Trump Rechtsanwalt Rudy Giuliani meint, Assange sollte nicht angeklagt werden

02.01.2019 - CO-OP News

Trump Rechtsanwalt Rudy Giuliani meint, Assange sollte nicht angeklagt werden
Rudy Giuliani spricht 2016 in Phoenix, Arizona. (Bild von Gage Skidmore | CC BY-SA 3.0, via wikimedia commons)

Donald Trumps Rechtsanwalt Rudy Giuliani sagte am Montag, dass WikiLeaks-Herausgeber Julian Assange „nichts Falsches“ getan habe und nicht ins Gefängnis gehen dürfe wegen der Verbreitung gestohlener Informationen, wie das nicht anders auch die großen Medien tun.

„Nehmen wir die Pentagon-Papiere“, sagte Giuliani zu Fox News. „Die Pentagon-Papiere waren gestohlenes Eigentum, nicht wahr? Sie wurden in der der New York Times und der Washington Post veröffentlicht. Niemand von der New York Times und der Washington Post ging dafür ins Gefängnis.“

Giuliani sagte, es habe auch „Enthüllungen in der Zeit der Bush-Regierung“ gegeben, wie zum Beispiel Abu Ghraib. „All das ist gestohlenes Eigentum. Es wurde von der Regierung genommen und es ist gegen das Gesetz. Aber wenn Medien es erhalten, können sie es veröffentlichen“, sagte Giuliani, „um die Menschen zu informieren“.

„Assange ist in der gleichen Position“, sagte er. „Er war ein Typ, der kommunizierte.“

Giuliani sagte: „Vielleicht gefällt uns ja nicht was [Assange] kommuniziert, aber er gehörte nun mal zu Medien. Er hat diese Informationen veröffentlicht“, sagte er. „Jede Zeitung und jeder Sender hat sie genommen und veröffentlicht.“

Die US-Regierung gab zu, dass sie gegen Assange wegen der Veröffentlichung von Verschlusssachen Anklage erhoben hat, aber sie kämpft vor Gericht, um die Details der Anklage geheim zu halten. Als Rechtsanwalt und enger Berater von Trump könnte Giuliani die Meinung des Präsidenten und des Justizministeriums über Assange beeinflussen.

Giuliani sagte auch, dass es keine Koordination zwischen der Trump-Kampagne und WikiLeaks gegeben habe. „Ich war in den letzten vier Monaten der Kampagne täglich mit Donald Trump zusammen“, sagte er. „Er war genauso überrascht wie ich über die WikiLeaks-Enthüllungen. Manchmal so überrascht, dass er meinte, ‚Oh mein Gott, haben die das wirklich gesagt?‘ Wir fragten uns ob es wahr sein konnte. [Die Clinton-Kampagne] hat es nie geleugnet.“

Giuliani sagte: „Was Hillary wirklich nahe ging, waren nicht so sehr die Enthüllungen selbst, sondern dass sie der Wahrheit entsprachen. Es gab wirklich so schlechte Leute und Betrug in Bezug auf die Debatten. [Hillary] hatte von Donna Brazile tatsächlich schon vorher die Fragen zugesteckt bekommen. Sie hat Bernie Sanders gründlich hintergangen.“

„Jedes bisschen davon war wahr“, fuhr er fort. „So wie die Pentagon-Papiere ein anderes Licht auf Vietnam geworfen hatten, so hat dies auch ein anderes Licht auf Hillary Clinton geworfen.“

Giuliani sagte: „Es ist nicht recht zu hacken. Leute, die es getan haben, sollten ins Gefängnis, aber Pressevertreter oder Personen, die das zum Zwecke der Information veröffentlichten, haben nichts falsch gemacht.“

Assange verbirgt sich seit sechs Jahren als Flüchtling in der ecuadorianischen Botschaft in London, aus Angst, dass die britischen Behörden ihn verhaften und zur Strafverfolgung in die USA ausliefern würden, wenn er das Gebäude verlässt.

Von Joe Lauria für consortiumnews.com
Deutsche Übersetzung und Beitrag übernommen von CO-OP News

Kategorien: Menschenrechte
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