Die USA sind für Nicht-Europäer unsicher und agieren wie ein Schurkenstaat.
100 Tage vor Beginn der FIFA-Weltmeisterschaft der Männer 2026 hat eine internationale Koalition eine koordinierte Boykottkampagne gestartet, in der sie die FIFA auffordert, die Spiele aus den Vereinigten Staaten zu verlegen. Die Koalition warnt, dass das rücksichtslose Vorgehen der USA eine humanitäre Krise sowohl im Inland als auch international auslöst. Der internationale Sport ist nicht neutral. Mega-Sportveranstaltungen dienen als Instrumente der politischen Legitimation. Die Ausrichtung globaler Sportveranstaltungen ist nicht nur ein logistisches Privileg, sondern sie ist auch Bestätigung der Zugehörigkeit zur internationalen Gemeinschaft.
„Die Koalition ist der Ansicht, dass sich die Vereinigten Staaten durch die Belagerung Kubas, die Entführung des Präsidenten Venezuelas, den unprovozierten und illegalen Krieg gegen den Iran – insbesondere für Völker der Welt wie Schwarze, People of Color, Indigene, Migrant:innen und nicht-europäische Menschen – aus der Gemeinschaft der zivilisierten Nationen ausgeschlossen haben. Es sollte ihnen nicht gestattet werden, ihre Gewalt und ihr internationales Gangstertum zu normalisieren“, sagt Ajamu Baraka vom „North-South Project for People(s)-Centered Human Rights der Black Alliance for Peace“, einem der Initiatoren der Koalition.
In den USA gefährden gewaltsame Razzien gegen eingewanderte Menschen, illegale Inhaftierungen und diskriminierende Reisebeschränkungen Gemeinschaften, Fans, Spieler und Turnierpersonal, während die USA weltweit ihre Hände mit ausländischem Blut beschmutzen.
Nirgendwo ist dies offensichtlicher als in Westasien und Afrika. Dort setzen die USA ihre gewaltsamen Kampagnen gegen Nationen fort, deren Spieler und Fans bald amerikanischen Boden betreten werden, um ab dem 11. Juni 78 Weltmeisterschaftsspiele zu bestreiten. Viele von ihnen werden als Opfer von US-unterstützten Massakern anreisen. Wir fordern: Die Spiele dürfen nicht so stattfinden, als ob diese Leben – egal, ob in Gräbern oder Käfigen – keine Bedeutung hätten. Wir weigern uns, die Vereinigten Staaten ihre Übergriffe gegen souveräne Völker verbergen zu lassen. Das Blut von Frauen, Kindern und anderen zivilen Opfern wird nicht auf dem Spielfeld weggewaschen werden, um den Rasen zu düngen, und die Sitze müssen für jede Person leer bleiben, welche die ICE (US-Einwanderungspolizei) hat verschwinden lassen.
Mireille Fanon Mendes – Frankreich, Vorsitzende der Frantz-Fanon-Stiftung, erklärt, dass „es moralisch obszön und politisch rückständig ist, die Vereinigten Staaten, ein Land, das sich beharrlich über das Völkerrecht hinweggesetzt hat und in schwere Menschenrechtsverletzungen verwickelt ist – darunter Angriffskriege, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die aktive Unterstützung des Völkermords Israels in Gaza –, mit der Ausrichtung einer globalen Veranstaltung zu betrauen, die Würde, kollektive Menschlichkeit und Einheit feiern soll, wie es die Weltmeisterschaft tut.“
An diesem historisch kritischen Punkt stellt es für die internationale Staatengemeinschaft einen tiefgreifenden moralischen und politischen Widerspruch dar, den Vereinigten Staaten zu erlauben, internationale Sportveranstaltungen wie die Weltmeisterschaft 2026 und die Olympischen Spiele 2028 unter Beteiligung Israels auszurichten.
100 Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft sagen wir: Lehnt die Normalisierung von Krieg, Unterdrückung und Völkermord ab. Fordert die FIFA auf, die Spiele zu verlegen, und boykottiert die USA, bis sie gezeigt haben, dass sie bereit sind, weltweit als normaler Staat zu agieren, der sich für Gleichheit, Frieden und menschenzentrierte Menschenrechte einsetzt.
Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Fred Schumacher vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!









