Wir von Corriente Pedagógica Humanista Universalista – COPEHU (Universalistische humanistische pädagogische Strömung) bekräftigen, dass die Selbstbestimmung der Völker nicht nur ein politisches Prinzip, sondern ein tiefes menschliches Bedürfnis ist.
Angesichts der aktuellen Lage in Venezuela, die von externer Intervention und Gewalt geprägt sind, erhält diese Aussage eine historische und menschliche Dringlichkeit.
Wenn Selbstbestimmung durch Sanktionen, Blockaden, Interventionen oder Kriege verweigert wird, werden nicht nur Territorien verletzt, sondern auch das Bewusstsein und das Empfinden der Menschen. Es wird in den inneren Prozess der Völker eingegriffen und Angst als Mittel der Kontrolle eingesetzt.
Die Geschichte zeigt, dass externe Zwangsmaßnahmen bei kolonialisierten Völkern zu einem Verlust der Perspektive und zu sozialem Leid führen. Keine Demokratie entsteht durch Gewalt, kein Frieden entsteht durch Drohungen und echte Veränderung kann nicht auf Gewalt aufgebaut werden.
Diese Dynamiken schaden nicht nur der Gegenwart, sondern beeinflussen auch die Zukunft.
Werden politische, wirtschaftliche oder militärische Gewalt normalisiert, werden neue Generationen in Angst, Misstrauen und Resignation erzogen. Das schwächt ihre Fähigkeit, Sinn, Zukunft und Hoffnung zu entwickeln.
Ausgehend vom universalistischen Humanismus erkennen wir in der inneren Erfahrung und in der Gewaltfreiheit die Grundlage jeder persönlichen und sozialen Transformation. Wir bekräftigen, dass jede echte Veränderung im inneren Kontakt beginnt, dort, wo die Erfahrung von Sinn das persönliche Leben begründet.
Von dort aus richtet sich die menschliche Intentionalität auf das Leben und die Zukunft aus. Nur dann kann sie sich in gerechten Gesellschaften und würdigen Beziehungen zwischen den Völkern entfalten.
Nur Gesellschaften, die diesen inneren Prozess – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen – pflegen, sind in der Lage zu reifen, Zukunftspläne zu schmieden und Erfüllung, Freude und Sinn für ihre Menschen zu schaffen.
Wir lehnen jede Form von Intervention ab, die den menschlichen Sinn zerstört, Menschen als Mittel benutzt und Völker zu bloßen Objekten der Macht degradiert.
Frieden lässt sich nicht exportieren.
Bewusstsein lässt sich nicht aufzwingen.
Selbstbestimmung ist ein tiefgreifender menschlicher Akt und keine Konzession der Macht.
COPEHU (Universalistische humanistische pädagogische Strömung) setzt sich für eine Bildung ein, die neue Generationen schützt und stärkt, Sinn weckt, Verbundenheit pflegt und Kohärenz sowie aktive Gewaltfreiheit als Zukunftsweg für Lateinamerika in Richtung einer universellen menschlichen Nation bekräftigt.
COPEHU Peru verfasst diese Erklärung angesichts der Intervention und Gewalt in Venezuela und Lateinamerika
Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde von Kornelia Henrichmann vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!









