Neuer Wirtschaftskreislauf – Corona zeigt, wie es geht

25.06.2020 - Claus Meyer

Neuer Wirtschaftskreislauf – Corona zeigt, wie es geht
(Bild von lillaby auf Pixabay | CC0)

Nun dauert die Corona-Epidemie schon einige Zeit. Auf verschiedenen Wegen versucht die Regierung, sie einzudämmen. Dazu gehört speziell die Einschränkung der Kontakte der Menschen untereinander. Gerade das hat ziemliche wirtschaftliche Auswirkungen. Davon betroffen sind ein Großteil aller Betriebe. Über Kurzarbeitergeld sollen viele Betriebe vor dem Konkurs gerettet werden. Und auch einer Anzahl Betriebe muss mit Krediten geholfen werden. Der Staat hat nun seine schwarze Null aufgegeben und versucht, die enormen Aufwendungen durch neue Kredite zu beschaffen. Im Augenblick wird fast jede Hilfe geleistet.

Auf welchen wackeligen Füßen steht also der jetzige Wirtschaftskreislauf, wenn nur wenige Tage ausreichen und der Staat muss eingreifen. Nach so kurzer Zeit ist der Zusammenbruch der Wirtschaft vorprogrammiert und das sogar für große Firmen. Weil außerdem viele Arbeitnehmer von der Hand in den Mund leben, müssen auch diese finanziell gestützt werden.

Aus diesem Grund hat der Staat diese Großzügigkeit im Geldausteilen gewählt, um den Zustand der Wirtschaft so einzufrieren, wie er vor der Krise bestand. Damit glaubt die Regierung, dass nach Aufhebung der Einschränkungen der Wirtschaftskreislauf so funktioniert wie davor. Der erhöhte Schuldenstand wird einfach in Kauf genommen, das Geldsystem verlangt aber immer nach einer Tilgung einschließlich Zinsen.

Corona hat also aufgedeckt, wie wenig hilfreich das heutige Geldsystem in kritischen Zeiten ist. Und das gleich in dreifacher Hinsicht:

Erstens: würde im Vollgeldsystem das Geld vom Staat selbst erzeugt und zwar so viel als nötig und das zinslos und ohne Tilgung. Keine Belastung nachfolgender Generationen. Wegen fehlender Zinsen gibt es somit auch keinen, der sich daran bereichern kann. Die großen Umverteilungen von gering nach reich gibt es damit nicht mehr. Es wird immer die gerade erforderliche Geldmenge zur Verfügung gestellt.

Zweitens: wäre bei dem bedingungslosem Grundeinkommen eine zusätzlich finanzielle Unterstützung von Mitarbeitern und Firmen nicht nötig gewesen. Kein zusätzlicher Arbeitsaufwand der Behörde und auch keine nötigen Antragstellungen. Welch eine ganz andere Einstellung, wenn nicht mehr über Steuern Gelder in die Staatskasse fließen müssen, sondern dass Steuern allein dazu da sind, die gesamte Geldmenge wieder zu reduzieren.

Drittens: Mit Vollgeld und bedingungslosem Grundeinkommen endet auch eine Wirtschaft, die voll auf Wachstum und Wettbewerb programmiert ist. Das Brutto-Sozialprodukt und das Wirtschaftswachstum ist dann nicht mehr von Interesse. Wirtschaftlich geht es nur um die Versorgung der Bürger. Und das unter geringster Schädigung von Erde und Natur. Steuern können gerade den Luxus einschränken, der mit hohem Energieverbrauch verbunden ist, allein wegen der anstehenden Klimaprobleme.

Welch eine Rücksichtnahme gegenüber der Natur und dem Klima, die stets alles kostenlos zur Verfügung stellen. Wenn endlich damit das Konkurrenzdenken durch Kooperation ersetzt wird. Es zeigt sich damit ein sozialerer Umgang im Familienleben, kein Wegsperren mehr von Jung und Alt.

Die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen ist wichtig, nur so kann es zu einem echten Miteinander kommen. Wenn Menschen sich über Verschwendung Gedanken machen, jeder hat eine Verantwortung auch gegenüber den Mitmenschen. Nur so kann die Überlebenschance aller gesichert werden.

Welch ein Fortschritt, wenn Schluss ist mit Wettbewerb und Konjunktur. Nur möglich, wenn ein Staat sich kein Geld leihen muss, wenn private Geldgeber ausgedient haben, wenn man mit Geld kein Geld machen kann. Wenn Steuern nur dazu dienen, die gesamte Geldmenge zu begrenzen, wenn sie die Aufgabe haben, Luxus und energieaufwendige Events zu unterbinden.

Corona hat gezeigt, wie einfach Geld herzustellen ist, aber nicht um Geschäfte zu machen, sondern es kann als Hilfsmittel gute Arbeit leisten. Geld darf nicht geliehen oder verliehen werden. Geld darf sich nicht in großer Zahl bei Wenigen anreichern, das kann immer zu einem Machtmissbrauch führen. Die damit entstehenden Abhängigkeiten schaffen immer Sklaven. Wir brauchen nur einmal einen Blick nach Afrika richten.

Es ist höchste Zeit, dass die Menschheit sich vom heutigen Wirtschafts- und Geldsystem trennt. Es schränkt das Denken über das Miteinander ein. Es erzwingt immer die Ausbeutung anderer. Und das nicht nur bei Mitmenschen, sondern auch bei Erde und Natur.

Nur ein Geldsystem, das allein der Unterstützung erforderlicher Aktionen dient, kann eine sinnvolle Zukunft schaffen.

Kategorien: Meinungen, Politik, Wirtschaft
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