Feierlichkeiten auf dem Berg

10.04.2014 - Ernesto H. De Casas

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Französisch verfügbar.

Feierlichkeiten auf dem Berg

Die beschriebene Veranstaltung aus der Feder des langjährigen Aktivisten und Freundes von Silo ist von besonderer Bedeutung für Pressenza als eine internationale Presseagentur, weil diese Agentur von Mitgliedern der Humanistischen Bewegung gegründet wurde. Deren Ursprung wird im folgenden Text beschrieben. Der Text von Ernesto de Casas (Tito) folgt (Hrsg.):

Am 4. Mai 2014, werden wir wieder den Tag des Bekenntnisses feiern, es ist das Jubiläum von Silos berühmter Rede „Die Heilung des Leidens„. Darüber hinaus wird es auch als Auftakt, zu den Gedenkfeiern dienen, die zum 50. Jahrestag der gleichen Rede, im Jahr 2019 stattfinden werden.

Man könnte fragen, was ist damals geschehen? Um ein wenig in der Geschichte zu forschen, müssen wir zurück zum Anfang der 60er Jahre gehen, als der junge Mario Rodríguez Cobos begann, seinen Standpunkt den Freunden, Nachbarn und Kollegen zu erklären. Diese nahmen kurz darauf seine Vorschläge auf und gründeten die ersten Gruppen in denen die persönliche und soziale Veränderung studiert wurde. Das bedeutete sich zu entscheiden viele seiner anderen Aktivitäten nicht mehr zu machen, das klar wurde als er fortfuhr zu sagen: „… Ich machte eine Neuordnung meiner inneren Wahrheiten und habe mich für diesen Weg entschieden.“ Später, nach zahlreichen Treffen, Seminaren, Reisen, Studien und Erfahrungen, beschloss er im Jahr 1969, sich an einen abgelegenen Ort zurückzuziehen. So kam er zu diesem speziellen Ort in der Nähe von Mendoza der Punta de Vacas heißt, wo er sich allein, eine Einsiedelei als Ort der Meditation aufbaute. Gelegentlich überquerte er die Anden [1], um Vorträge zu halten und bei anderen Gelegenheiten empfing er Journalisten, während er immer noch in den Bergen lebte um nachzusinnen. Es war am Ende des Sommers, als er sich einverstanden erklärte, eine öffentliche Rede am gleichen Ort zu halten, als Antwort auf die Weigerung der Behörden, ihn in einem städtischen Zentrum sprechen zu lassen. Wir halfen bei den Vorbereitungen und die Leute, die sich in die unwirtliche Landschaft wagten, konnten an einem sonnigen Tag im Mai, zum ersten Mal diesen Mann reden hören. Seine Stimme donnerte mit dem Satz: „... Wenn du gekommen bist, um einen Menschen anzuhören …“ [2] und er wurde zu Silo, in dem er seine Gedanken äußerte zu Themen wie: die Überwindung Schmerz und Leiden, die Dringlichkeit der Gewaltlosigkeit, die Zurückweisung von Begierden und der Notwendigkeit auf die Bedürfnisse zu achten, keine falschen Auswege zu suchen, den Fluss der Geschichte nicht zu stoppen und zu lernen, zu lieben, den Geist und den Körper zu erheben und vieles mehr. All dies in einem Land mit einer enormen Zensur und in einer Welt die auf tausend Arten erschüttert war. Später präsentierte er seine Offenbarungen im Buch „Der innere Blick“.

Eine Bewegung, eine geistige Strömung hatte begonnen, welche die Humanistische Bewegung werden würde. Er sagte: „… Wenn wir eine Strömung gefunden hätten, die unsere Vorschläge vertritt, wären wir beigetreten aber da es weltweit keine gab, haben wir unsere eigene gegründet.” Er fuhr mit seiner Rede fort: „… Ich spreche von dem was die Menschen glücklich und frei macht.“ Und warum nicht, da die universelle Prämisse lautet: „Die Erde menschlich machen“. Mehr Freunde begannen sich zu beteiligen, sich anzuschließen, die Ideen zu verbreiten und der Siloismus war geboren.

