren ihre Zusammenarbeit auf die Entwicklung von Wertschöpfungsketten für Produkte, die nicht aus Holz gewonnen werden, wie Gummiarabikum, Futtermittel, Honig und einheimische Öle, die Einkommensmöglichkeiten bieten und gefährdeten ländlichen Gemeinschaften zugutekommen.

Insbesondere verbessern sie die Widerstandsfähigkeit und die Lebensbedingungen von Frauen in ländlichen Gebieten, bekräftigte die FAO.

Qu sagte, dass das afrikanische Projekt „sinnbildlich ist und sein Geist auf eine große Grüne Mauer für Städte ausgedehnt werden sollte, die sich auch auf anderen Kontinenten erstrecken würde“.

Die Afrikanische Grüne Mauer könnte nach ihrer Fertigstellung das größte lebende Bauwerk auf dem Planeten sein, ein Naturwunder von 8000 Kilometern Länge auf der ganzen Breite des Afrikanischen Kontinents.

Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde von Susanne Grönsfeld vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!

Kategorien: International, Ökologie und Umwelt
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