Die neue Geldschwemme

03.06.2020 - Claus Meyer

Die neue Geldschwemme
(Bild von Gerd Altmann via Pixabay | CC0)

Um die Ausbreitung der Pandemie intensiv einzuschränken, sahen sich die Volksvertreter veranlasst, das Volk in ihre Wohnungen einzusperren. Das hat natürlich den Wirtschaftskreislauf ziemlich zum Erliegen gebracht. Die Folge war der Zusammenbruch des Geldkreislaufs.

Nun gibt es eine Anzahl Volksvertreter, die glauben und sich verpflichtet fühlen, die Menschheit mit Geld zu retten. Es wird dann die Bereitstellung von Geldern in einer Größenordnung vorgeschlagen, die echt nicht mehr vorstellbar ist. Da beschlossen Frau Merkel und Herr Macron einen Betrag von 500 Mrd., das war Frau von Leyen noch nicht genug, sie überbot mit 750 Mrd. Auch die Ländervertreter geben sich große Mühe, hier auch für Kredite im eigenen Haus zu werben. Es scheint wie eine Auktionsveranstaltung abzulaufen. Die EZB ist somit wohl zu einem Selbstbedienungsladen geworden. Die Demokratie ist nicht mehr gefragt, alles das geschieht, ohne überhaupt darüber mit dem Volk zu diskutieren oder zumindest dem Volk die Gründe aufzuzeigen.

Professor Henkel ist in seinem Buch „Rettet unser Geld“ zu folgender Ansicht gelangt: „Ich habe das einmal mit der Trunksucht verglichen: Jeder Schluck aus der Pulle führt zu neuem Durst, und der Effekt des Alkohols baut die Hemmungen ab, diesen Durst durch den nächsten Schluck zu löschen.“– „Die Gärtner entpuppten sich als Böcke“

Das Außergewöhnliche daran ist, dass vor der Coronakrise alle Regierungen sich selbst gezwungen haben, so sparsam wie möglich zu wirtschaften. Wahrscheinlich haben diese Viren auch die Gehirne angegriffen und damit dieses Umsteuern bewirkt. Keiner dieser Geldanforderer macht Angaben darüber, für welche speziellen Aufgaben diese Gelder verwandt werden sollen. Es wird als Wiederaufbauprogramm definiert, die Viren wüten demnach so, als ob es einen Krieg gegeben hätte. Programme über die Verwendung liegen anscheinend nicht vor. Wie leicht machen es sich diese Regenten, indem sie einfach eine Zahl in den Ring werfen. Es reicht die Nennung einer Zahl, der Zweck der Verwendung bleibt offen.

Wer kann denn eigentlich diese Menge an Geld zur Verfügung stellen. Wer macht aus diesem Forderungen Geld. Das hat man den Banken zugestanden, die diese Zahlen zu Geld machen können und dürfen. Sie können jede Größe von Geld einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Und denen bedeutet es auch keine Kraftanstrengung, aus Zahlen Geld zu machen. Es ist der große Vorteil für sie, dass sie davon jede x-beliebige Menge herstellen können. Sie schreiben einfach solche Zahlen, wahrscheinlich auch noch digital, in einen Computer und schon ist das Geld da. Daraus ersichtlich, es ist die Beschaffung von Geld ohne großen Aufwand möglich und mit ganz wenig Arbeit verbunden. Clever, wie die Banken nun einmal sind, verleihen sie nicht nur diesen Betrag, verlangen dafür dann auch noch Zinsen. So erhalten sie vom Kreditnehmer immer mehr Geld zurück als man denen übergeben hat. Sicher ist den Antragstellern klar, dass solche Geldmengen nie zurückgezahlt werden können. Aber darüber machen sich diese vorsichtshalber keine Gedanken. So werden Generationen die Leidtragenden, sie werden die Tilgung übernehmen müssen. Kein Wort darüber von den Regierenden.

Leider hat es bei dieser Krise immer noch nicht zu dem Geistesblitz gereicht, dass man als Staat in der Lage sein könnte, die Herstellung von Geld als Staat selbst zu übernehmen und zu steuern. Zinsen dürften dann jede Größenordnung annehmen, man würde sie sich ja in die eigene Tasche wirtschaften, oder besser gleich darauf verzichten. Welch ein Vorteil, wenn es endlich darum ginge, Probleme unabhängig vom Geld zu lösen und somit zu prüfen, ob stattdessen die erforderlichen Leistungsträger dafür vorhanden sind. Geld hätte dann seine heutige Macht verloren und wäre zu dem Schmiermittel im Umgang miteinander geworden. Es werden so die lebenden Bürger insofern damit belastet, indem man über Steuern zu viel umlaufendes Geld wieder abschöpfen könnte. Keine Sorgen, dass danach gerade die Geringverdiener die Lasten zu tragen hätten. Einen Engpass Geld wird es dann auch am Ende der Krise nicht geben. Mit Steuern auf Luxusgüter und Events lassen sich dann extreme Aufwendungen, gerade im Energiebereich, einschränken. Kein Wirtschaftsaufschwung ist nötig. Die Techniksucht muss nicht übertrieben werden. Allein die Versorgung aller Bürger mit dem Notwendigsten sollte dann auf der Tagesordnung stehen. Ist die Vorstellungskraft ausreichend, sich diese Vorteile vor Augen zu führen. Nur wenn eine Wandlung des Menschen vom Ausbeuter der Natur zu einem Förderer stattfindet, besteht noch eine Chance des Überlebens.

Kategorien: Europa, Meinungen, Politik, Wirtschaft
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