COP25 Madrid: Kein Freipass mehr für Militär-Emissionen – Militär ist ein Klimakiller!

02.12.2019 - International Peace Bureau

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Italienisch, Griechisch verfügbar.

COP25 Madrid: Kein Freipass mehr für Militär-Emissionen – Militär ist ein Klimakiller!

Es gibt nur wenige Aktivitäten auf der Erde, die so umweltschädlich sind wie Krieg zu führen. Einer der größten Verbraucher von Öl ist heutzutage das Militär, und wann immer und wo immer es zu Konflikten oder größeren militärischen Aktivitäten kommt, steigt die Menge des verbrannten Öls und große Mengen von Kohlenstoffdioxid werden freigesetzt. Krieg und Militarismus und der damit verbundenen „Carbon Boot-Print“ beschleunigen den Klimawandel erheblich.

Unabhängig davon, was wir von wissenschaftlichen Forschungsberichten über den Klimawandel gelernt haben, wurde zu wenig unternommen, um den Beitrag des Militärs zum Klimawandel einzubeziehen oder ihn zu verringern. Wenn wir den Klimawandel ernsthaft bekämpfen wollen, müssen wir sicherstellen, dass alle CO2-Emissionen gezählt werden, ohne Ausnahmen aufgrund von „politischen Unannehmlichkeiten“.

Der erhebliche Beitrag des Militärs zum Klimawandel hat zu wenig Beachtung gefunden. Laut einem aktuellen Bericht der Brown University ist das US-Militär einer der größten Umweltverschmutzer weltweit. Es verbraucht mehr flüssige Brennstoffe und stößt mehr Treibhausgase aus als Industrienationen wie Schweden oder Portugal.

Dieses „schmutzige Spiel“, militärische Emissionen nicht einzubeziehen, muss beendet werden!

IPB fordert die COP25 auf, das Militär in ihre Klimaschutzmaßnahmen einzubeziehen. Die COP25 muss militärische Emissionen in ihre Berechnungen aufnehmen und die CO2- Emissionswäscherei muss aufhören. Es muss ein ‚Blueprint‘ zur Reduzierung der militärischen Emissionen erstellt werden.

IPB fordert die Vertragsstaaten des Pariser Klimaabkommens nachdrücklich auf, ihre Bestimmungen zu militärischen Emissionen anzupassen, und die Entscheidung nicht den Nationalstaaten zu überlassen, in welchen Sektoren Emissionssenkungen vorgenommen werden.

IPB fordert die Einbeziehung der Treibhausgasemissionen des Militärs in die Klimaregulierung. Darüber hinaus müssen Staaten ohne Ausnahme verpflichtet sein, die militärischen Emissionen zu senken und diese transparent darzulegen.

IPB fordert weitere akademische Studien (in Übereinstimmung mit der Studie der Brown University) und einen IPCC-Bericht oder gleichwertigen Sonderbericht. Dieser Bericht sollte ein gemeinsames Projekt von Wissenschaft und Zivilgesellschaft sein.

IPB Information Paper: Military & Environment – the „carbon boot-print“

Kategorien: Frieden und Abrüstung, International, Ökologie und Umwelt, Pressemitteilungen
Tags: , , , ,

Newsletter

Bitte geben Sie Ihre Emailadresse ein, um unseren täglichen Newsletter zu abonnieren.

Der Anfang vom Ende der Atomwaffen

2. Weltmarsch fur Frieden und Gewaltfreiheit

Dokumentarfilm ,,Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben‘‘

App Pressenza

App Pressenza

Milagro Sala

Europäische Kreditinitiative

Europäische Kreditinitiative

Ich will abstimmen

Ich will abstimmen

International Campaign to Abolish Nuclear Weapons

International Campaign to Abolish Nuclear Weapons

Archive

Except where otherwise note, content on this site is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International license.