Sadakos Kraniche – Eine Rezension über das Kinderbuch von Judith Loske

31.07.2015 - Sabine Bock

Sadakos Kraniche – Eine Rezension über das Kinderbuch von Judith Loske

Vor 70 Jahren im August 1945 warfen die USA über Hiroshima und Nagasaki Atombomben ab, die unzählige Menschenleben forderten. Judith Loske hat sich mit diesem Thema auf eine ganz besondere Art auseinandersetzt und ein Kinderbuch namens „Sadakos Kraniche“ erschaffen, das im Minedition Verlag in 2011 erschienen ist.

Die Geschichte wird von Sadakos Katze erzählt, wie sie zusammen im Sommer 1945 spielen, im Gras liegen und Reisbällchen essen. Plötzlich wird die Idylle beendet, als eine riesige schwarze Wolke auftaucht und alles zu grauer Asche regnen lässt. Im Alter von elf Jahren bekommt Sadako die Folgen dieser radioaktiven Wolke zu spüren. Sie erkrankt an Leukämie. Als sie von einer japanischen Legende erfährt, schöpft Sadako wieder Hoffnung auf Genesung. Laut dieser Legende wird jedem ein Wunsch erfüllt, wenn er eintausend Origami Kraniche faltet. Sofort beginnt Sadako die Papierkraniche zu falten, denn wenn diese Legende stimmt, dann kann sie vielleicht doch noch gesund werden. Während immer mehr Papierfalter entstehen, erzählt Sadakos Katze ihr, was sie gemeinsam noch alles machen können, wenn sie denn wieder gesund wird. Doch Sadakos Kraft reicht nicht mehr aus.

Die Geschichte von Sadakos Sasaki wird in diesem Bilderbuch nacherzählt und hat mich zu tränen gerührt und sehr bewegt. Die Autorin Judith Loske versteht es mit kurzen Sätzen, eine wahre Bilder- und Gefühlsflut beim Leser auszulösen. Die Tatsache, dass dies nicht eine fiktive Geschichte ist, sondern auf einer wahren Begebenheit beruht, macht dieses Kinderbuch besonders rührend. Die Illustrationen sind im japanischen Stil und heben sich von gängigen deutschen Bilderbüchern ab. Judith Loske hat dabei ihren eigenen Stil in die Bilder einfließen lassen.

Sadakos KranicheFazit: Es ist ein außergewöhnlich schönes Buch, das den Leser nachdenklich werden lässt und sich ideal dafür eignet, auf behutsame Art und Weise zu erklären, was Atomwaffen auf dieser Welt anrichten, wenn wir das nicht verhindern. Da die Autorin nicht im Detail auf Sadakos Krankheit eingeht, ist die Geschichte absolut kindertauglich, obwohl es sich um solch ein ernsthaftes Thema handelt.

„Den Kindern Hiroshimas, die weckt kein Vogel mehr.

Und jedes Kind legt leise, in seinen Kranichkranz,

Noch seine größte Bitte, lasst unsere Erde ganz!“

 

In Japan steht ein Denkmal, das trägt in bunter Zier,

Viel Tausend Kranichvögel gefaltet aus Papier,

Viel Tausend Kranichvögel gefaltet aus Papier.

 

Das schicken Japans Kinder aus allen Orten her,

Den Kindern Hiroshimas, die weckt kein Vogel mehr,

Den Kindern Hiroshimas, die weckt kein Vogel mehr.

 

Und jedes Kind legt leise, in seinen Kranichkranz,

Noch seine größte Bitte, lasst unsere Erde ganz,

Noch seine größte Bitte, lasst unsere Erde ganz!

 

Fliegt hin ihr Kranichvögel, helft das in aller Welt,

Die Menschen Frieden haben und das er immer hält,

Die Menschen Frieden haben und das er immer hält!

Kategorien: Frieden und Abrüstung, Kultur und Medien
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