Flüchtlinge im Durststreik auf dem Alexanderplatz

08.05.2014 - Pressenza Berlin

Flüchtlinge im Durststreik auf dem Alexanderplatz
(Bild von Flüchtlinge im Hungerstreik auf dem Alexanderplatz, immer wieder unter Regen. Die Nacht kurz vor dem Anfang des trockenen Hungerstreiks. Foto: Florian Boillot)

Aus den Pressemitteilungen von Asylum Rights Evolution

Wir fordern, als Menschen respektiert zu werden!
Wir wollen, dass unsere Menschenrechte eingehalten werden!
Wir fordern die Weiterentwicklung des Asylrechts!

Seit Samstag, 3. Mai 2014, befinden wir, 14 Asylsuchende aus verschiedenen Lagern in Deutschland uns auf dem Berliner Alexanderplatz im unbefristeten Hungerstreik. Da keine Vertreter/innen von Bundesinnenministerium oder BAMF mit uns gesprochen haben, sind wir seit Dienstag Mitternacht im trockenen Hungerstreik, das heißt, wir trinken seitdem auch kein Wasser mehr. Damit wollen wir auf die Dringlichkeit unserer politischen Forderungen aufmerksam machen.

Wir sind Menschen und wollen auch als solche anerkannt und behandelt werden. Wir fordern die Anerkennung aller Hungerstreikenden als „Flüchtlinge“ nach §23 des Asylgesetzes!

Wir schlafen draußen in der Kälte, und bis jetzt hat keinerlei Verhandlung stattgefunden. Wir wurden beleidigt, wir haben Angst.

Trotz der Risiken (Krankheit, rassistische Aggressionen) werden wir weiterhin an diesem Ort bleiben, bis wir eine akzeptable Entscheidung der Behörden zu unseren Forderungen bekommen.

Wir haben das letzte eingesetzt, was uns bleibt – unsere Körper. Jetzt ist es an Euch, Euch mit Euren Möglichkeiten für uns und unsere Forderungen einzusetzen!

Kundgebung vor dem Bundesinnenministeriums

Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir alles getan, damit unsere Stimmen von den verantwortlichen Personen gehört werden. Aber niemand ist gekommen, um uns zu sehen.

Also richten wir einen Appell an die Zivilgesellschaft, die diese Personen ermächtigt. Wir fordern die Zivilgesellschaft jetzt auf, Freitag um 14 h zum Innenminister zu gehen, um unsere Rechte einzufordern.

Wir sind Menschen, genau wie ihr. Und wir wollen die gleichen Rechte wie ihr. Wir wollen unter den gleichen Bedingungen leben wie ihr. Wir wollen das Recht auf Bildung, auf Emanzipation, das Recht für unseren Unterhalt aufzukommen und den Zugang zur Beschäftigung, das Recht auf Aufenthalt, das Recht zu reisen. Deshalb wünschen wir die Erfüllung des Paragraphen 23 zu unseren Gunsten.

Wir appellieren jetzt an alle Menschen, denen die Menschenrechte am Herzen liegen, die unsere Forderungen unterstützen. Wir bitten euch, zum Innenminister zu gehen, um ihn aufzufordern, seine Verantwortung zu erfüllen und ihm unsere Botschaft zu überbringen, dass wir den Paragraphen 23 einfordern.

Freitag, 9. Mai 2014, um 14 Uhr vor dem Bundesministerium des Inneren (BDI), Alt-Moabit 101, Nähe U9 Turmstraße, zu versammeln.

Kategorien: Europa, Gewaltfreiheit, International, Menschenrechte, Pressemitteilungen, Vielfalt
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