Der letzte Sketch des universellen Argentiners Quino

07.10.2020 - Mariano Quiroga

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Griechisch verfügbar.

Der letzte Sketch des universellen Argentiners Quino
(Bild von Augusto Starita / Argentinisches Kulturministerium)

Joaquin Salvador Lavado, der seine Kartoons stets lediglich mit „Quino“ unterschrieb, war ein argentinischer Karikaturist. Überwiegend bekannt wurde er jedoch als engagierter und beliebter Philosoph, der uns durch seine Arbeit zum Nachdenken anregte. Er prangerte Scheinheiligkeit, Doppelmoral und Gier genauso an wie Manipulation oder unwahre Wortbeiträge.

Mit seiner Arbeit überschreitete er Grenzen und vereinte die Gedanken und Gefühle von ganzen Generationen aus unterschiedlichsten sozialen Schichten und Kulturen. Er verlieh Solidarität, Pazifismus, Gerechtigkeit und Nichtdiskriminierung einen besonderen Stellenwert und ermöglichte seinem Publikum mithilfe seiner humanistischen Vision, tiefgehender an sowohl banale als auch außergewöhnliche Situationen heranzugehen. Mafalda wurde sein Steckenpferd, obwohl er bald aufhörte sie zu zeichnen, weil er seine geniale Kreatur nicht zu sehr ausschöpfen wollte.

Er starb zu früh, um mitansehen zu können, wie der Kapitalismus schließlich ins Gras beißen muss. „Sogar der Kapitalismus wird zur Hölle fahren. Es wird auf diese Art und Weise nicht funktionieren. Ich hoffe nur, dass sich irgendeine Art des Sozialimus auf lange Frist durchsetzten wird. Damit meine ich aber nicht die Form, die wir gerade hinter uns haben – wobei das in meinen Augen immer noch das beste bisherige Regierungssystem bleibt.“, sagte er 2004 in einem Interview mit dem Playboy.

In eben diesem Interview wurde er auch gefragt worden, wovon seine Zeichungen handelten, woraufhin er antwortete, dass sie die Beziehung zwischen den Schwachen und Starken verarbeiteten.

„Dieses Gefühl hatte mich immer gequält: Das Gefühl der Ohnmacht der Armen den Reichen gegenüber, das Gefühl der Verpflichtungen der Sklaven gegenüber ihren Herren. Ich weiß nicht, aber manchmal denke ich, ich sollte eine Weile aufhören zu arbeiten, um den Stress oder die Angst, mich zu wiederholen, zu vermeiden. Wenn ich mir jedoch dann mich selbst vorstelle, während ich eine Zeitung öffne und keines meiner Bilder darin vorfinde, werde ich noch gestresster und zeichne einfach weiter.“

Am 1. Oktober 2020 im Alter von 88 Jahren hörte sein Herz auf zu schlagen. Dieser universelle Argentinier wird jedoch in den Herzen und Erinnerungen aller weiterleben.

Anerkennungen wurden auf den sozialen Netzwerken geteilt. Einige sind hier aufgeführt:

 

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Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Chris Hoellriegl vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige! 

Kategorien: Kultur und Medien, Südamerika
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