Lange Nacht der Religionen in Berlin: Für Frieden und Toleranz

11.08.2015 - Reto Thumiger

Lange Nacht der Religionen in Berlin: Für Frieden und Toleranz

Am 29. August 2015 wird zum 4. Mal die Lange Nacht der Religionen in Berlin stattfinden, an der im letzten Jahr fast 10.000 Besucherinnen und Besucher teilgenommen haben. Zahlreiche Synagogen, Moscheen, Kirchen, Tempel, Meditation- und Gemeindehäuser werden ihre Türen öffnen, um den Menschen in Berlin zu zeigen, wie vielfältig die religiöse Landschaft in Berlin ist.

Mit Führungen, Konzerten, Ausstellungen, Vorträgen, Gesprächsrunden und vielem mehr laden die Religionsgemeinschaften ein, sich ein Bild darüber zu machen, was sie glauben, wie die Gläubigen ihren Glauben leben und welchen Beitrag die Religionen zum solidarischen und friedlichen Zusammenleben in unserer Stadt leisten.

Durch religiös motivierten Terror und Gewalt wird in den letzten Monaten wieder verstärkt diskutiert, ob Religionen Friedens- und Integrationsfähig sind. Die Lange Nacht der Religionen zeigt ein anderes Bild: Für alle Religionen sind der Frieden und die Liebe zwischen den Menschen und ihr Weg zum Glück das Kernthema. Die unterschiedlichen Religionsgemeinschaften in Berlin leisten durch ihre Arbeit einen konstruktiven Beitrag zur friedlichen Entwicklung unserer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft. Im Leben geht es um mehr als nur Arbeiten und Konsumieren: Das macht ihr Fokus auf vielfältige Formen der Spiritualität deutlich. Der Mensch ist vielmehr ein Wesen, das Gerechtigkeit, Glück und Frieden sucht und nicht Reichtum, Unterdrückung und Krieg. Nur extremistische oder fundamentalistische Minderheiten predigen Gewalt, Unfrieden und Intoleranz – einzig ihre Lautstärke ist es, die den Eindruck vermittelt, für die Mehrheit zu sprechen.

Die Lange Nacht der Religionen setzt diesem Eindruck die Realität entgegen. In der Moschee kann man mit Muslimen über Bedeutung des Gebetes im Islam sprechen, in der Synagoge erfährt man, warum Juden eine Kippa tragen. In der Neuapostolischen Kirche kann man Chorkonzerten lauschen oder bei den Buddhisten den Weg zum inneren Frieden erlernen. Hindus, Sikhs, Protestanten und Katholiken, Quäker und interreligiöse Initiativen oder heidnische Religionsgemeinschaften öffnen ihre Räume, die für Fremde oftmals verschlossen scheinen. Das Programm, das die Religionen für diesen Abend auf die Beine gestellt haben ist so vielfältig wie die religiöse Landschaft in Berlin.

Erstmalig beteiligen sich in diesem Jahr auch sogenannte heidnische Gruppen wie der Eldaring oder Pagane Wege und Gemeinschaften, also Gruppen, die sich auf indigene Religionen Europas beziehen. Neben den Religionsgemeinschaften nehmen auch interreligiöse Initiativen teil wie das „House oder One“, die „franziskanische Initiative 1219. Religions- und Kulturdialog“ oder „Salaam-Schalom“ aus Neukölln.

Kaum eine andere Stadt in Europa weist eine so große kulturelle Vielfalt auf wie Berlin. Mit ihren über 250 Religionsgemeinschaften gehört die Stadt zu den multireligiösen Zentren. Die Lange Nacht der Religionen will diese Vielfältigkeit und die dazugehörende Toleranz zeigen und lädt darum sehr herzlich zur Teilnahme ein!

Programmheft als PDF
Teilnehmende Gruppen

Kategorien: Frieden und Abrüstung, Humanismus und Spiritualität, Nichtdiskriminierung
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