Dreißig Jahre vergingen, bevor er im Jahr 1999 zurückkehrte, um erneut zu sprechen, er begann mit etwas sehr mächtigem „… Hier sind wir wieder“ Fünf Jahre später anlässlich der jährlichen Feier von “Silos Botschaft”, sprach er wieder sehr direkt: „… Wir sind gescheitert, aber beharren auf unserem Projekt!“ (Da trotz der Bemühungen das zu ändern, weltweit die Gewalt und die Konflikte im Allgemeinen zunahmen). Später, während der Tage der spirituellen Inspiration, die im Mai 2007 stattfanden [3], empfahl er die Versöhnung als eine tiefgreifende spirituelle Erfahrung. Er empfahl zu berücksichtigen, dass es keinen Fortschritt in der persönlichen oder sozialen Freiheit gäbe, ohne eine Versöhnung mit großer innerer Tiefe. All das wird im Buch „Silo unter freien Himmel“ zu finden sein. [4]

Dies ist ein sehr kurzer Überblick, über das was an diesem Ort zwischen den hohen Gipfeln begonnen hat, und was sich über vier Jahrzehnte lang in Aktivitäten in jeder Ecke des Planeten entwickelt hat, mit einer Vielzahl von Themen, in zahlreichen Treffen, Interviews, Vorträgen, Kundgebungen und Veranstaltungen. So hat er uns seine großartige Arbeit in verschiedenen Texten hinterlassen, als ein inspirierender Autor, sowohl im Bereich des Neuen Humanismus, als auch mit seinem Beitrag zur neuen Spiritualität mit „Silos Botschaft“.

Aus all diesen Gründen ist er eine außergewöhnliche Persönlichkeit, mit einem beispielhaften Charakter, ein wirklich Weiser, unzweifelhaft ein Führer, der uns bewegt und ermutigt hat, und der es nicht für einen einzigen Tag seines Lebens versäumte, seine Entdeckungen zu vertiefen und diese selbstlos für das Wohl aller weiterzugeben. Dafür: Danke Silo.

Ich möchte diese Einladung hinzufügen:

Liebe Freunde,

an diesem für uns sehr bedeutenden Tag, möchten wir feiern und zu einem herzlichen Treffen im Punta de Vacas Park einladen.

Die Gemeinschaften von Silos Botschaft in Mendoza laden zu der Veranstaltung am 4. Mai 2014, um 12 Uhr im Park von Punta de Vacas ein. Diejenigen, die dies wünschen, können persönlich oder durch das Senden einer Nachricht an testimonios.pdv@gmail.com Zeugnis ablegen.

Es werden auch andere Aktivitäten wie Führungen, Begehungen, Zeremonien, das Hören einer Aufnahme der Rede von 1969 und eine gemeinsame Mahlzeit stattfinden.

Wir freuen uns auf deinen Besuch.

Gemeinschaften von Silos Botschaft Mendoza

Friede, Kraft und Freude.

Ernesto de Casas

Übersetztung auf Deutsch von Angelika Klatte

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[1] Dies wurde als Dialoge von Isla Negra (ein Ort, an der chilenischen Küste) des nicht fertiggestellten Textes „Silo und die Befreiung“ transkribiert.

[2] „Die Heilung vom Leiden“, Punta de Vacas, May 4th 1969

[3] Tage der spirituellen Inspiration– Punta de Vacas Park, Argentinien, 3, 4 und 5 Mai 2007

[4] Und im Abschnitt Meilensteine auf www.Silo.net


Über den Autor:

Ernesto H. Casas geboren in Mendoza, Argentinien, am 29. März 1947, die Eltern waren Zahnärzte, er ist der ältere von zwei Brüdern. Er studierte in seiner Heimatstadt Weinkunde und Kunst. Er schloss sich sehr jung dem Siloismus an, dem Beginn dieser Strömung, die in der gleichen Provinz entstand. Er war und ist in verschiedenen Bereichen aktiv. Reist  viel in Amerika, Europa und Asien. Er ist verheiratet mit drei Kindern. Er arbeitet als Übersetzter für Fachenglisch, Schriftsteller, Essayist und bildender Künstler und so trägt er zur neuen spirituellen und humanistischen Zeit bei, die bereits begonnen hat.

Kategorien: Gewaltfreiheit, Humanismus und Spiritualität, Südamerika
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