Zurück in die Zeit der Menschenwürde

06.10.2020 - Claus Meyer

Zurück in die Zeit der Menschenwürde
(Bild von Dontworry - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0)

Haben Menschen nicht eine bessere Zukunft verdient. Täglich wird die Freiheit des Einzelnen immer weiter eingeschränkt. Ganz besonders hat sich hier die Pandemie hervorgetan. Aber dass solche Einschränkungen schon lange andauern, ist wohl den Wenigsten klar geworden.

Dazu soll ein Vergleich mit den 70er Jahren und heute gemacht werden. Die Wenigsten werden sich an die 70er erinnern können. Zu der Zeit war es fast immer allein der Mann, der in der Lage war, eine Familie zu ernähren. Die Frau versorgte Haushalt und Kinder. Die Selbstverwirklichung war damals kein Thema. Es gab kaum einen Kindergarten. Die Ansprüche an das Leben waren wesentlich geringer, aber das wurde damals nicht als ein Mangel angesehen. Die gröbsten Schäden des Krieges waren überwunden. Überall gab es kleine Geschäfte in Privateigentum, der persönliche Kontakt zu den Kunden war stets gegeben.

Dann kamen die Anfänge des Wirtschaftswunders. Die Firmen wuchsen und wurden größer und größer. So verschwanden nach und nach die kleinen Geschäfte. Sie waren, wie es hieß, nicht mehr wirtschaftlich. Die Großunternehmen drückten die Preise, vergrößerten den Geschäftsbereich und bestimmten die Herstellungspreise der Lieferanten. Da konnten die Kleinen nicht mithalten und mussten aufgeben. Das ist im Grunde eine große Freiheitsberaubung, die hier stattfand. Sie wurden voll abhängig vom Lohn, den die Großkonzerne ihnen zugestanden haben, durften jetzt an der Kasse stehen, eine anonyme Arbeit ohne jeden Kundenkontakt, bezahlt von anonymen Geldgebern.

Welch ein Verlust an Lebensqualität. So hatte man aus einem Menschen schon fast eine Maschine gemacht. Den Kunden wurde vorgeschwärmt, alles preiswerter zu bekommen und sie glaubten das auch. In dieser Abhängigkeit befindet sich heute bestimmt 80% aller Arbeitnehmer. Soll das vielleicht Fortschritt sein, ist es nicht doch schon Freiheitsberaubung, Unterdrückung und Einschränkung der Lebensqualität, allein bestimmend durch die wenigen Superreichen.

Aber nicht allein das reicht bei der Unterdrückung, im Großen ist es der Wettbewerb, der viele Firmen und sogar ganze Länder in diese Abhängigkeit gebracht hat. Wir brauchen nur einmal die Europäische Union betrachten, auch hier ist die Freiheit ganzer Länder eingeschränkt. Diese Abhängigkeit von Wenigen ist eine Folge des Konkurrenzdenkens. Betrachten wir einmal den Euro, was hat der Euro gebracht? Er hat ganze Länder in wirtschaftliche Not versetzt. Die neueste Form der Überwachung ist die Künstliche Intelligenz. Welch ein Unsinn wird uns dabei als Fortschritt vorgegaukelt. Wenn man den Roman „1984“ gelesen hat, so sind diese Kontrollen und Freiheitseinschränkungen bald komplett und versetzen die Betroffenen nur noch in reine Angstsituationen.

Die zunehmenden Rebellionen im eigenen Land sind doch Beweis genug, dass diese Überwachung und Unterdrückung ein Ausmaß angenommen haben, das nicht mehr hingenommen werden wollen. Diese Proteste werden mit Gummiknüppeln und Tränengas bekämpft und die Teilnehmer auf viele Arten diffamiert, nur eine Einheitsmeinung ist zugelassen.

Wollen wir wirklich in solch einer Zukunft leben, wollen wir nicht doch lieber zurück in die Zukunft? In die Zeit, als Menschenwürde noch etwas galt. Wir wollen doch nicht selbst zu digitalen Wesen werden? Wir müssen wieder zu einem sozialen Miteinander zurückfinden. Wir müssen wieder Frieden mit der Natur schließen, welch eine Überheblichkeit haben wir uns zugelegt. Der sinnvolle Weg ist zurück in die Zukunft, wenn noch eine Chance des Überlebens bleibt.

Wir erleben die schwerste Klimakrise und schauen nicht einmal richtig hin. Da hilft nur eine starke Einschränkung, um das überhaupt noch zu überstehen. Dazu muss sich das heutige übermäßige wirtschaftliche Denken aller ein Ende haben und zurück zu einer Zuwendung zum sozialen Miteinander. Der Natur, die schon viel Schaden gelitten hat, gehört Hochachtung und Demut. Die große Ungleichheit in den Finanzen ist der größte Übeltäter und gehört als Erstes abgeschafft. Wie hat sich die Menschheit verrannt, indem sie alles unter dem Aspekt der Wirtschaft und des Wachstums sieht. Die Grundrechte sind völlig ausgehebelt. Von Demokratie kann keine Rede mehr sein. Die Willkür, hervorgerufen durch die Kapitalisten in diesem Geldsystem, kennt keine Grenzen mehr. Diese Art von Produktion, Rohstoff, Ausbeutung, Zerstörung und Vernichtung ist nicht mehr zu übertreffen.

Wer die Welt verändern will, kann davor die Augen nicht verschließen. Nie war dafür die Zeit so günstig wie jetzt. Nur der Weg zurück in alte Normalität der 70er unter einem anderen Geldsystem kann aus digitalisierten Abhängigen wieder soziale Wesen machen. Es wurde die Psyche fast aller Erdbewohner so verändert, dass sie dieses Desaster nicht einmal mehr begreifen können oder wollen.

Der Artikel 146 im Grundgesetz erlaubt es doch, dass das Volk sich selbst eine neue Verfassung geben darf. Nutzen wir es. Unsere Grundrechte der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit sowie unser unbedingter und unbeschränkter Zugang zum öffentlichen Leben sind unverhandelbar. Gerade der 30. Jahrestag der Wiedervereinigung ist doch ein Beweis, dass ein Volksaufstand gelingen kann.

Kategorien: International, Meinungen, Menschenrechte, Ökologie und Umwelt, Wirtschaft
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