Start Kongress IPB in Berlin

01.10.2016 - Matilde Mirabella - Anna Polo

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Französisch, Italienisch, Griechisch verfügbar.

Start Kongress IPB in Berlin
(Bild von Dario Lo Scalzo: Samir Amin)

Nach einem kurzen musikalischen Intermezzo begann gestern der Kongress mit der Begrüßung der über tausend registrierten Teilnehmer durch Ingeborg Breines, Vizepräsidentin des IPB, zusammen mit Reiner Braun. „Wir sind hier, um zu verstehen, in Freundschaft zusammenzuarbeiten und um Alternativen zu Krieg und Waffen zu präsentieren“, bekräftigte Breines. Sie fügte hinzu: „Zu meinen, man könne Ungerechtigkeit mit militärischen Mitteln bekämpfen, ist naiv.“ Sie erinnerte auch an Gorbatschow, der sagt ohne die Friedensbewegung wäre  der Kalte Krieg nie beendet worden.

Es folgten Begrüßungen und Ansprachen der beteiligten Institutionen: der Präsident der technischen Universität Berlin, drs Finanzsenator der Stadt Berlin sowie Vertreter der Bundesregierung zu den Themen Abrüstung und Waffenkontrolle, dessen Rede nicht gänzlich frei von Scheinheiligkeit war.
Der Apostolische Nuntius des heiligen Stuhls in Berlin überbrachte Grüße und  eine Ermutigung von Papst Franziskus; und so ging man nach der Übertragung eines Videos der Konferenz des australischen Netzwerks für Frieden zu den Eröffnungsreden über.

Die einzige Ansprache, die aus einer langen Reihe von Reden herausstach und auch Aufsehen erregenden Beifall hervorrief, war die letzte von Samir Amin, Ökonom und Direktor des Third World Forum. Amin verurteilte in klaren Worten die Tatsache, dass laut Daten von SIPRI über 75% der weltweiten militärischen Ausgaben auf das Konto der westlichen Welt und Japan gehen, und bestritt somit die im Laufe des Kongresses oft wiederholte Aussage von Ban Ki Moon: es ist nicht die Welt, die überbewaffnet ist, sondern der Westen. „Wenn wir die NATO nicht auflösen, bleibt alles andere nur Geschwätz“, unterstrich er mit Nachdruck. Er fügte hinzu, dass eine Garantie für „Gesundheitsversorgung, Bildung und würdige Arbeitsplätze in die entgegengesetzte Richtung von neoliberaler Politik gehen“ und diese somit radikal zur Diskussion gestellt werden.

Der Kongress geht heute, am Samstag, 1. Oktober, mit zahlreichen Workshops und Konferenzen weiter gehen. Um 19 Uhr wird auf dem Platz vor der Universität ein menschliches Friedenszeichen gebildet werden, dass sich dann in das Symbol der Gewaltfreiheit verwandeln wird.

Übersetzung aus dem Italienischen von Evelyn Rottengatter

Kategorien: Europa, Frieden und Abrüstung
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