Ist Geld eigentlich so wichtig

18.02.2021 - Claus Meyer

Ist Geld eigentlich so wichtig
(Bild von nationaldebtclocks.org)

Bei allen größeren Aktionen der Regierungen geht es immer nur um Geld, man entscheidet, wie viel Geld man wieder ausgeben möchte. Geld dürfte eigentlich in dieser heutigen Zeit nicht so sehr die Hauptrolle spielen.

Jedoch werfen die Regierungen Geld in Milliardenhöhe einfach nur so um sich. Alle paar Tage treffen sich die Regenten und beschließen weitere Zuwendungen. Da hat sich also in kurzer Zeit Einiges verändert. Noch vor gar nicht so langer Zeit war die schwarze Null, also die Schuldenbremse ganz wichtig.

Jetzt sollte man zunächst fragen, was Geld eigentlich ist. Neben den Münzen und Geldscheinen gibt es eigentlich kein echtes Geld. Bei den Staaten, die sich dem Euro unterworfen haben, ist es nur der Europäischen Zentralbank erlaubt, Geld, den Euro zu generieren. Aber dieses Geld reicht nie aus, alle geldabhängigen Aktionen durchzuführen. Und hier beginnt nun die eigentliche Aktion, in dem nur Banken sich das Recht genommen haben, einfach durch die Erzeugung von Zahlen Geld zu machen, so einfach geht das. Und diese Zahlen bezeichnen auch sie einfach mit Euro. Die europäische Zentralbank hat also nicht die Euros vorliegen, sie greift demnach einfach aus der Luft Zahlen und nennt diese Zahlen dann Euro. Daher kann dieses Geld doch nicht etwas Wertvolles sein, wenn es auf solch einfache Weise entstanden ist.

Und was machen die Regierungsvertreter, die sich dann online in Brüssel treffen: Sie beschließen, immer noch mehr Hunderte von Milliarden auszugeben, um die Folgen der Pandemie abzufedern. Interessant ist dabei, dass dann sogar Firmen, deren Produkte zu den größeren Umweltverschmutzern gehören, auch zu den Empfängern dieser Geldgeschenke gehören.

Es scheint, als ob die sogenannten Volksvertreter überhaupt nicht begreifen wollen, dass doch eigentlich das Klimaproblem viel stärker in den Blickpunkt gehört. Es ist jedoch einfach, Geld auf den Markt zu werfen, statt über echte Lösungen nachzudenken und über nötige Einschränkungen zu diskutieren. Und in dieser Zeit möchten diese Regenten auch noch weiter aufrüsten, als ob für Kriege noch Zeit und Geld bleibt. Es muss doch Allen klar sein, dass es beim Klima um das Überleben der Menschheit geht. Diese Machthaber streben immer noch Wachstum an und freuen sich weiter über steigende Börsenkurse. Diese Strategie läuft demnach darauf hinaus, alles so weiterzumachen wie gehabt.

Gehören nicht öffentliche Diskussionen und natürlich auch Beschlüsse zur Klimarettung auf die Tagesordnung, Entscheidungen, um uns echte Einschränkungen aufzuerlegen. Es müssen auch die Bürger durch die Medien einbezogen werden. Wäre es nicht sinnvoll, schon heute zu planen, welche Berufe und Arbeitsplätze für die Zukunft wichtig werden, dann könnten die Bürger sich auch darauf einstellen. Sicher ist heute ein Großteil der Bürger sich nicht der Problematik bewusst, da bei den Medien jeder Beitrag fehlt. Das Klima wird nicht warten, es ist ein Verbrechen gegenüber den Nachkommen, wenn heute nur über Geld verhandelt wird.

Wo bleiben die Diskussionen über den gesamten Umbau der Wirtschaft, über den nötigen Umgang miteinander, über die Einschränkungen. Alle erforderlichen Veränderungen, die sich aus den notwendigen Einsparungen an Energien, bei den Ressourcen ergeben. Dazu gehören auch Land-, Forst-, und Fischwirtschaft, 50% aller Tierarten sind in den letzten Jahrzehnten ausgerottet worden, Überschwemmungen, Hurricane und Waldbrände haben riesige Ausmaße angenommen. Das müssen doch die zu diskutierenden Themen sein, hier ist Eile geboten.

Welch ein Unsinn, heute die Digitalisierung zu forcieren, gerade hier entstehen wieder neue große Energiefresser. Ist es nicht erschreckend, dass in Zeiten der Einschränkung durch die Pandemie der Börsenkurse immens gestiegen sind. Auch das zeigt, dass Besitzer das Interesse an der jetzigen Wirtschaftsform noch voll fortsetzen.

Wenn wir das Klimaproblem überhaupt noch beherrschen wollen, ist es höchste Zeit, dass die Regenten wirklich darüber nachdenken, um den Bürgern über die Medien täglich auf die Schwierigkeiten und auf Lösungen hinzuweisen. Ob solches Verständnis bei den Regierungen überhaupt noch zu erwarten ist, bleibt fraglich. Die Bürger sollen sich ja stets den Meinungen der Regierung anpassen und haben das auch wohl bestens gelernt. Schon in der Schule sollte viel mehr die Abhängigkeit von und auch die Hochachtung vor der Natur behandelt werden, zu begreifen, dass diese Alles gratis zur Verfügung stellt. Und wichtig ist das „sich Kümmern“, jeder muss wieder Verantwortung übernehmen, es reicht eben nicht, das Regierungen zu überlassen. Hier muss die heutige Egozentrik überwunden werden.

Sonst aber werden wir schon allein wegen der erhöhten Temperaturen das nicht überstehen. Die Natur hat uns in letzter Zeit doch schon oft genug durch Überschwemmungen oder auch Dürre und riesigen Waldbränden darauf hingewiesen. Weiterhin sind alle Meere durch Plastik verseucht, große Korallenriffe abgestorben, Fischschwärme ziemlich reduziert. Das Alles durch Spezies Mensch, also dem heute so großen Umweltzerstörer.

Viel, viel wichtiger wäre es also, statt über Geld zu reden, dagegen alle Anstrengungen darauf auszurichten, die Klimakrise noch in den Griff zu bekommen. Es muss das „Kümmern“ bei Allen wieder im Vordergrund stehen, die Demut vor der Natur wieder gelernt werden und jede Art wirtschaftlichen Wachstums schon als ein Verbrechen angesehen werden. Allen Menschen muss klar werden, dass nur gemeinsames Anstrengen noch ein Überleben sichern kann.

Kategorien: International, Meinungen, Ökologie und Umwelt, Politik, Wirtschaft
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