Das Zeitalter der Aufklärung

05.03.2021 - Claus Meyer

Das Zeitalter der Aufklärung
(Bild von Pete Linforth auf Pixabay | CC0)

In vielen Dingen bedarf es einmal einer Aufklärung, es wäre sinnvoll, wenn alle Menschen aufgeklärt würden. Ein kleiner Versuch von Aufklärung und Erklärung soll hier einmal gestartet werden:

Fangen wir einmal bei der Arbeit an. Alle an Arbeit Interessierte sollten doch froh sein, dass es Leute mit viel Geld gibt, die eine Firma gründen und somit Andere in Lohn und Brot bringen. Diese Anderen müssen demnach auch froh sein, dass sie arbeiten dürfen, um nicht dem Staat auf der Tasche zu liegen. Daher sollten sie auch ein wenig Dankbarkeit gegenüber dem Arbeitgeber zeigen, er muss dafür doch ein Wenig davon für sich selbst zurück behalten dürfen. Und das erfolgt in der Form, dass eben jene nicht die gesamte Leistung von ihm vergütet bekommt, von irgendetwas muss doch auch der Kapitalgeber leben. Dieses Vermögen wächst dann meistens in ungeahnte Höhen, besonders wenn es sich dabei um Konzerne handelt.

Es gibt Menschen, die haben viel Geld. Entweder haben sie dies geerbt, oder sie haben andere für sich arbeiten lassen, oder sie haben spekuliert. Spekulieren ist heute voll erlaubt. Das geht sogar so weit, dass Spekulanten mit dem Geld spekulieren dürfen, dass sie nicht einmal besitzen, das nennt man dann Leerverkäufe. So können wir froh sein, dass nicht alle das verstehen, sonst würden wir an Geld ersticken. Die Reichen haben es so weit geschafft, dass ein Großteil der Menschen arbeiten und gleichzeitig immer mit der Angst leben muss, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Durch die Pandemie hat das schon Einige getroffen. Deshalb hat der Staat Schulden gemacht, um den Betroffenen zu helfen. Bei den Staatsschulden wurde nun beschlossen, dass die Schuldentilgung von 2023 bis 2043 stattfinden soll. Damit sind die heutigen Politiker wohl ziemlich froh, es so gelöst zu haben. Dann haben solche damit nichts mehr zu tun, das können dann die Nachfolger erledigen. Diese Art Schuldentilgung sollte man auch für alle Normalverbraucher einführen.

Fragt man, wie sich Eliten herausbilden, so ist die Grundlage immer der Besitz von Kapital, es ist nicht einmal vorgekommen, dass ein wirklich Armer zu den Eliten gezählt wird. Die Eliten tragen ja auch immer die volle Verantwortung. Und Verantwortung übernehmen kann man nur, wenn man genügend Finanzmittel als Rückhalt hat. Es heißt deshalb auch Rückhalt, weil man Geld zurückhalten muss, damit man weiterhin zu den Eliten gezählt werden kann. Diese Einstellung zu Geld beginnt schon in dem Augenblick, wo Kinder zählen gelernt haben. Ab dem Zeitpunkt wird ihnen gelehrt, dass man nur mit Geld so schnell wie möglich zu den Besten, also zu den Eliten gehören wird.

Es wird uns allen immer wieder erklärt, dass wir in einer Demokratie leben. Demokratie ist von den alten Griechen erfunden worden und sollte dem Namen nach bedeuten, dass der Wille des Volkes bestimmt, wie ein Staat sich nach innen und nach außen verhalten sollte. Aber auch die Griechen haben sich nie daran gehalten, die Eliten haben auch schon damals bestimmt, wo es lang geht. Voraussetzung für Demokratie sind die freien Wahlen. Das bedeutet im Grunde, man kann frei wählen oder es auch lassen. Man darf dann auch eine Partei mit einem angebotenen Wahlprogramm frei wählen. Die Partei geht damit jedoch nicht die Verpflichtung ein, das vorgestellte Wahlprogramm auch durchzuführen. Der Vorteil einer parlamentarischen Wahl besteht darin, dass während der gesamten Regierungszeit der Bürger keinen Anspruch hat, nachträgliche Wünsche zu äußern. Es wird aber immer darauf hingewiesen, dass alle Bürger gute Demokraten sein sollen, damit diese immer folgsam die Entscheidungen mittragen. Gute Demokraten sind die Bürger immer dann, wenn alle Aktionen der Regierungspartei abgenickt werden. Daher können abweichende Meinungen auch schon bestraft oder zumindest die Teilnehmer zu Rechtsextremisten, Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt werden. Das ist die heutige Definition von echter Demokratie, andere Meinungen werden immer als antidemokratisch eingestuft.

Da sind alle Bürger des Staates gezwungen worden, für die öffentlich-rechtlichen Sender Geld zu spenden, damit die Bürger durch sie erfahren, was die Regierung so denkt. Da viele Bürger in Kurzarbeit leben und somit vom Staat bezahlt werden, gehört es sich wohl, dass auch die Mitarbeiter der Sender mal wieder ein wenig mehr bekommen wollen. Das Alles wird dann durch die freie Presse verbreitet. Und hier sollte in schweren Zeiten eine Erhöhung stattfinden. Es müssen demnach alle für die vielen Krimis bezahlen. Nur die öffentlich-rechtlichen Nachrichten sind auch echte Nachrichten. In den Nachrichten werden immer Börsendaten behandelt und wenn die Aktien wieder gestiegen sind, ist das ein gutes Zeichen, weil reiche Leute wieder reicher geworden sind. Nun gibt neben dieser Presse auch noch eine alternative Presse. Sie muss dauernd bekämpft werden, weil sie Fake News verbreiten. Das geht so weit, dass hier Berichte gestrichen, oder sogar von Gerichten wegen Äußerungen verurteilt werden. Interessant ist hier, dass Revolten oder Demonstrationen so unterschiedlich dargestellt werden. Die freie Presse bemüht sich immer, Demonstrationen im eigenen Land herunter zu spielen und zu verdammen. Dagegen werden Demonstrationen im Ausland Minuten lang gezeigt und die dortigen Demonstranten anscheinend aufgefordert, weiter zu machen. Diese Gesinnungsdiktatur hat sich immer mehr verbreitet. Und wenn es richtige Aufklärer wie Assange (nur kein Vorwurf gegen die USA) gibt, so landen diese kommentarlos im Gefängnis. Dagegen bekommt ein Herr Nawalny größte Unterstützung (so kann man Russland ärgern). Der Name Edward Snowden bedarf nicht einmal einer Erwähnung.

Um die Menschen immer gut in Schach zu halten, sind täglich mehrmals die Pandemie-Zahlen veröffentlicht, damit die Bürger täglich neu darauf hingewiesen und eingeschüchtert werden. So wird vermieden, Klimaprobleme anzusprechen und Lösungen vorzubereiten. Dabei sind doch die Folgen einer Klimakrise unvergleichlich höher als bei einer Pandemie. Liegt es vielleicht daran, dass es immer noch keine echten Konzepte gibt. Dass man den Bürgern vorgaukelt, dass die Gefahr noch nicht so groß ist. Und zwei große Probleme darf man den Bürgern wohl nicht zumuten. Sie werden diese es dann eben am eigenen Leib spüren. Möglicherweise sind Regierungen auch überfordert, wenn gleichzeitig zwei wichtige Problemlösungen anstehen. Man muss den Eindruck gewinnen, es wird immer nur reagiert und nicht einmal im Voraus zu agiert.

Kategorien: Europa, Meinungen, Politik
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