Vor fünf Jahren haben die Bürger gesagt, es reicht, und eine Gruppe von Leuten hat die Puerta del Sol in Madrid besetzt. Es war die Geburt der Bewegung der Empörten. Von dem Tag an füllten sich die Plätze im ganzen Land mit Empörten, die nach realer Demokratie verlangten, unter ihnen gab es auch einige wenige Bürgerorganisationen.

 

Der Marsch begann in Cibeles, der zentralen Gemeindeverwaltung in Madrid. In den fünf Jahren sind viele Dinge passiert und es haben sich viele Dinge verändert. In Madrid und in vielen anderen Gemeinden in Spanien regieren nicht mehr die gleichen Leute wie im Jahr 2011.

Viele verschiedene Organisationen beteiligten sich an diesem farbenfrohen und von viel Musik begleiteten Spektakel. Aber trotz dieses Festcharakters, gab es doch auch viele Banner und Plakate mit den Slogans von 15M: „Ja, wir können“, „Sie vertreten uns nicht“ oder „sie nennen das Demokratie, es ist aber keine“.

Aber auch neue Forderungen waren zu lesen, wie Aufrufe zum Kampf gegen den TTIP, für ein bedingungsloses Grundeinkommen, für die Gleichberechtigung Homosexueller, etc.

Zu sehen waren auch bekannte Gesichter wie Juan Carlos Monedero, José Manuel López (Sprecher der parlamentarischen Gruppe von Podemos in Madrid) und der Journalist Fernando Berlín.

Der Marsch endete in der Puerta del Sol in einer Vollversammlung, wie sie dort früher täglich veranstaltet wurden.

Text: Jerónimo Torres Lozano
Fotos: Verschiedene Leser von Pressenza
Übersetzung aus dem Spanischen von Marita Simon