Berta Cáceres gedenken, Gerechtigkeit einfordern

17.03.2021 - Lateinamerika Nachrichten

Berta Cáceres gedenken, Gerechtigkeit einfordern
(Bild von „Gerechtigkeit für Berta“ heißt es auch fünf Jahre nach ihrer Ermordung / Foto: Trocaire via Flickr (CC BY 2.0))

Am 2. März jährt sich der Mord an der indigenen Führungsperson und Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres zum fünften Mal. Cáceres hatte sich zu Lebzeiten dem Kampf für ein gerechtes und würdevolles Leben der indigenen Gemeinschaften in Honduras verschrieben. Die von ihr gegründete Umweltorganisation COPINH ruft zu Cáceres‘ Todestag zu einer weltweiten Twitteraktion unter dem Motto „Gerechtigkeit für Berta“ (#JusticiaParaBerta) auf.

„Wir gedenken der fünf Jahre seit dem Tod unserer Freundin Berta Cáceres, fünf Jahre des Kampfes gegen die Straflosigkeit und Ungerechtigkeit in Honduras. Es sind fünf Jahre, in denen wir uns den wirtschaftlichen und politischen Machthabern gegenübergestellt haben, die uns die Gerechtigkeit entreißen wollten. Aber es sind auch fünf Jahre, in denen wir im Kampf für Gerechtigkeit solidarische Bündnisse mit unseren Gefährten geknüpft haben; fünf Jahre, die wir gemeinsam mit Berta emanzipatorische und selbstbestimmte Prozesse der Gemeinschaften aufgebaut haben“, so COPINH in der Ankündigung.

Die Organisation, die 1993 von Berta Cáceres gegründet worden war, kämpft seit fast 30 Jahren für den Umweltschutz und die Erhaltung der Lenca-Kultur. Berta Cáceres war als indigene Führungsperson landesweit und international dafür bekannt, ihre Umwelt aus der Perspektive des feminismo comunitario zu verteidigen. Im Jahr 2015 wurde ihr für den Kampf im Umweltschutz der Goldman-Preis verliehen.

Weltweites Gedenken

Am 2. März 2021 ruft COPINH zu einer internationalen Aktion auf Twitter auf. Gemeinsam soll dagegen protestiert werden, dass es im Fall der Ermordung von Berta Cáceres immer noch keine Gerechtigkeit gibt. Die Organisation bekräftigt: „Die honduranische Justiz schuldet uns noch immer etwas. Fünf Jahre nach dem Verbrechen an Berta Cáceres sind die wahren Täter hinter dem Mord, die Familie Atala Zablah, immer noch ungestraft. Der honduranische Staat weigert sich, sie juristisch zu verfolgen.“ Auf Twitter sollen deshalb auch der honduranische Innenminister sowie juristische Institutionen direkt angesprochen werden. Am 2. März wird es außerdem ein virtuelles Konzert geben. Es soll allen Aktivist*innen und Menschenrechtsaktivist*innen gewidmet sein, die auch weiterhin für ihre Rechte kämpfen. […]

Der Fall Berta Cáceres

Als wichtigster Kampf gilt Cáceres‘ Einsatz gegen das Wasserkraftwerk Agua Zarca, das am Fluss Gualcarque gebaut werden sollte. Der Fluss ist für die indigenen Lenca-Gemeinschaften ein heiliger Ort. Das Wasserkraftwerk war Teil eines Megaprojekts, das von der honduranischen Firma DESA geplant wurde. Cáceres erreichte, dass die chinesische Firma Sinohydro davon abließ, sich an den Plänen von DESA zu beteiligen.

Im Jahr 2016 dann betraten sieben bewaffnete Männer das Haus von Berta Cáceres, gaben mehrere Schüsse ab und töteten sie. In der gleichen Nacht wurde auch der mexikanische Menschenrechtsverteidiger Gustavo Castro verletzt. Die Täter wurden zwar 2019 für den Mord an Berta Cáceres zu Freiheitsstrafen von 30 bis 50 Jahren verurteilt. Einige von ihnen waren bei der Firma DESA angestellt. Trotzdem bestehen sowohl COPINH als auch die Familie von Berta Cáceres darauf, dass die, die den Mord damals in Auftrag gegeben haben sollen – die Familie Atala Zablah, Eigentümer von DESA – juristisch verfolgt werden. Der Kampf für Gerechtigkeit geht also weiter.

Am 17. Februar fand die Verhandlung gegen David Castillo, Mittäter und Angestellter der Familie Atala, statt. „Trotz der Versuche der Verteidigung, die Verhandlung inklusive der Vorführung der Beweismittel aufzuschieben, fand die Verhandlung statt. Schlussendlich wurden 88 Beweismittel vorgestellt, die Herrn David Castillo mit dem Verbrechen an meiner Mutter und unserer Gefährtin Berta Cáceres in Verbindung bringen“, so Bertha Zuñiga, Tochter von Berta Cáceres und Koordinatorin von COPINH.

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Kategorien: Indigene Völker, Menschenrechte, Mittelamerika, Ökologie und Umwelt, Wirtschaft
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