Aus Berlin: Hoffnung auf nukleare Abrüstung

01.10.2016 - Berlin, Deutschland - Anna Polo

Dieser Artikel ist auch auf Französisch, Italienisch verfügbar.

Aus Berlin: Hoffnung auf nukleare Abrüstung
(Bild von Dario Lo Scalzo)

Mit einer Pressekonferenz auf dem Rasen vor dem Bundestag in Berlin, einem Ort mit großer historischer Bedeutung, eröffnet der Kongress “Abrüstung! Ein Klima des Friedens schaffen” am 30. September um 3 Minuten vor 12 Uhr in Anspielung auf die drei Minuten, die uns vom sogenannten nuklearen Abgrund trennen.

Umgeben von Bannern, auf denen die Abschaffung von Atomwaffen gefordert wird, begrüßt Reiner Braun vom International Peace Bureau die Presse und Teilnehmer und stellt die Redner vor. Zuerst spricht Tawakkol Karmal, Friedensnobelpreisträgerin aus Jemen, die daran erinnert, wie viele Schulen mit den Kosten für eine einzige Atombombe gebaute werden könnten. Sie unterstreicht auch die Wichtigkeit des Kampfes gegen Diktaturen und bekräftigt, dass man ohne Gerechtigkeit keinen Frieden erlangt.

Es spricht auch Saher H. Chowdhury, Präsident der Interparlamentarischen Union IPU, die Parlamente aus vielen Ländern vereint, und drückt Solidarität und Unterstützung seines Netzwerkes für die Arbeit der Organisatoren des Kongresses aus. Eine Sache, sagt er, die es nicht nur für die Gegenwart zu unterstützen gilt, sondern auch für zukünftige Generationen. Weltweit werden Milliarden von Dollar für Waffen ausgegeben, während der Frieden nur wenig Gelder erhält. Parlamentarier müssen ihre Stimme im Namen der Menschen, die sie repräsentieren, erheben und die Verwendung von ähnlich enormen Mitteln zum Zwecke der Zerstörung klar ablehnen.

Alyn Ware, bekannter Aktivist für Frieden und Abrüstung, ergreift das Wort und erinnert daran, wie sein Land Neuseeland Atomwaffen seit geraumer Zeit abgeschafft hat. „Wenn wir es können, dann könnt ihr es auch“, ermahnt er die Anwesenden, die diese Einladung mit enthusiastischem Applaus annehmen.

Zum Heulen einer Sirene wird dann ein 3-D Gemälde des Künstlers Joe Hill enthüllt, das die Bedrohung der Menschheit durch Tausende von Atomraketen darstellt, die unter der Erde oder in U-Booten versteckt sind. Hill richtet einen Appell an die jungen Leute, das Bild der in Ketten gelegten Rakete mit dem Hashtag #3DnukeBerlin in den sozialen Medien zu verbreiten, einem wirksamen Symbol gegen den atomaren Wahnsinn und ein stimulierender Einstig in den Kongress, der Freitag Abend an der Technischen Universität Berlin eröffnet wird.

Im Folgenden ein kurzes Video mit Eindrücken des Vormittages vor dem Reichstagsgebäude und mit Kommentaren des Künstlers Joe Hill. Darunter eine Fotoreportage.

 

Fotoreportage von Dario Lo Scalzo und Pepi Munoz:

Übersetzung aus dem Italienischen von Evelyn Rottengatter

 

Kategorien: Europa, Fotoreportagen, Frieden und Abrüstung, Video
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