Universität Innsbruck begleitet Gemeinwohl-Betriebe in Langzeitstudie

08.02.2020 - Pressenza Muenchen

Universität Innsbruck begleitet Gemeinwohl-Betriebe in Langzeitstudie
(Bild von pxhere.com / CC0: Blick auf Innsbruck)

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist im Kommen und wir brauchen sie heute mehr denn je. Denn die GWÖ verbindet ethisches, soziales und umweltfreundliches Wirtschaften und stellt so alle Menschen, deren friedliches Zusammenleben und den Schutz der Umwelt in den Mittelpunkt, anstatt auf größtmögliche Gewinnmaximierung für Wenige auf Kosten der Allgemeinheit zu setzen.

Diese Umkehr kann gelingen und es gibt bereits eine stetig steigende Anzahl von Unternehmen, Städten und Gemeinden, die nach der Gemeinwohl-Ökonomie bilanzieren. Nun plant die Universität Innsbruck eine Langzeitstudie, bei der sie Unternehmen und Organisationen bei der Gemeinwohl-Bilanzierung wissenschaftlich begleiten wird. Ab sofort sind Unternehmen und Organisationen aus dem gesamtdeutschsprachigen Raum dazu eingeladen.

Pressemitteilung auf ecogood.org

Innsbruck / Berlin / Bern, 05.02.2020 – Der Fachbereich „Angewandte Psychologie I“ der Universität Innsbruck plant eine Langzeitstudie, bei der er Unternehmen/Organisationen aus dem gesamtdeutschsprachigen Raum wissenschaftlich begleitet, die eine Gemeinwohl-Bilanz als Instrument einsetzen.

„Ziel unserer Studie, die über mehrere Jahre laufen soll, ist eine unabhängige Überprüfung der Nachhaltigkeit des Prozesses der Gemeinwohl-Bilanzierung. Wir planen den Start mit Sommersemester 2020“, beschreibt Universitätsassistentin Mag. Dr. Christine Unterrainer ihr Forschungsvorhaben.

Zusammen mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang G. Weber forscht die Tirolerin im Fachbereich „Angewandte Psychologie I“ am Institut für Psychologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (UIBK) auf dem Gebiet humanisierungsorientierter Analyse und Gestaltung von Arbeit mit dem Schwerpunkt Partizipation und organisationaler Demokratie (Info).

Ab sofort sind Unternehmen/Organisationen zur Teilnahme an der Langzeitstudie eingeladen, die sich für die Gemeinwohl-Bilanz interessieren oder sie bereits als Instrument einsetzen, mindestens fünf Mitarbeitende und ihre Betriebsstätte im deutschsprachigen Raum haben. Ziel der Studie ist die Dokumentation und Evaluation des Prozesses der Gemeinwohl-Bilanzierung.

Im Mittelpunkt der Studie werden zwei Fragen stehen:

  • Wirkt sich die Beschäftigung mit der Gemeinwohl-Bilanz langfristig auf das Verhalten der Mitarbeitenden aus?
  • Können Unternehmen/Organisationen durch den Prozess der Gemeinwohl-Bilanzierung einen Beitrag zu einer Gemeinwohl-orientierten Gesellschaft leisten?

Der Vorteil für Unternehmen/Organisationen ist, dass sie mit der Teilnahme an der Studie eine unabhängige und kostenfreie Evaluierung ihrer Organisationsentwicklung erhalten und gleichzeitig zur wissenschaftlichen Prüfung der Wirkung einer Gemeinwohl-Bilanzierung beitragen.

Infos zur Teilnahme:

Interessierte Unternehmen/Organisationen können das Anmeldeformular ab sofort unter austria@ecogood.org anfordern. Nach Klärung einer möglichen Kooperation und dem damit verbundenen Zeitaufwand kann eine wissenschaftliche Begleitung durch das Institut für Psychologie der Universität Innsbruck starten. Die Studienteilnahme ist kostenfrei.

Links zur Gemeinwohl-Ökonomie in der Wissenschaft

Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik
Jahrgang 20, Heft 3/2019 „Ökonomie und Gemeinwohl, Nomos Verlag: zfwu.nomos.de
Interview mit Christian Felber: Die Macht der Konzerne brechen. Presselink

Forschung | Gemeinwohl-Ökonomie
AK Wissenschaft und Forschung | Info
Forschungsverein der Gemeinwohl-Ökonomie | Info
Online-Bibliothek wissenschaftlicher Arbeiten zur GWÖ

Wissenschaftliche Konferenz an der Hochschule Bremen
„Economy for the Common Good – ECGPW-2019“ | Programm

GIVUN-Studie | Universität Flensburg und Universität zu Kiel
Zusammenfassung inkl. Kommentar der GIVUN-Studie und Schlussbericht

Empirische Studie zur Gemeinwohl-Ökonomie | Universität Valencia
Kurzfassung der empirischen Studie des Lehrstuhls für Gemeinwohl-Ökonomie an der Universität Valencia

Forschungsprojekt am IASS Potsdam
Vergleich von Nachhaltigkeits-Berichtsstandards

Leitfaden | Universität Bremen
Die GWÖ in der RENN.nord-Broschüre „Die SDGs für und durch KMU

SDG | Punkten für das Gemeinwohl
Ein Leitfaden von Matthias Kasper und Gerd Hofielen

Über die Gemeinwohl-Ökonomie

Die weltweit agierende Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung wurde 2010 ins Leben gerufen. Sie basiert auf den Ideen des österreichischen Autors, Publizisten und Hochschullehrers Christian Felber. Aktuell umfasst sie weltweit rund 11.000 Unterstützer*innen, mehr als etwa 4.000 Aktive in über 150 Regionalgruppen, 31 GWÖ-Vereine, 500 bilanzierte Unternehmen und andere Organisationen, knapp 60 Gemeinden und Städte sowie 200 Hochschulen weltweit, die die Vision der Gemeinwohl-Ökonomie verbreiten, umsetzen und weiterentwickeln — Tendenz steigend! Seit Ende 2018 gibt es den Internationalen GWÖ-Verband, in dem sich die neun nationalen Vereine abstimmen und ihre Ressourcen bündeln. (Stand 11/2019). Weitere Informationen unter: www.ecogood.org

Kategorien: Europa, Ökologie und Umwelt, Pressemitteilungen, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie
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