Seit 2015 erinnert Memory Gaps, die digitale Kunstinitiative der Malerin Konstanze Sailer, beständig an diese Kinder, an deren bestürzend kurze Leben und schrecklichen Tode.
Von der Antike bis heute zählen Kinder zu den von Kriegen meistbetroffenen aller vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Von Berlin bis Wien, von Hamburg bis München, Salzburg, Linz sowie zahllosen weiteren Städten und Orten wurden während der NS-Diktatur etwa 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche in der Shoah ermordet.
Auch in den gegenwärtigen Kriegen weltweit werden nicht nur Kinder getötet oder erleiden teils schwerwiegende Verletzungen mit lebenslänglichen Folgen. Zu den drastischen Kriegsverbrechen zählen auch – je nach Kriegsverlauf – Tausende bzw. Zehntausende Entführungen und Verschleppungen von Kindern in das Territorium der jeweils militärisch überlegenen Kriegspartei.
Die traumatisierenden Deportationen sowie die nachfolgenden – zynisch „patriotische Umerziehungen“ o.ä. genannten – Menschenrechtsverletzungen stellen ein doppeltes Verbrechen dar, da die betroffenen Kinder nicht nur ihrer Kindheit, sondern auch ihrer Identität beraubt werden.









