Seit 09:30 haben rund 40 Aktivist:innen der Klimaprotestbewegung Extinction Rebellion die Zentrale der SPÖ Wien in der Löwelstraße 18 besetzt. Die Aktivist:innen drangen in das Gebäude ein, rollten ein Banner aus dem Fenster, klebten sich mit Händen fest und hielten eine Rede zur Straße hinaus. Als Grund für die Aktion gaben die Aktivist:innen die katastrophale Betonpolitik im Verkehrsbereich, insbesondere den geplanten und von der SPÖ zu verantwortenden Bau der „Stadtautobahn“ in Hirschstetten an.

Bereits seit über drei Wochen sind die Baustellen vor Ort ebenfalls besetzt. Ein breites Klimabündnis aus Jugendrat, System Change, not Climate Change!, Fridays for Future, Extinction Rebellion u.v.m. protestiert seit mehreren Wochen gegen die Zubringerstraße des Lobau-Autobahn.

Seit über 20 Jahren wehrt sich die Zivilgesellschaft gegen das Monsterprojekt, doch die Bundesregierung und die Stadt Wien wollen es mit allen Mitteln durchsetzen. Mit dem Bau der Stadtautobahn als Zubringerin für die Lobau-Autobahn wollen sie Fakten schaffen. „Mit Lügen und völlig faktenbefreiten Werbekampagnen versucht die Stadt Wien und im besonderen Bürgermeister Ludwig’s SPÖ Wien die Menschen vor Ort für ein Projekt zu begeistern, welches in Wirklichkeit zu deren Lasten gehen wird.“ so ein Sprecher von Extinction Rebellion. „Wir tragen den Protest direkt zu den Blockierern der dringend notwendigen Mobilitätswende.“

Mit der Aktion läutet Extinction Rebellion das zweite Mal dieses Jahr die sogenannte „Rebellionswelle“ ein. Halbjährlich sammelt die globale Klimaschutzbewegung Ihre Kräfte in den Hauptstädten, um dort mit gewaltfreiem zivilen Ungehorsam gegen die Untätigkeit der Politik gegenüber Klimakrise und ökologischem Kollaps zu protestieren. Auch in dieser Woche sind weitere Aktionen für Wien geplant.