Humanisten unterstützen Schüler und den March For Our Lives in Washington

24.03.2018 - New York, USA - David Andersson

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Griechisch verfügbar.

Humanisten unterstützen Schüler und den March For Our Lives in Washington

Heute, am 24. März, findet der March For Our Lives („Marsch für unsere Leben“) in Washington DC statt. Die Themen Waffenkontrolle und Sicherheit an Schulen bleiben im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. Es ist bereits ein Monat her, dass bei der Schießerei an einer Schule in Florida 17 Menschen getötet wurden, und trotzdem ist nicht viel passiert. Das politische Establishment (Demokraten und Republikaner gleichermaßen) haben sich auf die Seite der National Rifle Association geschlagen und tut alles, um die Verabschiedung einer schärferen Gesetzgebung zum Thema Waffenkontrolle zu behindern.

Waffenkontrolle in den USA bedeutet nicht, persönliche Freiheit einzuschränken oder Verfassungsrechte abzuschaffen. Es geht vielmehr darum, unsere Gesellschaft vor einer totalen Enthumanisierung zu bewahren. Die Kultur der Gewalt entwickelt sich erschreckend schnell weiter. Streifenpolizisten tragen Waffen in militärischen Stil; die Obdachlosigkeit in New York City ist auf ihrem höchsten Niveau seit der großen Depression; nahezu 1,7 Millionen New Yorker lebten 2011 – 2015 unterhalb der Armutsgrenze; und natürlich wächst die Kluft zwischen Arm und Reich, trotz des uns versprochenen technologischen Fortschritts für alle.

„Der Schwachpunkt vder Gewalt liegt darin, dass sie eine Abwärtsspirale ist, die das produziert, was sie zerstören soll. Anstatt das Böse zu verringern, wird es multipliziert. Durch Gewalt kann man einen Lügner umbringen, aber nicht die Lüge und man kann damit auch nicht die Wahrheit ans Licht bringen. Durch Gewalt kann man den, der hasst, umbringen, aber nicht den Hass. Tatsächlich vermehrt man Hass durch Gewalt. So läuft es. Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten, multipliziert sie nur und bringt nur noch mehr Dunkelheit in eine ohnehin sternenlose Nacht. Dunkelheit kann nicht Dunkelheit verdrängen: nur Licht kann das. Hass kann nicht Hass verdrängen: nur Liebe kann das.“ – Martin Luther King Jr. Aus „Where Do We Go From Here?“ (1967)

Die Humanisten erkennen den großartigen Beitrag der Schüler während der letzten Monate an, indem sie ihre Stimme gegen jegliche Art von Waffengewalt erhoben, und unterstützen ihn. Stehen wir vor einem neuen historischen Moment?

Wie Silo in 2004 sagte: „Es ist gut, wenn junge Menschen dieser moralischen Kraft als eine Variante der Geschichte beitreten… auf dass dieser Strom unaufhaltbar wird und sein Rauschen in allen Sprache der Erde gehört werden wird. Die kommenden Generationen werden damit beginnen, die Erwachsenen mit neuer Zuneigung und neuem Verständnis zu lehren.“ (4. Mai 2004, Punta de Vacas, Argentinien).

Wir rufen alle dazu auf, diese Jugendbewegung mit aller Kraft zu unterstützen und Druck auf Entscheidungsträger auszuüben, um die Ideale von Frieden und Gewaltfreiheit zu verbreiten und so den Weg für eine neue Zeit zu ebnen. Zudem laden wir alle dazu ein, uns beim Marsch für Gewaltfreiheit in New York City am 8. April zu begleiten, wenn wir durch die Straßen von Manhattan ziehen werden, vorbei an einigen Wahrzeichen der Gewaltfreiheit in unserer Stadt (newhumanist.us), um öffentlich unseren Glauben an die Gewaltfreiheit als einzigen Weg aus diesen verwirrenden Zeiten heraus zu bekunden.

Übersetzung aus dem Englischen von Evelyn Rottengatter

Kategorien: Gewaltfreiheit, Humanismus und Spiritualität, Meinungen, Nordamerika
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