Impfstoff gegen Covid-19: Russland, die WHO und die Europäische Arzneimittel-Agentur

15.08.2020 - Marianella Kloka

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch, Italienisch, Griechisch verfügbar.

Impfstoff gegen Covid-19: Russland, die WHO und die Europäische Arzneimittel-Agentur
(Bild von offizieller Website der Organisation: Emily O'Reilly, die Europäische Bürgerbeauftragte)

Im weltweiten Rennen um den Impfstoff gegen das Corona-Virus, mit dem bereits 751.154 Menschen starben, begegnen wir derzeit 139 Ansätzen, von denen sich laut Daten der World Health Organization 28 in der klinischen Evaluationsphase befinden. Wirft man einen genaueren Blick darauf, fällt auf, dass das russische Gamaleya-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie nur wissenschaftliche Daten zur Phase I zur Verfügung gestellt hat. Als Reaktion auf Putins Ankündigung, dass ein Impfstoff gefunden wurde, verlangte die WHO die Veröffentlichung der Ergebnisse der restlichen Phasen II und III. Nur so kann die Organisation die Bewertung zur Sicherheit und Wirksamkeit durchführen und beurteilen, ob die Bekanntmachungen eine „frühzeitige positive Auswertung“ rechtfertigen oder ob sie nicht genügen.

Jedes Land hat seine eigenen organisatorischen Körperschaften, die die Lizensierung von Medikamenten, Impfstoffen etc. regulieren. Die Beurteilung der WHO zur Effektivität und Sicherheit eines Impfstoffs gegen den Corona-Virus ist eine Art von „Qualitätssicherung, die für jeden Impfstoff, der als gebrauchsfertig deklariert wird, gehandhabt wird“, sagt Tarek Jasarevic, ein Sprecher der Vereinten Nationen. Er drängt Russland dazu, die wissenschaftlichen Daten zu teilen, die den Gebrauch der Entdeckung – auf freiwilliger Basis, wie angekündigt wurde – in Russland und in anderen Ländern von Oktober an ermöglichen.

Währenddessen zeigt sich auch die Europäische Bürgerbrauftragte Emily O’Reilly unzufrieden mit dem Vorgehen des Sonderstabs zur Evaluation von pandemischen Impfstoffen der Europäischen Arzneimittelagentur EMA, die pharmazeutische Innovationen in der EU lizensiert. In einem Brief vom 29. Juli an den Generaldirektor der Agentur Guido Rassi, verlangte sie nach mehr Transparenz und Unabhängigkeit. Im Detail bittet sie darum, dass diejenigen Experten, die schon im Frühstadium, „vor dem Einreichen“ der 139 Ansätze für einen Impfstoff, beratend zur Seite stehen, nicht die gleichen Experten sind, die dann auch die Effektivität und Sicherheit der Impfstoffe beurteilen, die bereits das Ende des Evaluationsprozesses erreicht haben.

Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Lena Rixinger vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!

Kategorien: Gesundheit, International, Wissenschaft und Technologie
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