Dokumentarfilm ITHAKA über Julian Assange eröffnet fünftes Human Rights Film Festival Berlin. Das fünfte Human Rights Film Festival Berlin präsentiert vom 13. bis 23. Oktober 2022 41 Filme über den aktuellen Stand der Menschenrechte auf der Welt. Eröffnet wird das Festival mit ITHAKA: Der Film ist ein eindringliches Porträt über die Familie von WikiLeaks-Gründer Julian Assange und macht deutlich, welche persönlichen Konsequenzen der Kampf um die Wahrheit nach sich ziehen kann.

John Shipton ist pensionierter Baumeister und lebt zurückgezogen. Früher war er Antikriegsaktivist, heute kämpft er um seinen Sohn – den berühmtesten politischen Gefangenen der Welt: Julian Assange. Mit ITHAKA des australischen Regisseurs Ben Lawrence verspricht das Human Rights Film Festival Berlin einen fulminanten Auftakt. Der Film wird am 13. Oktober im historischen Saal des Berliner Kinos Colosseum als Deutschlandpremiere gezeigt.

Beyond Red Lines – das Motto des 5. Human Rights Film Festivals

„Viele unserer diesjährigen Filme verdeutlichen, welche dramatischen Folgen es hat, wenn rote Linien übertreten werden. Unsere Filme erzählen aber auch von Menschen, die trotz aller Widrigkeiten nicht aufgeben, für eine bessere Welt zu kämpfen“, sagt Anna Ramskogler-Witt, Direktorin des Festivals.

Im Zentrum stehen dabei die persönlichen Geschichten inspirierender Menschen: Der Film ERASMUS IN GAZA erzählt von einem Medizinstudenten aus Italien, der sich ausgerechnet das Krisengebiet für sein Auslandsjahr ausgesucht hat. Bei GENERATION EUROMAIDAN geht es um drei ehemalige Maidan-Aktivist*innen, die heute als Abgeordnete mit der Realität des Krieges in der Ukraine konfrontiert sind. TALIBAN LAND folgt einem Journalisten, der nach Afghanistan geht, um Zeitgeschichte zu dokumentieren, als alle anderen das Land verlassen.

Filmprogramm

Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis und Human Rights Forum

Vergeben wird auch in diesem Jahr wieder der mit 3.000 Euro dotierte Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis für Freiheit und Menschenrechte, der von der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung gestiftet wird. 10 Filme treten für den Wettbewerb um den Preis an. Der Preisträger wird von einer hochkarätig-besetzen internationalen Jury gewählt.

Begleitet wird das Festival bereits zum dritten Mal durch das Human Rights Forum, das im neuen Festivalzentrum in der Villa Elisabeth in Berlin-Mitte stattfinden wird. Das Forum ist eine interdisziplinäre Plattform zu den Themen Storytelling, Aktivismus sowie Menschenrechte und besteht aus Konferenzen, Workshops und einer multimedialen Ausstellung.

Erstmals in diesem Jahr findet die Gesprächsreihe „Talking Humanity“ zu aktuellen politischen Themen statt. Zugesagt haben bisher Familienministerin Lisa Paus, die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Bärbel Kofler sowie Restitutions-Expertin Bénédicte Savoy oder Diplomatin und Aktivistin Aya Chebbi.

„Kriege, Klimakrise und Ungleichheit – weltweit hat die Menschheit bereits zu viele rote Linien überschritten. Mit unserem Filmfestival und dem Begleitprogramm richten wir einen konstruktiven Blick nach vorn, um Lösungen für eine bessere Zukunft zu finden“, sagt Jan Sebastian Friedrich-Rust, Geschäftsführer von Aktion gegen den Hunger und Gründer des Human Rights Film Festival Berlin, das in diesem Jahr mit Save the Children und Greenpeace als Hauptpartner stattfindet.

Die Filme werden sowohl deutschlandweit online als auch offline in sechs Berliner Kinos (ACUDKino, Colosseum, Hackesche Höfe Kino, Kant Kino, Passage Kino, Sputnik am Südstern, Zeiss Großplanetarium) gezeigt. Der Vorverkauf hat begonnen.

Eine Presseakkreditierung ist ab sofort möglich. Gerne vermitteln wir Interviews mit Regisseur*innen, Protagonist*innen und Aktivist*innen. Eine Liste der verfügbaren Interviewpartner*innen finden Sie unterwww.hrffb.de/presse.

Für den Eröffnungsfilm stehen Regisseur Ben Lawrence, Produzent Gabriel Shipton und der Protagonist des Films John Shipton für Interviews zur Verfügung. John und Gabriel werden auch zur Eröffnung des Festivals anreisen.

Über das Human Rights Film Festival Berlin
Das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) wurde von der humanitären und entwicklungspolitischen Organisation Aktion gegen den Hunger initiiert und findet seit 2018 jährlich statt. Das Festival stellt Geschichten aus allen Teilen der Welt in den Mittelpunkt, die auf eindringliche Weise über den aktuellen Stand der Menschenrechte berichten. Das HRFFB 2022 wird von Aktion gegen den Hunger in Partnerschaft mit Save the Children und Greenpeace ausgerichtet. Die drei Organisationen setzen dabei mit einer jeweils von ihnen kuratierten Filmauswahl thematische Schwerpunkte zu humanitärer Hilfe und Hungerbekämpfung, Frieden, Schutz der Ressourcen und Umwelt sowie Kinderrechten, Flucht und Migration.

Pressemitteilung