Hausarrest für Milagro Sala

19.08.2017 - San Salvador de Jujuy, Argentinien - Mariano Quiroga

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch, Italienisch verfügbar.

Hausarrest für Milagro Sala
(Bild von Tupac Amaru: Zustand des Hauses, in das Milagro Sala gebracht werden soll)

Die argentinische Regierung hat bis nach den Wahlen gewartet, um die Bestimmungen der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) umzusetzen. Sie tut dies nach Ablauf der Frist und auf die schlechtest mögliche Weise. Die Justizbehörde der Provinz Jujuy hat nun festgestellt, dass Milagro Sala Hausarrest zugestanden wird.

Um die lange Reihe der Schikanen gegen die soziale Leiterin weiterzuführen, wurde als Ort ein Haus aus ihrem eigenen Besitz ausgewählt, das noch nicht fertiggestellt ist und das während ihrer Haft geplündert wurde. Das Gebäude sollte eine Rehabilitationsklinik beherbergen, hat aber heute weder Türen oder Fenster noch Stromanschluss, laufend Wasser oder sanitäre Anlagen.

Die Empfehlung der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte hatte die Freilassung der Abgeordneten des Parlasur aufgrund der Gefahr für Leib und Leben während ihrer Haft im Gefängnis von Alto Comedero gefordert. Offensichtlich zielt die Entscheidung, sie in einem verlassenen Haus in der Peripherie der Stadt San Salvador im Viertel Cienaga unterzubringen, darauf ab, sie zu demütigen.

Der Richter Gastón Mercau hatte die Entscheidung den Anwälten am Mittwoch mitgeteilt, die dies als einen sehr wichtigen Schritt vorwärts bewerten, auch wenn sie gegen die Wahl des Hauses für ihre Klientin protestierten. Die Anwälte sind nun bemüht, die Überführung angesichts der andauernden Drohungen und des damit verbundenen Risikos für die körperliche Unversehrtheit von Milagro so schnell wie möglich durchzuführen.

Milagro Sala wurde von der Arbeitsgruppe für willkürliche Verhaftungen der Vereinten Nationen als politische Gefangene bezeichnet; hunderte von Menschenrechtsorganisationen fordern die sofortige Freilassung der sozialen Leiterin.

Kategorien: Indigene Völker, Menschenrechte, Südamerika
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