David Ramírez, vom sozio-produktiven Kollektiv Carabobo Libre, hat die völkerrechtswidrigen US-Angriffen auf Venezuela in der Nacht auf den 3. Januar erlebt. Für poonal beschreibt er die Lage in Venezuela nach den Stunden nach dem Angriff und der gewaltsamen Entführung von Präsident Nicolas Maduro.

In Venezuela sind wir heute mit dem Geräusch von Bomben aufgewacht, die über unserer Heimat explodieren. Der Angriff begann in den frühen Morgenstunden, und die Nachricht verbreitete sich sehr schnell – unter Familien, Nachbar*innen und in den Gemeinden, schneller, als wir es uns vorstellen konnten. Unmittelbar begannen die Behörden damit, die betroffenen Wohngebiete zu evakuieren, insbesondere in Fuerte Tiuna, einem Militärgebiet mit Wohnzonen. Gemeinden und Viertel begannen sich zu mobilisieren, über die unterirdischen Gleise der Metro bewegen sich Menschen, um sich vor weiteren Angriffen durch die Vereinigten Staaten in Sicherheit zu bringen.

Das Land ist mitten in der Nacht in Bewegung. Man sieht lange Schlangen vor Supermärkten und Tankstellen, um sich einzudecken – vor allem mit Wasser und Lebensmitteln. Die Bevölkerung weiß, dass wir uns auf einen langen Weg vorbereiten müssen. In anderen Regionen des Landes, die keine direkten Bombenangriffe erlitten haben, erreicht die Nachricht die Menschen über Direktnachrichten unter Bekannten, über nationale Nachrichtensender und insbesondere über soziale Netzwerke, in denen sich Nachrichten aller Art verbreiten – viele falsche und unbewiesene, andere wiederum echt. Wir wissen bereits, wie man diesen Kampf gegen Desinformation führt.

Es gibt viele offene Fragen darüber, was gerade geschieht. In den frühen Morgenstunden wird über Medien, Kanäle und Informationsgruppen gemeldet, dass vier Bundesstaaten des Landes angegriffen wurden, dass ein Lebenszeichen von Präsident Nicolás Maduro und Cilia Flores gefordert wird und dass unklar ist, ob sie am Leben sind und wo sie sich aufhalten. Die Behörden rufen zur Ruhe und zur Organisierung der Bevölkerung auf. Die Menschen werden aufgerufen, auf die Straße zu gehen, insbesondere auf die Plaza Bolívar. Über die Geschehnisse im Präsidentenpalast Miraflores sind bislang keine Details bekannt.

Präsidenten der Region mobilisieren Truppen und erklären ihre Unterstützung für das Volk Bolívars. Die UNO und andere Organisationen äußern sich zu dieser Barbarei. Nach den eigenen Aussagen von Donald Trump ist bereits klar: Es geht um das Öl, das Land und den Reichtum Venezuelas.

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