Ein kritischer Blick auf Lateinamerika

30.04.2015 - Pressenza Berlin

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch verfügbar.

Ein kritischer Blick auf Lateinamerika
Die Botschaft von Ecuador in Berlin stellt politische Karikaturen aus (Rainer Hachfeld und Botschafter Jorge Jurado) (Bild von Tobias Baumann)

Am 27. April eröffnete der Botschafter von Ecuador in Deutschland, S.E. Jorge Jurado, in den Räumlichkeiten der diplomatischen Vertretung eine Karikaturenausstellung des deutschen Autors und Karikaturisten Rainer Hachfeld über Lateinamerika.

Die Ausstellung im Gedenken an den Schriftsteller und Journalisten Eduardo Galeano, persönlicher Freund des Karikaturisten Hachfeld, besteht in einer Retrospektive über die politischen Ereignisse in Lateinamerika von den 1970er Jahren bis heute.

In dem Werk von Herrn Hachfeld spiegelt sich zum Beispiel die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) als Instanz der regionalen Integration wider. Der Botschafter bezog sich in seiner Eröffnungsrede auf die Gründung der CELAC im Jahr 2011 als historischer Meilenstein und hob besonders hervor, dass dies das erste Mal war, dass die lateinamerikanischen Völker eine multilaterale regionale Organisation ohne die Vereinigten Staaten von Amerika geschmiedet haben.
Zudem wies er darauf hin, dass Lateinamerika in diesen Monaten bei drei großen Veranstaltungen präsent ist: beim CELAC-Gipfeltreffen, das im Januar in Costa Rica stattfand, beim Amerika-Gipfel der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) kürzlich in Panama und beim Gipfeltreffen CELAC-Europäische Union, welches im Juni diesen Jahres begangen wird.
Auf einer der ausgestellten Karikaturen wird auf die endgültige und entschiedene Antwort des Präsidenten der Republik Ecuador, Rafael Correa Delgado, angespielt, welche er den internationalen Gläubigern im Rahmen des ecuadorianischen Schuldenaudits gab.

„Diese Karikaturen erinnern uns mit viel Kritik an den vielleicht schwierigsten Teil unserer Geschichte“, betonte der Diplomat in seiner eingangs gehaltenen Ansprache: „Die weltweit herrschenden Umstände geben uns Gelegenheit, Lateinamerika neu zu erblicken und es gibt keine bessere Möglichkeit als diesen Blick zusammen mit Rainer Hachfeld auf Lateinamerika zu werfen“.

Herr Rainer Hachfeld studierte Zeichentrick, Bühnenbild und freie Malerei in Berlin und Paris. Seit dem Jahr 1965 veröffentlicht er seine Karikaturen in bedeutenden Zeitungen und Zeitschriften wie Die Welt, ND und Stern. Sein Werk über Lateinamerika wurde bislang ausgestellt in Mexiko, Venezuela, Nicaragua und Kuba; es wurde außerdem veröffentlicht in Kolumbien, El Salvador, Costa Rica, Haiti sowie Trinidad & Tobago; ausgezeichnet wurde er hierfür bei Karikaturen-Wettbewerben in Mexiko (1982), Nicaragua (1985) und Kuba (1993). Viele seiner Karikaturen über Amerika erschienen in Deutschland im Buch „Bananen & Kanonen“ (Elefanten Press, Berlin, 1972).

Kategorien: Kultur und Medien, Politik, Pressemitteilungen, Südamerika
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