Geboren werden, Sterben – Die Ankunft und der Abschied humanisieren

13.09.2019 - Sao Paulo, Brasilien - REHUNO - Red Humanista de Noticias en Salud

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Griechisch verfügbar.

Geboren werden, Sterben – Die Ankunft und der Abschied humanisieren

Am 28. August wurde in Sao Paolo von dem Feministischen Kollektiv für Sexualität und Gesundheit, gemeinsam mit den Mitgliedern der RHEUNO – Humanistisches Gesundheitsnachrichtennetzwerk, eine Debatte organisiert: ,,Die Ankunft und der Abschied humanisieren: juristische, psychologische und emotionale Aspekte über die Geburt und den Tod.‘‘

Die Veranstaltung zählte auf die Teilnahme mehrerer Gesundheitsexpert*innen (Ärzt*innen, Geburtshelfende, Psycholog*innen, Pflegefachkräfte) sowie auf ein interessiertes Publikum, das mehr über die Geburt und den Tod verstehen wollte.

An der Debatte haben Folgende teilgenommen: Flavia Estevan, Geburtshelferin und Akupunkteurin innerhalb des feministischen Kollektivs und humanisierten Entbindungsteams, Victor Piccininni, der Autor des Buches ,,Die Kunst des Begleitens. Persönliche und spirituelle Hilfsmittel und Praktiken für die Pflegekräfte‘‘ und Leticia Vella, Anwältin des feministischen Kollektivs für Sexualität und Gesundheit.

Das Treffen wurde als Möglichkeit betrachtet, um eine Pause vom Alltag zu nehmen und sich auf die existenziellen Grundfragen zu konzentrieren: das Leben und der Tod. Jeder Referierende hat seine Vision vorgestellt, welche auf die alltägliche Erfahrung über die verschiedenen Aspekte der Geburt, des Ablebens sowie die damit zusammenhängenden juristischen Fragen basierte.

Flavia Estevan hat eine Reflexion über die Geburt dargelegt und über die Zeit, die dessen Ablauf in Anspruch nehmen kann. Sie betonte, dass dieser Vorgang je nach Fall unterschiedlich sein kann. Sie hat hervorgehoben, dass der Geburtsprozess ein Akt mit zwei Beteiligten ist: die Mutter und das Kind. Dementsprechend ist die Synchronisation zwischen den beiden entscheidend. Sie warnte davor, dass es nicht humanisierend ist, den Geburtsablauf aufgrund von äußerlichen Faktoren zu beschleunigen und hat empfohlen, ,,sich auf den Menschen zu konzentrieren und die Uhr im Hintergrund zu lassen‘‘.

Victor Piccininni kommentierte über die Notwendigkeit, den Vorgang des Todes als Änderung der Existenzbedingungen zu verstehen. Wenn diesem einen evolutionären Sinn verliehen wird, dann kann eine neue Bedeutung für das Leben gewonnen werden. Er hat hinzugefügt, dass diese Transformation mit Hilfe von emotionaler Offenheit und Zuneigung erlebt werden kann, indem man der Person hilft, sich auf den befreienden Weg der tiefen Versöhnung zu machen.  Er präsentierte seine Studie über die Hilfsmittel und Praktiken, die in seinem Buch ,,Die Kunst des Begleitens‘‘ beschrieben sind und an einfache Personen sowie Pflegefachkräfte des Gesundheitssystems gerichtet ist. Victor hat uns ebenfalls seine Meinung über die Veranstaltung mitgeteilt. ,,Ich schätze die Möglichkeit, an der Debatte teilnehmen zu dürfen. Es war sehr bereichernd. Ich denke, es ist sehr hilfreich, in solchen schwierigen sozialen Momente, in denen wir in vielen Situationen beobachten, dass Gewalt und Grausamkeit herrschen, uns der Aufgabe der persönlichen und kollektiven Reflexion über die mysteriösen Momenten des Lebens und des Todes zu widmen. Somit können wir den wahren Sinn des Lebens er-neuern, einen tiefgründigen Kontakt zu den anderen und zu uns selbst herstellen und es kann uns helfen eine solidarischere und humanere Gesellschaft aufzubauen.‘‘

Leticia Vella hat die juristischen Mittel vorgestellt, die dafür konzipiert wurden, damit ein Mensch zum Ausdruck bringt, was er während der Geburt und am Ende seines Lebens von seinen Mitmenschen möchte. Das juristische Instrument für die Geburt stellt einen Geburtsplan dar, in der die Frau mit den Angehörigen zusammen entscheidet, welche Maßnahmen sie bevorzugt und welche sie vermeiden möchte. ,,In den Krankenhäusern gibt es nach wie vor viel Widerstand von der Seite der medizinischen Fachkräften, solche Entscheidungen zu zulassen. Man kann dies mit einem geschlechtsbezogenen Vorurteil in Verbindung bringen, wo die Frauen innerhalb der geschichtlichen Entwicklung nicht entscheiden konnten, was mit deren Körper passiert.‘‘, fügt Leticia hinzu. Dies gilt allerdings nicht im Falle der Patientenverfügung, ein juristisches Instrument für den Tod. Obwohl in Brasilien versucht wurde, es durch eine öffentliche Zivilklage der Staatsanwaltschaft zu verbieten, ist es noch weiterhin geltend und wird von den medizinischen Fachkräften immer stärker umgesetzt.

Die Übersetzung aus dem Französischen wurde von Ioana Pavel aus dem ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!

Kategorien: Gender und Feminismen, Gesundheit, Humanismus und Spiritualität, Südamerika
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